“#Dresden Offline-Vernetzung” – #Anschlagspläne: Dresdner elegramgruppe kooperierte mit US-Neonazi-Netzwerk – #terror

Im Dezember sorgte ein Beitrag des ZDF-Magazins “Frontal” für Aufsehen: Die Journalisten veröffentlichten Chats und Aufnahmen einer Dresdner Telegramgruppe. Darin planten Mitglieder unter anderem den Mord an Ministerpräsident Michael Kretschmer. Nun wurden weitere Details und Chats veröffentlicht. In der Telegramgruppe “Dresden Offline-Vernetzung” wurden offenbar Anleitungen für Terroranschläge sowie zur Beschaffung von Munition und Sprengstoff geteilt. Dafür kooperierte die Dresdner Gruppe mit dem US-Neonazi-Netzwerk “MZWNews”, wie aus einem neuen Beitrag des ZDF-Magazins “Frontal” hervorgeht.
Den ZDF-Recherchen zufolge belegen bisher unveröffentlichte Audiochats und Screenshots den Kontakt der Gruppe mit “MZWNews”. Das Portal wird vom Holocaustleugner John de Nugent betrieben und verbreitet rechtsradikale Verschwörungstheorien sowie antisemitische Bilder und Texte. Das Netzwerk um de Nugent habe deutsche Telegram-Nutzer dazu aufgefordert, militante Widerstandszellen zu gründen. In einem der Chats heißt es demnach: “Bildet Kleingruppen von maximal 15 Leuten und fangt an effektiv aufzuräumen.” Laut “Frontal” bildeten sich daraufhin mehr als zehn weitere sogenannte Offline-Gruppen in ganz Deutschland. In weiteren, vom ZDF ungeschnitten veröffentlichten Aufnahmen, ist zu hören, dass der Wortführer der Gruppe aus Dresden, Daniel G., angekündigte, er wolle auf seine Waffe nachträglich eine Zielvorrichtung montieren lasse

via mdr: “Dresden Offline-Vernetzung” – Anschlagspläne: Dresdner Telegramgruppe kooperierte mit US-Neonazi-Netzwerk

Prozess gegen CDU-Kommunalpolitiker – Ein Schuss aus fünf Zentimeter

Vor zwei Jahren schoss Hans-Josef Bähner auf einen Mann und beleidigte ihn rassistisch. Nun muss der CDU-Politiker drei Jahren und 6 Monaten in Haft. Der ehemalige CDU-Politiker Hans-Josef Bähner ist wegen gefährlicher Körperverletzung, unerlaubten Waffenbesitzes und Beleidigung zu 3 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt worden. Der Vorsitzende Richter Ralph Ernst sagte in der Begründung am Montag, es sei erwiesen, dass Bähner am späten Abend des 29. Dezember 2019 vor seinem Haus am Rheinufer in Köln-Porz mit einer illegalen Waffe auf einen Heranwachsenden geschossen und ihn und seine Gruppe rassistisch beleidigt habe. Damit folgte die Kammer im Großen und Ganzen dem Plädoyer des Staatsanwalts Sinan Sengöz, der 3 Jahre und 9 Monate Haft gefordert hatte. Für eine Bewährungsstrafe, so Sengöz, sei die Schuld zu schwerwiegend. „Der Angeklagte wusste ganz genau, dass er eine potenziell tödliche Waffe hat“, so Sengöz. Dass er den unbewaffneten Geschädigten auf sein Grundstück zu locken versuchte, um dann zu schießen, „kann ich nur als bösartig und perfide bezeichnen“. Der junge Mann sei auf dem Gehweg geblieben, doch Bähner drückte dennoch ab, aus maximal fünf Zentimeter Entfernung. Die Kugel aus der halbautomatischen Pistole (Typ Bernadelli, Modell 60) durchbohrte von hinten den Oberarm des damals 20-jährigen Krys M. und trat am Schulterblatt wieder aus. (…) Rechtspopulistische Kommentare („Bilderberger“) und Shares von rechtsextremen Seiten wie journalistenwatch auf Bähners privatem Facebook-Profil aus den Jahren vor der Tat wertete der Staatsanwalt als Indizien dafür, dass Bähner, anders er als selbst in einer verlesenen Erklärung behauptete, sehr wohl ausländerfeindliche Gesinnungen hegt.

