#Hasspostings gegen #Glawischnig: #Facebook muss Urteil weltweit auf Startseite veröffentlichen

Ob die Anordnung zur Veröffentlichung in aktueller Form halten wird, ist noch offen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die ehemalige Grünen-Politikerin wurde 2016 auf Facebook beschimpft. Unter falschem Namen beschimpfte ein Facebook-User die ehemalige Grünen-Politikerin Eva Glawischnig 2016 als “miese Volksverräterin”, “korrupten Trampel” und Mitglied einer “Faschistenpartei”. Das Handelsgericht Wien hat im Hauptverfahren nun entschieden: Die Plattform muss das Hassposting sowie wort- und sinngleiche Beiträge weltweit löschen und die Daten des verantwortlichen Nutzers bekanntgeben. Darüber hinaus muss das Urteil auf der Startseite Facebooks veröffentlicht werden. Sichtbar für alle Besucher und gefasst in fett liniertem Rahmen. Ins Auge springt vor allem letzterer Punkt. Bei Abruf der Webseite muss das Urteil für die Dauer von sechs Monaten einsehbar sein, ohne zu scrollen. Was als Startseite gilt, wurde allerdings nicht spezifiziert. Ebenso wenig, ob die verpflichtende Veröffentlichung nur innerhalb Österreichs gilt oder weltweit. Laut Glawischnigs Anwältin Maria Windhager (sie vertritt auch den STANDARD in medienrechtlichen Angelegenheiten) vermittle das Gericht damit allerdings die wesentliche Botschaft, dass der Fall von öffentlichem Interesse ist.

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Von Ailura, CC BY-SA 3.0 AT, CC BY-SA 3.0 at, Link

ZENSUR – Russland sperrt Bürgerrechtsportal, das Festnahmen nach Demos dokumentiert

Die russische Regierung verschärft einmal mehr die Gangart gegenüber der Plattform Owd-Info, die unabhängig über Proteste und Verletzungen von Bürgerrechten informiert. Russland geht gegen Bürgerrechtsbewegungen vor, die Verstöße dokumentieren. Das Bürgerrechtsportal Owd-Info zählt in Russland zu den wichtigsten unabhängigen Plattformen, um Bürgerrechtsverstöße wie etwa die Zahl an Festgenommenen bei Protesten zu dokumentieren. Nachdem russische Behörden das Portal bereits im September in das umstrittene Register der “ausländischen Agenten” aufgenommen hat, ist seine Internetseite nun in Russland komplett gesperrt worden. “Wir kennen den Grund für die Sperrung nicht”, schrieben Mitarbeiter des Portals im Nachrichtenkanal Telegram. Man sei nicht von den Behörden informiert worden. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge erfolgte die Sperrung auf gerichtliche Anordnung. Genaue Gründe wurden zunächst nicht genannt.
Die Aktivisten wollen nun gegen die Sperrung vorgehen. In mehreren sozialen Netzwerken versuchen sie aber weiter über Festnahmen und andere Bürgerrechtsverletzungen zu informieren. Über eine geschützte Netzwerkverbindung (VPN) bestand zudem auch in Russland noch Zugriff auf die Seite von Owd-Info. Mit VPN-Verbindungen, mit denen der eigene Standort verschleiert werden kann, können etwa gesperrte Internetseiten aufgerufen werden.

via derstandard: ZENSUR – Russland sperrt Bürgerrechtsportal, das Festnahmen nach Demos dokumentiert

