Rechtsextremist provoziert mit Unterwäsche

Ein wegen Volksverhetzung angeklagter Rechtsextremist aus Halle hat versucht, mit seiner Kleidung das Gericht zu provozieren. Ein Sprecher bestätigte am Montag Medienberichte, wonach der 49-Jährige am Morgen vor dem Gebäude des Amtsgerichts in einem durchsichtigen Schutzanzug erschien, wie diese zum Beispiel beim Malern getragen werden. Darunter habe er lediglich Unterwäsche getragen. Auf Anordnung des Vorsitzenden Richters wurde der Mann aufgefordert, sich umzuziehen und in angemessener Bekleidung zu erscheinen. Dies habe der Angeklagte dann getan. Die Staatsanwaltschaft wirft Sven Liebich Volksverhetzung, Verleumdung, Beleidigung, üble Nachrede und Beschimpfung von Religionsgesellschaften, Weltanschauungsvereinigungen und politisch aktiven Menschen vor, darunter Ex-SPD-Chef Martin Schulz. Die Bundestagsabgeordnete Renate Künast (Grüne) ist in dem Prozess Nebenklägerin. (Az.: 304 Ds 424 Js 14199/18)

via volksstimme: Rechtsextremist provoziert mit Unterwäsche

Video zeigt chaotische Szenen – Wer beim Sturm auf die #Reichstagstreppe mitmischte – #berlin #covidioten #b2908 @AZeckenbiss

Schweden-Fans, russischer Flecktarn und immer wieder Reichsbürger. Ein Video zeigt die Menge beim Sturm auf das Parlamentsgebäude – inklusive Kinderwagen. Ganz zu Beginn des kurzen Clips ist ein Kinderwagen zu sehen: Geschoben wird er von einer Frau mit gelbem Rock und dunkelgrünem Oberteil. Den schwarzen Kinderwagen schiebt sie mitten auf die Treppe vor dem Reichstag zu. Unklar ist, wie sie danach die Stufen hochkommen will. Die Szene stammt aus einem Video, das die linke Plattform „Antifa Zeckenbiss“ auf Twitter gepostet hat. Die ursprüngliche Quelle ist ein rechter Youtuber, dessen Account mittlerweile gesperrt ist. Das Video zeigt, wie vornehmlich Reichsbürger bei der Corona-Demo am Samstag versuchen, das Reichstagsgebäude zu stürmen. Nur drei Polizisten stehen ihnen am Ende noch im Weg. Das Video wurde Stand Sonntagmittag rund eine Million mal auf Twitter angesehen. Die Szenen decken sich mit einem zweiten Video, das unmittelbar auf der Treppe von einem der Demonstranten aufgenommen wurde. (…) Wenige Sekunden nach dem Kinderwagen sind in dem aktuellen Video vor allem zwei Männer mit den Reichsflaggenfarben schwarz, weiß und rot deutlich zu erkennen. So sieht auch das T-Shirt eines Mannes aus, der mit kurzer Hose bekleidet die Treppe hochstürmt und die Fäuste dabei in die Höhe reckt. Rechts neben ihm hat sich ein Mann die Reichsflagge mit dem Reichsadler umgehängt. Doch es sind auch andere Fahnen im Bild erkennbar: Am linken Bildrand ist zusehen, dass sich ein Demonstrant die schwarz-rot-goldene Deutschlandfahne über die Schultern geworfen hat. Weiter vorne schwenkt ein Mann eine besonders große Türkeiflagge – während am rechten Bildrand mindestens zwei weitere Reichsflaggen auftauchen, sowie eine weitere am linken Bildrand. In der Menge finden sich auch Menschen mit einem gebatikten T-Shirt oder eine Frau mit weißem Sommerkleid und Sommerhut. (…) Außerdem in der Gruppe mit dabei: Der selbsternannte “Volkslehrer” Nikolai N. Er machte in der Vergangenheit Schlagzeilen, weil die Berliner Verwaltung ihn als Lehrer beurlaubt und später fristlos gekündigt hatte, weil er über seinen Youtube-Kanal rechtsextreme Positionen vertrat.

