Marcel Eris alias „MontanaBlack“ wegen Sexismus auf Twitch gesperrt

Wegen sexistischen Inhalten ist Marcel Eris, bekannt als „MontanaBlack“, auf der Streaming-Plattform Twitch gesperrt worden. 33 Tage sei nun für ihn Pause, teilte er mit. Er akzeptiere die Strafe, betonte er. Er habe sich falsch verhalten. Was er gemacht habe, sei alles andere als lustig gewesen. Medien hatten zuvor berichtet, dass der 32-Jährige aus Buxtehude im Urlaub auf Malta verschiedene sexistische Inhalte auf seinem Twitch-Konto geteilt habe. Unter anderem kommentierte Eris in einem dieser Videos mit derben Sprüchen den Körper einer in der Ferne posierenden Frau, von der er Fotos gemacht hat. Er filmte außerdem auf der Straße und kommentierte das Aussehen der Frauen mit Grunz-Lauten.

via deztschlandfunk: Marcel Eris alias „MontanaBlack“ wegen Sexismus auf Twitch gesperrt

sreenshot twitch

Nazi-Parolen in Bensheim

Die Polizei stoppt nach Hinweisen von Bürgern zehn junge Männer, die rechtsextreme Parolen rufen. Die Beamten stellen außerdem 500 rassitische Aufkleber sicher. Die Polizei konnte am Freitagabend im Berliner Ring in Bensheim eine Jugendgruppe stoppen, die zuvor durch laute Rufe aufgefallen war. Zudem stellten die Beamten bei den jungen Männern im Alter zwischen 15 und 24 Jahren rund 500 Aufkleber sicher, die zum Teil mit verfassungsfeindlichem, ausländerfeindlichem oder rassistischem Gedankengut bedruckt waren. (…) Im Zuge der ersten Ermittlungen konnten die Streifen entlang der Laufstrecke bereits erste geklebte Aufkleber feststellen, die identisch mit den sichergestellten waren. Diese wurden von den Beamten entfernt. Die jungen Männer, die aus Mannheim, Heppenheim und Viernheim kamen, erhielten nach den polizeilichen Maßnahmen einen Platzverweis, zudem droht ihnen ein Strafverfahren. Der polizeiliche Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernommen. Unterdessen hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Bensheim und im Kreis Bergstraße die Zivilcourage der Bensheimer Bürger, die die Polizei informiert haben, begrüßt.

via echo online: Nazi-Parolen in Bensheim

Neo-Nazi Nordic Resistance Movement targets Jews on Yom Kippur

“This year, the modern-day successors of the Nazis, known as the Nordic Resistance Movement, have mounted a vile and vicious campaign of hate against Jews in Northern Europe.” The neo-Nazi Nordic Resistance Movement targeted Jews in Sweden, Denmark, Norway and Iceland with antisemitic campaigns throughout the week leading up to Yom Kippur – the holiest day in the Hebrew calendar. Websites belonging to the neo-Nazi movement reported actions taken by the group in almost 20 different cities. Pictures allegedly showing the actions taken by the group show members confronting Jewish worshipers and standing in front of synagogues, antisemitic posters placed in public areas and flyer distributions in public areas.