via taz: Prozess gegen CDU-Kommunalpolitiker – Ein Schuss aus fünf Zentimeter

#Ukraine: Die „#Centuria“ und die Nationale Militärakademie – #3Weg #asow

Im August 2020 berichtet die deutsche Neonazipartei „Der III. Weg“, dass mit „Centuria“ eine „neue nationale Organisationsstruktur in der Ukraine“ gegründet worden sei. In einem verlinkten Video stehen vermummte Männer im Fackelschein. Mit etwas Rauch und Schutzschildern in Reih und Glied inszenieren ihre Gründung in Leni Riefenstahl-Ästhetik. In der Nähe von Kyiv ging es demnach um „Alles, oder nichts, Glaube oder Untergang”. Mit ihrem Motto würden sie die Geschichte Roms und die Grundlage der europäischen Zivilisation fortsetzen, sie stünden „gegen Chaos, für Zusammenhalt, gegen Trennung und für patriarchale Werte der Bruderschaft gegen die Verweichlichung und Zügellosigkeit der Mengen“. Das ist gleichermaßen peinlich, wie es gefährlich ist. Die Gefahr zeigt sich u.a. darin, dass es in der Ukraine wiederholt zu Ausbildungen von (früheren) rechten Aktivisten in internationalen Militäreinrichtungen gekommen ist. (…) „Centuria“ hat enge Verbindungen zur extrem rechten Asow-Bewegung, hat bei NAA-Kadetten für Asow geworben und behauptet glaubhaft, dass ihre Mitglieder im Asow- Regiment der Nationalgarde, dem militärischen Flügel der Asow-Bewegung, unterrichtet haben. Das Bild einer engen Verbindung wird durch die Tatsache verstärkt, dass ein mit Asow verbundenes Magazin gleichzeitig über die Präsenz der Gruppe innerhalb der NAA im Jahr 2018 berichtete. Anführer und Mitglieder von „Centuria“ sind auf Fotos mit dem Anführer von Asow, Andriy Biletsky, und einem Sprecher der Bewegung, Yuriy Mykhalchyshyn, zu sehen.

via aib: Ukraine: Die „Centuria“ und die Nationale Militärakademie

#QAnon-Aktivistin aus Florida – #Coronaleugnerin #CirstenWeldon stirbt nach #Covid-19-Infektion – #KarmaIsABitch #covidioten

In den USA ist die Verschwörungsideologin Cirsten Weldon nach einer Coronainfektion gestorben. Sie hatte Impfungen gegen das Virus strikt abgelehnt. Die QAnon-Aktivistin und Coronaleugnerin Cirsten Weldon ist tot, wie mehrere Medien berichten, darunter »The Daily Beast« und »Business Insider«. Weldon hatte immer wieder davor gewarnt, sich impfen zu lassen. In rechten Netzwerken hatte sie Zehntausende Fans. In ihren Videos hatte Weldon unter anderem den amerikanischen Gesundheitsexperten Anthony Fauci kritisiert und gefordert, er solle »an einem Seil aufgehängt werden«. Sie sagte auch, nur Idioten würden sich impfen lassen. Der Impfstoff würde die Menschen töten. Laut »The Daily Beast« soll Weldon sogar Menschen angeschrien haben, die in einer Schlange standen, um sich impfen zu lassen (…) Erst am 3. Januar war der Radiomoderator und Impfgegner Douglas Kuzma nach einer Coronainfektion gestorben. Anfang Dezember war der Impfgegner und Moderator Marcus Lamb an Corona gestorben.

vis spiegel: QAnon-Aktivistin aus Florida – Coronaleugnerin Cirsten Weldon stirbt nach Covid-19-Infektion

siehe auch: QAnon Star Who Said Only ‘Idiots’ Get Vax Dies of COVID. Cirsten Weldon told her fans not to get vaccinated and wanted Dr. Anthony Fauci executed. She just died of COVID. A leading QAnon promoter who urged both her followers and strangers she passed on the street not to take the COVID vaccine died Thursday of the coronavirus, making her just the latest vaccine opponent killed by the disease. Cirsten Weldon had amassed tens of thousands of followers across right-wing social media networks by promoting the pro-Trump QAnon conspiracy under the screenname “CirstenW.” She was prominent enough to become a sort of QAnon interpreter for comedian conspiracy theorist Roseanne Barr and started recording videos about QAnon with her.

Mächtige Frauen sind häufig Ziel von Verschwörungskampagnen

Jüngstes Opfer von Online-Falschinformationen ist Brigitte Macron, die Frau des französischen Präsidenten. Brigitte Macron, die französische First Lady, war jüngst Opfer einer Verschwörungskampagne. Das jüngste Opfer ist Brigitte Macron. Die Frau des französischen Präsidenten sei in Wahrheit ein Mann, lauteten Falschmeldungen im Internet. Ähnliche Behauptungen waren zuvor über die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, und die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern verbreitet worden. Das sind nur einige wenige Beispiele für “zunehmende sexistische Online-Desinformationskampagnen”, wie sie die Vereinten Nationen in einem Bericht anprangern. Vor allem “Journalistinnen, Politikerinnen und Verfechterinnen der Geschlechter-Gleichstellung” seien betroffen, heißt es in dem UN-Bericht. Seit Monaten kursieren in Online-Netzwerken Nachrichten, wonach Brigitte Macron eine Transgender-Frau und als Jean-Michel Trogneux geboren worden sei. Trogneux ist Brigitte Macrons Geburtsname. Ende Dezember – wenige Monate vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich – ging das Gerücht wieder viral.
Genderspezifische Verschwörungskampagnen. Die Falschmeldungen verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Auch wenn kaum jemand sie ernst nimmt – sie öffnen Beleidigungen, Verunglimpfungen und Cybermobbing Tür und Tor. Diese genderspezifischen Verschwörungskampagnen schadeten nicht nur den direkt Betroffenen, sagt Lucina Di Meco, feministische Aktivistin und Mitbegründerin von #ShePersisted, einer weltweiten Initiative zur Bekämpfung von Desinformation. Sie zielten darauf ab, Frauen und Minderheiten “zum Schweigen zu bringen und aus der politischen Sphäre zu verdrängen”. Solche Gerüchte haben “Auswirkungen auf das reale Leben”, sagt Marylie Breuil, Mitglied des französischen feministischen Kollektivs Nous Toutes, das sich gegen sexistische und sexuelle Gewalt engagiert. Oft seien Belästigungen sowohl on- als auch offline die Folge, sagt Breuil.