Impffrei.work – DIE JOBBÖRSE FÜR IMPFGEGNER:INNEN

Ein Jobportal vermittelt Arbeitsplätze für Impfgegner:innen – auch im Gesundheitswesen als Altenpflegerin oder Arzthelfer. Auf Impffrei.work werden neben Stellenausschreibungen auch verschwörungsideologische Blogbeiträge veröffentlicht. Für einige Einrichtungen und Kliniken offenbar kein Problem. Impffrei.work beschreibt sich auf der Webseite als „die alternative Jobbörse“ – und vermittelt Ungeimpfte mit Stellen in Seniorenpflegeheimen (Quelle: Webseite-Screenshot)
Schon das Logo der Jobbörse ist eine klare Ansage: Eine Faust, die eine Impfspritze kaputtschlägt. Arbeiten ohne Impfung, Ausgrenzung und Diskriminierung – so verspricht es das deutschsprachige Stellenportal Impffrei.work. Gleichzeitig verbreitet die Jobbörse Desinformationen und Verschwörungserzählungen rund um das Coronavirus. Das Interesse ist dennoch groß: 99 offene Stellen in der Kategorie „Handwerk und gewerblich-technische Berufe“ werden aktuell angeboten. Auch in der Gastronomie sind auf der Jobbörse 27 Stellen für Ungeimpfte frei – obwohl zumindest für Gäste aktuell nahezu flächendeckend die 2G-Regel gilt.
Besonders besorgniserregend: 70 Stellen gibt es auf dem Impfgegner-Portal im Gesundheitswesen. Zum Beispiel als Altenpfleger:in im Seniorenpflegeheime Aurelius-Hof im hessischen Mainhausen. Bewerber:innen solle der Beruf zugleich auch eine Berufung sein, zudem müssten sie Zeit für Menschlichkeit haben, heißt es in der Stellenausschreibung auf Impffrei.work. Doch eine Impfung gegen Sars-CoV-2, um ältere Risikopatient:innen in der Einrichtung vor einem tödlichen Virus zu schützen, gehört offenbar nicht dazu. Auf eine telefonische Anfrage von Belltower.News bestätigt eine Mitarbeiterin vom Aurelius-Hof, dass die Ausschreibung authentisch sei und von dem Pflegeheim auf dem Impfgegner-Portal hochgeladen worden sei. Auf Nachfrage, wie viele Pflegekräfte in der Einrichtung ungeimpft sind oder ob Ungeimpfte im Bewerbungsprozess bevorzugt werden, will sie aber keine Auskunft geben. (…) Im Bereich der pseudowissenschaftlichen, sogenannten „Alternativmedizin“ kommt das Impfgegner-Portal Impffrei.work offenbar gut an. Doch viele wollen mit Belltower.News nicht öffentlich darüber sprechen. Anruf bei der Apotheke Neue Löwen im rheinland-pfälzischen Bellheim. Auf der mit der Cartoon-Schriftart „Comic Sans“ designten Webseite heißt es, dass die Apotheke neben einer „professionellen Beratung zu klassischen Medikamenten aus der Schulmedizin“ auch über „alternative Medizin“ wie Homöopathie informiere. Aktuell sucht die Apotheke eine:n neue:n Apotheker:in – auch mithilfe der Impfgegner-Jobbörse Impffrei.work. Am Telefon bestätigt der Inhaber, dass er die Stellenausschreibung dort veröffentlichte, will aber keine weiteren Angaben gegenüber Belltower.News machen. Auch zu den antiwissenschaftlichen und verschwörungsideologischen Inhalten auf der Online-Jobbörse will er nichts sagen

via belltower: Impffrei.work – DIE JOBBÖRSE FÜR IMPFGEGNER:INNEN

Schwurbel-Impressum: Verstoß gegen geltendes Recht, paranoide Selbstdarstellung

#AfD-Mann #Bayerbach über radikale Chats: “Lüge war nicht beabsichtigt” – #telegram #umsturzpläne #AnneCryon