via jpost: Neo-Nazi Nordic Resistance Movement targets Jews on Yom Kippur

Militante rechte Szene in NRW

Gegen Mitglieder der Neonazi-Partei „Die Rechte“ sind seit dem Jahr 2008 in Nordrhein-Westfalen 378 Ermittlungsverfahren geführt worden. Die Zahl der als besonders gefährlich eingestuften Rechtsextremisten hat sich in dem Bundesland seit 2015 mehr als verdoppelt. Die neonazistische Miniaturpartei „Die Rechte“ (DR) gehört nicht nur zum aktionsorientierten Rechtsextremismus, gegen ihre Mitglieder wird in NRW auch besonders häufig ermittelt. Derweil besitzen „Reichsbürger“ in dem Bundesland besonders häufig legal Waffen. Diese Erkenntnisse gehen zurück auf die Antwort der nordrhein-westfälischen Landesregierung auf eine große Anfrage der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Das Papier umfasst rund 130 Seiten und wurde vor wenigen Tagen veröffentlicht. Eine Zahl ist dabei auffällig. Bis ins Jahr 2008 zurückreichend hat die Landesregierung politisch motivierte Straftaten aufgelistet, die den rund 290 Mitgliedern der 2012 gegründeten Partei „Die Rechte“ in NRW zugerechnet werden. In Nordrhein-Westfalen kamen dabei in den vergangenen elf Jahren (bis Mitte 2019) 378 Ermittlungsverfahren zusammen, darunter auch eine Reihe von gefährlichen Körperverletzungen. „Bei 290 Mitgliedern sind 378 [politische] Straftaten extrem viel“, sagte die Grünen-Politikerin und innenpolitische Sprecherin der Fraktion, Verena Schäffer. Tatsächlich dürfte diese Zahl sogar leicht höher ausfallen. Im Raum Aachen, Düren und Heinsberg hat sich vor Jahren unter dem Dach der DR die indirekte Fortführung der verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“, „Syndikat 52“ (S52) gegründet. (bnr.de berichtete) Der Neonazi-Truppe mit laut Landesregierung 20 bis 30 Mitgliedern werden 35 Straftaten zugerechnet. Da S52 unter dem Parteidach abgesichert firmiert, müssten diese Taten wohl auch im Bereich der DR hinzu addiert werden, was letztlich rund 400 Straftaten bedeuten würde. (…)
Erwähnung findet in der Antwort der Landesregierung auch die Vermischung von neonazistischer und neurechter, rechtsextremistisch-intellektueller Szene. Unter anderem wird auf die „Identitäre Aktion“ (IA) sowie deren Nachfolger „Freundeskreis Rhein-Sieg“ eingegangen. Diese Gruppen bildeten sich einst rund um Melanie Dittmer (nun Westerwald, Rheinland-Pfalz) und dem Gründungsmitglied der Rechtsrocks-Band „Stahlgewitter“, Frank Kraemer. Vernetzt mit verschiedenen Spektren werden den wenigen Mitgliedern von IA und „Freundeskreis“ 24 Ermittlungsverfahren zugeordnet. Der „Identitären Bewegung“ (IB) hingegen gehören in NRW rund 20 Aktivisten an, hinzu kommen rund 30 Sympathisanten. Zwischen 2018 und Januar 2020 listet die Landesregierung hier 33 Ermittlungsverfahren auf. Die Zahl der als besonders gefährlich eingestuften Rechtsextremisten hat sich seit 2015 in NRW mehr als verdoppelt. Nach Angaben der Landesregierung waren zum Stichtag am 1. April dieses Jahres 21 Rechtsextremisten in dem Bundesland als „Gefährder“ eingestuft. 140 wurden als politisch motivierte Intensivtäter der rechten Szene geführt, wobei sich diese Anzahl seit 2015 fast verdreifachte. Im Bereich der rechtsextremen oder rechtsextrem beeinflussten „Mischszene“, also Gruppen und Vereinigungen in denen sich Rechtsextremisten, Hooligans, Rocker und „Wutbürger“ etwa zu „Bürgerwehren“ oder „Bruderschaften“ vereint haben, wird von der Landesregierung im Dezember 2019 sogar ein Verfahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung erwähnt. Dieses betrifft der Antwort zufolge ein oder mehrere Mitglieder der „Steeler Jungs“ in Essen und des eingetragenen Vereins „Mönchengladbach steht auf“, dessen Vorsitz Dominik Roeseler innehält, zuvor Mitgründer der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) und ehemaliger „pro NRW“-Funktionär. Dieses Verfahren selbst soll sich gegen eine oder mehrere Personen in Viersen richten. Hingewiesen wird ferner auf vier Verdächtige aus NRW im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die mutmaßlich rechtsterroristische Vereinigung „Gruppe S“, wobei wegen des laufenden Verfahrens darauf nicht weiter eingegangen wird.

via bnr: Militante rechte Szene in NRW

Ureinwohnerin windet sich in Krankenbett vor Schmerz – Personal verhöhnt sie – #justiceforjoyce

Eine Ureinwohnerin soll in einem kanadischen Krankenhaus rassistisch behandelt worden sein – mittlerweile ist die 37-Jährige verstorben. Die siebenfache Mutter stieß vom Krankenbett Schreie vor Schmerz aus. Unter anderem bekam sie dafür vom Personal zu hören, dass sie “verdammt dumm” sei. Die mutmaßlich beleidigende Behandlung einer Ureinwohnerin in einem Krankenhaus der kanadischen Provinz Québec hat dort eine Debatte über systemischen Rassismus befeuert. Wie örtliche Medien berichteten, war die 37-jährige Joyce Echaquan von der Stammesgruppe der Atikamekw am Samstag mit starken Bauchschmerzen in das Krankenhaus von Joliette nördlich von Montréal gekommen und zwei Tage später gestorben. Ihr Tod werde umfassend untersucht, kündigte Québecs Premierminister Francois Legault am Dienstag (Ortszeit) an. Auf einem von der Frau selbst per Handy gefilmten Video ist zu sehen, wie die siebenfache Mutter auf einem Krankenbett liegt und – offenbar vor Schmerzen schreiend – um Hilfe ruft. Die Kommentare des Personals sind in Untertiteln zu lesen. Eine Krankenschwester sagte der Frau demnach unter anderem, sie sei “verdammt dumm”. Eine der beteiligten Pflegerinnen wurde dem Bericht zufolge bereits entlassen. Québecs Premier Legault bezeichnete die Bemerkungen des Personals als “inakzeptabel und rassistisch”, wie der kanadische Sender CBC berichtete