via tagesspiegel: Video zeigt chaotische Szenen Wer beim Sturm auf die Reichstagstreppe mitmischte

https://twitter.com/AZeckenbiss/status/1299765974598549506?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1299765974598549506%7Ctwgr%5E&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.tagesspiegel.de%2Fpolitik%2Fvideo-zeigt-chaotische-szenen-wer-beim-sturm-auf-die-reichstagstreppe-mitmischte%2F26141214.html

Spokesman for CO #Trump Bus Backs Wis. Shooter: “Nice F@&k shot, Kyle” – #terror

A “Team Trump Bus” is touring northern Colorado today, and on it is John “TIG” Tiegen, who tweeted his unvarnished support for Kyle Rittenhouse, the Wisconsin teen accused of shooting three people at Kenosha protests yesterday. Tiegen, who delivered Trump’s signatures Colorado’s Secretary of State’s office to qualify for the Colorado ballot in November, reposted an unverified accusation that Rittenhouse shot a registered sex offender and other looters. “That’s why I say NICE F@&k shot Kyle!” tweeted Tiegen. Two of the three victims from the protest, which occurred in the wake of the police shooting of Jacob Blake, have not been officially identified, but the Milwaukee Journal-Sentinel has named all three based on images and posts found on social media. Tiegen nonetheless reposted claims made by a far-right meme page called Uncle Sam’s Misguided Children, which stated that all of the shooter’s victims were pedophiles and violent criminals. Authorities have charged 17-year-old Kyle Rittenhouse, who claims to be a militia member, with the homicides. Tiegen didn’t return a message asking if he thinks others should follow Rittenhouse’s example and take to the streets and shoot people. He was also asked if he’d talked to Trump about these matters. Tiegen is joining John Pence, the Vice President’s nephew and Trump operative, on the Trump bus in Colo.

via coloradotimesrecorder: Spokesman for CO Trump Bus Backs Wis. Shooter: “Nice F@&k shot, Kyle”

AR-15 Sporter SP1 Carbine.JPG
By <a href=”//commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:M62&amp;action=edit&amp;redlink=1″ class=”new” title=”User:M62 (page does not exist)”>M62</a> – <span class=”int-own-work” lang=”en”>Own work</span>, CC BY-SA 3.0, Link – symblbild

US-Waffenfans feiern einen Mann, der sich selbst in die Eier geschossen hat

In den USA ist es gerade anscheinend angesagt, sich eine geladene Pistole in den Schritt zu halten. Unter einigen US-amerikanischen Waffenfans ist es gerade total in, mit einer geladenen Waffe auf den eigenen Schwanz zu zielen und ein Foto davon im Internet zu posten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das in die Hose geht. Ein Mitglied der Facebook-Gruppe “Loaded Guns Pointed at [B]enis”, in der es ausschließlich um solche Bilder geht, hat sich am 11. August bei der bescheuerten Aktion in die Eier geschossen. Das bestätigen blutige Fotos und Videos des Vorfalls sowie das Büro des zuständigen Sheriffs. Anstatt den Vorfall zum Anlass zu nehmen, kurz in sich zu gehen und den Trend zu überdenken, machte die Gruppe den Unglücklichen zum Admin und feiert ihn in Memes. In dem Video filmt der Mann, wie er erst die Waffe entriegelt und sich dann die geladene Pistole in den Schritt hält. Einen Moment später löst sich ein Schuss. (…) “Hey [b]ois, ich hab’s möglicherweise verkackt”, schrieb der Mann, der sich selbst in die Eier geschossen hatte. Dazu postete er ein Foto mit einem weißen Handtuch zwischen seinen Beinen und Blutspritzern auf dem Teppich. In der Ecke liegt ein verknitterter Ausdruck der Verfassung der Vereinigten Staaten.

via vice: US-Waffenfans feiern einen Mann, der sich selbst in die Eier geschossen hat