Markus Bayerbach ist seit dieser Legislaturperiode Vorsitzender des Bildungsausschusses. Markus Bayerbach hatte bestritten, Teil der hetzerischen Telegram-Gruppe zu sein. Doch er war es. Nun entschuldigt er sich. Die Polizei wertet derweil Handys aus. Nach dem Skandal um teils radikale Chats unter bayerischen AfD-Politikerinnen und -politikern hat sich der Augsburger Landtagsabgeordnete Markus Bayerbach zu seiner Mitgliedschaft in der verdächtigen Telegram-Gruppe geäußert und sich entschuldigt. Bayerbach, Vorsitzender des Bildungsausschusses, hatte zunächst beteuert, nicht Teil der Gruppe zu sein, in der Umsturzfantasien geäußert wurden. In der letzten Ausschuss-Sitzung vor Weihnachten stellte sich dann heraus, dass Bayerbach laut Recherchen des BR sehr wohl 458 mal in die Gruppe geschrieben hatte. Die Bildungspolitikerinnen und -politiker der anderen Parteien kündigten daraufhin an, ihn im Januar als Vorsitzenden absetzen zu wollen. Markus Bayerbach über radikale Telegram-Chats: Gruppe stummgeschaltet und archiviert Eine vorsätzliche Lüge sei „natürlich nicht beabsichtigt“ gewesen, schreibt der 58-Jährige jetzt in einer Mail an die Ausschussmitglieder, die unserer Redaktion vorliegt. Als Mitglied des Landtags werde man „permanent ungefragt zu irgendwelchen Gruppen hinzugefügt, weshalb ich hier den Überblick verloren hatte“. Er sagte, dass die Gruppe „lediglich stummgeschaltet und zu den archivierten Chats verschoben worden war“. Für seinen Fehler entschuldige er sich ausdrücklich. Anne Cyron, die zweite Bildungspolitikerin der AfD, ist auch in den Eklat verwickelt. Die promovierte Politikwissenschaftlerin aus Oberbayern hatte hinsichtlich der politischen Lage geschrieben: „Denke, dass wir ohne Bürgerkrieg aus dieser Nummer nicht mehr rauskommen werden.“ In einer Stellungnahme verteidigte Cyron sich und ihren Satz. Gewaltfantasien seien ihr fremd.

via augsburger allgemeine: AfD-Mann Bayerbach über radikale Chats: “Lüge war nicht beabsichtigt”

Corona-Demo – 3000 Menschen durch München – Polizei wird überrannt

Trotz eines Verbots protestieren etwa 3000 Impfgegner und “Querdenker” in der Stadt. Rund um die Uni entwickelten sich chaotische Szenen. Mehrere Tausend Menschen haben am Mittwochabend gegen eine Impfpflicht protestiert. Die meisten Demonstranten versammelten sich auf der Ludwigstraße zwischen Siegestor und Altstadtring. Die Polizei geht von etwa 3000 Teilnehmenden aus. Sie war mit etwa 500 Beamten im Einsatz und wirkte zunächst überfordert. Später wurden mindestens zwei Polizeiketten von den Gegnern der Corona-Maßnahmen überrannt. Vor dem Uni-Hauptgebäude sollte der ursprünglich geplante Demozug starten, er war jedoch vom Kreisverwaltungsreferat untersagt worden. Daraufhin bliesen die Organisatoren ihre Versammlung formal ab, im Internet verbreiteten sich aber Aufrufe zu “Spaziergängen” in der Innenstadt. Bereits kurz nach 18 Uhr entwickelten sich chaotische Szenen rund um die Uni. Hunderte Menschen drängten von den Fußwegen auf die Fahrbahn, rasch war die Schellingstraße komplett eingenommen, später die Ludwigstraße. Zunächst war rund um die Uni kaum Polizei zu sehen. Die üblichen Auflagen bei Demonstrationen, Maskenpflicht und eineinhalb Meter Abstand, beachtete so gut wie niemand, die Menschen standen bald eng an eng, die Polizei ließ sie gewähren.

via sz: Corona-Demo – 3000 Menschen durch München – Polizei wird überrannt

https://twitter.com/pm_cheung/status/1473724345725894667
https://twitter.com/MaliFan1804/status/1473722001521053701

#Verfassungsschützer zu #Corona-Leugnern: Keine #Unterwanderung durch Rechtsextreme – ganze Bewegung driftet nach rechts