via rnd: Ureinwohnerin windet sich in Krankenbett vor Schmerz – Personal verhöhnt sie

https://twitter.com/kirstenjoe/status/1311348053211623424

Prozess wegen rechtsextremer Drohmails – Öffentlicher Unfrieden – #terror

André M. soll massenhaft rechtsextreme Drohmails verschickt haben. Was trieb ihn an? Die Öffentlichkeit ist beim Vortrag der psychiatrischen Sachverständigen ausgeschlossen – eine Fehlentscheidung. Die Auswirkungen waren massiv. Gerichtsgebäude wurden geräumt, in Lübeck kam der Zugverkehr zum Erliegen, in Hamburg blieb ein Flugzeug am Boden. Straßen und Einkaufszentren wurden gesperrt, ein Rathaus wurde evakuiert. Mehr als 80 Drohmails hat die “Nationalsozialistische Offensive” verschickt. Der Verfasser drohte mit Bombenanschlägen, mit öffentlichen Hinrichtungen, mit der Ermordung von Kindern. André M., 32, soll diese Drohmails geschrieben haben. Störung des öffentlichen Friedens lautet einer der Anklagepunkte. Was André M. antreibt, ob und gegebenenfalls welche Gefahr von ihm ausgeht, ob er rechtsextrem, psychisch gestört oder beides ist – all das wird seit Dienstag vor der 10. Großen Strafkammer des Landgerichts Berlin hinter verschlossenen Türen erörtert. Die Öffentlichkeit muss draußen bleiben, solange die psychiatrische Sachverständige spricht. So hat es die Verteidigung beantragt, so hat es die Kammer beschlossen. Eine Entscheidung, die schwer nachzuvollziehen ist. (…) Laut Anklage fantasierte Andre M. in seinen Mails “von der Vernichtung des kapitalistischen Systems zugunsten einer nationalsozialistischen Ordnung”. Nach Einschätzung der Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat er die Bevölkerung durch seine Anschlagsdrohungen nicht bloß verunsichern wollen, sondern auch beabsichtigt, “seine Androhungen in die Tat umzusetzen und dabei zahlreiche unbeteiligte Opfer zu töten oder schwer zu verletzen”. Es sind nicht noch mehr Details aus dem Leben von André M., die das Gutachten der Psychiaterin so bedeutsam machen. Von besonderer Bedeutung ist ihre professionelle Einordnung dessen, was vor Gericht bereits zur Sprache kam.

via spiegel: Prozess wegen rechtsextremer Drohmails Öffentlicher Unfrieden

Hamburger Sozialdemokrat erstattet #Strafanzeige gegen Ex-#AfD-Sprecher – #ChristianLueth #hetzer

Die Äußerungen des langjährigen AfD-Sprechers Christian Lüth in der am Montagabend ausgestrahlten ProSieben-Dokumentation „Rechts. Deutsch. Radikal.“ haben ein juristisches Nachspiel. So hat der Hamburger Politiker Danial Ilkhanipour (SPD) Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung gemäß Paragraf 130 Strafgesetzbuch gegen Lüth erstattet. Er habe die Anzeige mit einem entsprechenden Strafantrag am Dienstag per E-Mail an die Staatsanwaltschaft Berlin übermittelt, bestätigt der 38-Jährige gegenüber WELT. Ilkhanipour, selbst Jurist, sitzt seit 2015 für die Sozialdemokraten in der Hamburgischen Bürgerschaft. Aus seiner Sicht besteht „wegen der unerträglichen und widerlichen Äußerungen von Herrn Lüth“ der begründete Verdacht, „dass der Beschuldigte gegen Teile der Bevölkerung zu Hass aufgestachelt und zu Gewaltmaßnahmen aufgerufen hat“. Die AfD-Bundestagsfraktion hatte den wegen anderer Vorwürfe bereits seit April freigestellten Lüth am Montag im Zusammenhang mit der ProSieben-Dokumentation fristlos entlassen. Bei einem heimlich von dem Sender gefilmten Treffen mit einer Bloggerin im Februar soll Lüth gesagt haben: „Die AfD ist wichtig; und das ist halt schizophren, das haben wir mit Gauland lange besprochen: Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD.“ Auf den Zuzug von Migranten angesprochen, wurde ihm außerdem folgender Satz zugeschrieben: „Wir können die nachher immer noch alle erschießen, das ist überhaupt kein Thema, oder vergasen, oder wie du willst, mir egal.“

via welt: Hamburger Sozialdemokrat erstattet Strafanzeige gegen Ex-AfD-Sprecher