Riots rock Malmö after far-right Swedish activists burn Qur’an

Leading imam condemns violence after police battle more than 300 on streets of the city. The disorderly phalanx of young men and teenagers, many wearing face masks and hooded tops, started to accelerate, excitement rising, as it neared the row of police vans blocking off the troubled district of Rosengård in Malmö. “We’re gonna fuck this system up because they want to let a man burn the Qur’an,” one of them yelled, as the group starts hurling jagged chunks of concrete paving towards the armoured riot police sheltering behind the vans. “And we’re gonna fuck the police.” More than 300 rioters threw stones at police and burned tyres in the southern Swedish city on Friday night after a video circulated of followers of the far-right Danish politician Rasmus Paludan burning a copy of the Qur’an near one of the city’s mosques. (…) Police in Malmö had vacillated for two weeks over whether to give Rasmus Paludan, the leader of Denmark’s extremist Hard Line party permission to hold an anti-Islamic protest. Permission was denied on Wednesday, Paludan was stopped in a car on Friday afternoon as he left the Öresund bridge, deported and banned from entering Sweden for two years. But this did not stop his supporters from filming themselves burning one copy of the Qur’an, and kicking another around Malmö’s main square like a football, for which three of them were arrested on suspicion of hate crimes. During the riot, Samir Muric, a prominent Malmö imam, paced up and down in the space between the police and the rioters, imploring the rioters to stop and accusing them of shaming their own religion

via guardian: Riots rock Malmö after far-right Swedish activists burn Qur’an

siehe auch: Malmö Koran riots: ‘I don’t think we will come back to normal’. A protestor holds a flare on Malmö’s Amiralsgatan street. Photo: TT
The violent riots in Malmö over night on Friday prompted by videos of far-right protesters burning the Koran divided Muslims in the city, but there are fears the incidents will only deepen tensions, writes Richard Orange.

https://twitter.com/FFRAFAction/status/1299775800338722823

Im Netz der #Corona-Gegner – #schauhin #covidioten

Ungültige Atteste gegen die Maskenpflicht und ein vertrauliches Treffen mit Sachsens Ministerpräsident Kretschmer: Eine Recherche von CORRECTIV zeigt, wie ein bundesweites Netzwerk von Wissenschaftlern, Meinungsmachern und Anwälten versucht, die Corona-Maßnahmen zu untergraben. Das Attest kommt per E-Mail. „Aus schwerwiegenden Gründen von der Gesichtsmaskenpflicht befreit“, steht darauf. Dass es so leicht werden würde, hatten wir nicht gedacht. Zuvor hatten wir eine kurze Korrespondenz mit einem Berliner Heilpraktiker. Wir schrieben ihm über eine private E-Mailadresse, wir würden „nach all dem, was man so lesen kann, einfach nicht an die Wirkung“ der Maske glauben. Dass sie uns „im Gegenteil sogar schaden“ könnte. Kurz darauf schrieb der Heilpraktiker zurück: „Gerne helfen wir weiter.“ Wir schickten ihm auf Anfrage eine vollständige Anschrift. Wenige Stunden später: Unser Masken-Attest, mit Unterschrift. Dazu die Bitte um eine Spende für die „Ärzte für Aufklärung“, „Querdenken711“ oder „andere Vereine, die die Sache unterstützen“. Die Sache, das ist die Ablehnung der Regierungsmaßnahmen gegen das Coronavirus. Vorangetrieben wird sie von Scheinexperten und Meinungsmachern, die die Pandemie verharmlosen, teilweise sogar leugnen. Maßgeblich beteiligt sind aber auch Menschen mit medizinischem oder wissenschaftlichem Hintergrund, Professoren und Doktoren aus verschiedensten Fachbereichen, sowie Anwälte. Nach Recherchen von CORRECTIV haben sich die Corona-Gegner in den vergangenen Monaten ein bundesweites Netzwerk aufgebaut. Es wirkt inzwischen auch direkt auf Politiker ein: Eine Gruppe prominenter Corona-Relativierer traf sich Anfang August mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Unter ihnen sind Mitglieder eines Vereins aus Passau, der unter anderem Kontakte für fragwürdige Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht vermittelt. Der Vorsitzende: Bestseller-Autor Sucharit Bhakdi. (…) Die Anti-Corona-Bewegung hat ihren Ursprung dort, wo viele während der Corona-Pandemie Zuflucht fanden: im Internet. Auf Webseiten, Blogs und vor allem Youtube-Kanälen entstehen seit Monaten die Inhalte und Theorien, die Menschen vor den Bildschirmen tausendfach konsumieren. Und auf die Straße treiben. Wir fanden unseren Berliner Heilpraktiker über die Webseite der „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“ (MWGFD e.V) mit Sitz im bayerischen Passau. Der Verein ist nach eigenen Angaben als gemeinnützig anerkannt. Er stellt online mehr als 35 Kontakte zu Ärzten und Heilpraktikern in ganz Deutschland bereit, an die man sich wenden könne, wenn man ein Attest zur Befreiung von der Maskenpflicht brauche. (…) Laut Berliner Senat für Gesundheit haften Ärzte für die Richtigkeit der ausgestellten Atteste. Das Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse zum Gebrauch bei einer Behörde oder Versicherung nach Paragraf 278 des Strafgesetzbuchs steht dabei unter Strafe. Bei Verstoß droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren. Auf Anfrage teilte uns die Ärztekammer Berlin mit, auch wenn das ungültige Attest nicht bei einer Behörde vorgelegt werde, sondern zum Beispiel nur beim Frisör, begehe der Patient damit eine Ordnungswidrigkeit – und der Arzt verletze seine berufliche Pflicht. Die Ärztekammer gehe aktuell mehreren Anzeigen wegen sogenannter Gefälligkeitsatteste nach. Für die Ärzte könne das Ganze berufsrechtliche Konsequenzen haben.