Hass und Hetze haben während der Corona-Pandemie erschreckend zugenommen. Der niedersächsische Verfassungsschutz schlägt nun in einem Bericht Alarm. Auch in Sachsen und Baden-Württemberg spitzt sich die Lage zu. Der niedersächsische Verfassungsschutz beobachtet einen „Schulterschluss konträrer Milieus“ von Corona-Leugnern und Querdenkern bis hin zu Reichsbürgern und Rechtsextremen. Das berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) unter Berufung auf einen aktuellen Bericht der Landesbehörde. Die Behörde hatte für ihre Analyse Demonstrationen sowie Aussagen der Protestbewegung untersucht. Zwar engagierten sich demnach bei den Demonstrationen sowohl Extremisten wie auch Nichtextremisten, es gebe jedoch eine „gefährliche Radikalisierung“. Gewalttaten schloss der Verfassungsschutz auch in Niedersachsen nicht mehr aus. Der Mord an einem Tankstellenkassierer im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein sei ein Beispiel für die Gefahr, die von einer extremistischen Radikalisierung ausgehe, so der Verfassungsschutz.

via rnd: Verfassungsschützer zu Corona-Leugnern: Keine Unterwanderung durch Rechtsextreme – ganze Bewegung driftet nach rechts

Demonstration gegen Corona Maßnahmen - Querdenken Kiel - Kiel steht auf Bild128 (50710800248).jpg
By <a rel=”nofollow” class=”external text” href=”https://www.flickr.com/people/191393321@N07″>Demo Foto</a> – <a rel=”nofollow” class=”external text” href=”https://www.flickr.com/photos/191393321@N07/50710800248/”>Bild128</a>, CC BY 2.0, Link – symbolbild

Wegen #Chatnachrichten über #Umsturzpläne – Ermittler durchsuchen Wohnungen bayerischer #AfD-Politiker – #terror

Mehrere AfD-Politiker aus Bayern sollen in einem internen Telegram-Chat extremistische Positionen vertreten haben. Jetzt wurden deshalb Wohnungen zweier Beschuldigter durchsucht. In den Chats der geschlossenen Telegram-Gruppe »Alternative Nachrichtengruppe Bayern« fielen unter anderem die Begriffe Umsturz, Revolution und Bürgerkrieg. Bei den Ermittlungen zu den radikalen Äußerungen wurden nun zwei Wohnungen bayerischer AfD-Politiker in Kulmbach und im oberbayerischen Landkreis Miesbach durchsucht. Die Ermittlungen richten sich nach Angaben eines Sprechers der Generalstaatsanwaltschaft gegen zwei Beschuldigte. Sie sollen sich im Dezember 2020 in der aus rund 200 Mitgliedern bestehenden Telegram-Gruppe geäußert und dabei den Straftatbestand der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten erfüllt haben.

via spiegel: Wegen Chatnachrichten über Umsturzpläne – Ermittler durchsuchen Wohnungen bayerischer AfD-Politiker

siehe auch: Durchsuchungen nach radikalen Chatnachrichten von AfD-Politikern. Umsturz, Revolution, Bürgerkrieg: Über solche Themen war in einer AfD-Chatgruppe auf Telegram diskutiert worden. Nun wurden zwei Wohnungen in Bayern durchsucht. Nach radikalen Äußerungen von bayerischen AfD-Politikern in einem internen Telegram-Chat hat die Polizei zwei Wohnungen in Kulmbach und im oberbayerischen Landkreis Miesbach durchsucht. Die Durchsuchungen fanden offenbar bei zwei AfD-Kommunalpolitikern statt. “Wir gehen davon aus, dass es sich um aktuelle oder ehemalige Mitglieder der Partei handelt”, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München auf Anfrage von ZEIT ONLINE. (…) Die Ermittler des bayerischen Landeskriminalamtes und der Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft München erhoffen sich von den beschlagnahmten Handys Informationen über den kompletten Chatverlauf. Die Ermittlungen richten sich nach Angaben des Sprechers der Generalstaatsanwaltschaft gegen zwei Beschuldigte. Sie sollen sich im Dezember 2020 in der aus rund 200 Mitgliedern bestehenden Telegram-Gruppe geäußert und dabei den Straftatbestand der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten erfüllt haben