via correctiv: Im Netz der Corona-Gegner

#Radikalisierungsexpertin Julia Ebner – Warum der #Attentäter von #Halle kein #Einzeltäter war – #terror

Was hat der Attentäter von Halle auf Onlineportalen gemacht? Mit wem hat er sich ausgetauscht? Radikalisierungsexpertin Julia Ebner hat bei MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE über die Rolle von Onlineportalen für Rechtsextreme gesprochen – und erklärt, warum der Attentäter von Halle kein Einzeltäter war. Am siebten Tag des Prozesses des Attentäters von Halle ging es auch darum, welche Rolle Onlineportale bei der Radikalisierung des Angeklagten gespielt haben – und ob er wirklich ein Einzeltäter war. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat dafür unter anderem ausgewertet, was der Attentäter in Chaträumen, Imageboards und dem Gameportal Steam gemacht und mit wem er dort kommuniziert hat. MDR-Reporter Roland Jäger schreibt, dass das BKA in der Zeugenbefragung zu dem Thema keinen besonders souveränen Eindruck gemacht hat. MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE hat mit Radikalisierungsexpertin Julia Ebner über die Rolle von Onlineportalen für Rechtsextreme gesprochen. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Institute für Strategic Dialogue in London und analysiert, wie sich Extremisten im Internet vernetzen und wie Radikalisierung im Internet funktioniert. MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE: Frau Ebner, die Ermittler sagen ja, das, was auf der Spiele-Plattform Steam gespielt wird, ist nicht rechtsextrem. Sehen Sie das auch so? Julia Ebner: Das, was auf Steam stattfindet, ist nicht an sich extrem, aber es gibt dort rechtsextreme Gruppen und Influencer. Die rechtsextreme Szene überlappt sich mit der Gaming-Szene. Das haben wir auch bei Anschlägen im letzten Jahr, zum Beispiel in Neuseeland und den USA, festgestellt – dass sich Mitglieder dieser Plattformen radikalisieren. Der Attentäter selbst hat keine Angaben gemacht, mit welchen Leuten er im Internet Kontakt gehabt hat – er wolle “seine Leute schützen”, sagte er. Gleichzeitig steht er in der Öffentlichkeit als Einzeltäter da. Der Anschlag in Halle ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie gefährlich es sein kann, den Attentäter als Einzeltäter zu bezeichnen. Er war eingebettet in ein größeres Netzwerk. Man sieht das auch anhand des Manifests und der Dokumente, die er zurückgelassen hat. Die sind voll mit Referenzen auf eine klar rechtsextreme Subkultur. Diese Subkultur hat eine übergeordnete Ideologie und Verschwörungstheorien und stellt schon ein größeres Netzwerk dar. Deswegen kann man den Attentäter von Halle eigentlich nicht als Einzeltäter bezeichnen. Genauso wenig, wie wir auch IS-inspirierte Attentäter als Einzeltäter bezeichnen sollten.

via mdr: Radikalisierungsexpertin Julia Ebner – Warum der Attentäter von Halle kein Einzeltäter war

Halle Synagoge Tür (01).jpg
By <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Reise_Reise” title=”User:Reise Reise”>Reise Reise</a> – <span class=”int-own-work” lang=”en”>Own work</span>, CC BY-SA 4.0, Link