via standard: Mächtige Frauen sind häufig Ziel von Verschwörungskampagnen

SOZIALE MEDIEN – Rechte Plattform #Parler umgarnt #Impfgegner und bekommt 20 Millionen Dollar

Das soziale Netzwerk, das beim Sturm auf das US-Kapitol eine unrühmliche Rolle spielte, profitiert von der steigenden Zahl an Impfgegnern und Corona-Leugnern. Die nach der Erstürmung des US-Kapitols im Jänner 2021 aus den App Stores verbannte Plattform Parler hat sich in den vergangenen Monaten neu formiert. Das soziale Medium, das zur Kommunikation vor und nach der Aktion genutzt wurde, ist im offiziellen Google Play Store zwar weiterhin nicht gelistet. Auf Apple-Geräte kehrte die App – mit neuen Moderationsregeln – jedoch schon Mitte Mai zurück. Nun können sich die Betreiber zudem über eine neue Finanzierungsrunde freuen. 20 Millionen Dollar soll die vor allem in rechtsextremen und rechtskonservativen Kreisen beliebte Plattform gesammelt haben. Diese Summe findet sich in Dokumenten der US-Börsenaufsichtsbehörde, die ausgerechnet am Jahrestag der gewaltsamen Erstürmung eingereicht wurden. Wer die zehn nicht namentlich angeführten Investoren sind, teilte Parler auch auf Nachfrage von US-Medien nicht mit. In der Vergangenheit bekam die Plattform vor allem aus dem republikanischen Lager sowie von Trump-Unterstützern finanzielle Hilfe. (…) Dass Parler aus rechtskonservativen betuchten Kreisen Geld bekommt, ist wenig überraschend. Nicht erst seitdem Trump von Twitter und Facebook verbannt wurde, klagen Anhänger aus dem republikanischen Lager darüber, dass die großen Technologiekonzerne im Einklang mit vielen Medien ihnen den Mund verbieten wollen. Als Sprachrohr fungieren dabei ebenso populäre wie umstrittene Fox-News-Moderatoren wie Sean Hannity und Tucker Carlson, die wiederholt das Narrativ der angeblichen Zensurversuche pflegen.

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Women among the Jan. 6 attackers are the new normal of right-wing extremism – #terror

Women are increasingly ditching their backstage role in right-wing extremist movements. The days surrounding the anniversary of the Jan. 6 attack on the U.S. Capitol have been rife with analyses about ongoing investigations and lawsuits, strategies to combat domestic extremism in the military and signs of broader threats to democracy amid rising support for political violence. One issue that keeps getting lost in the shuffle is the unusual role that women played in the insurrection — and continue to play in the rise of extremism itself. (…) Between 1948 and 2018, just 6 percent of violent and nonviolent far-right extremists in the U.S. were women. But that percentage more than doubled on Jan. 6: To date, women reflect 13 percent of the federal arrests. At the Capitol that day, women smashed pipes through windows and posted videos from inside the building saying they were searching for House Speaker Nancy Pelosi to “to shoot her in the friggin’ brain.”
Women were likely more engaged on Jan. 6 due to the highly spontaneous nature of the violence and because of the prominent effect of QAnon, which has radicalized millions of women to believe in a network of conspiracy theories. Like most of the men charged, most women who have been arrested appear to have no formal ties to extremist groups. By all accounts, these women were mobilized over a relatively short period of time through mass disinformation about the U.S. presidential election and traveled to Washington from ordinary lives, leaving jobs as health professionals, a florist, a realtor, a school therapist and an elementary school teacher. But not all of the women arrested were spontaneously mobilized rioters. At least a handful of the women were highly skilled, tactically trained military veterans or members of more organized and militant groups that took advantage of the chaos to enact strategic attack plans. That includes Army veteran, paramilitary leader and Oath Keepers member Jessica Watkins, who was arrested on several federal charges related to the Jan. 6 attack — including conspiracy and destruction of government property. Prosecutors described Watkins as a “leader” in the Oath Keepers, while a federal judge noted she is “not just a foot soldier.”

via msnbc: Women among the Jan. 6 attackers are the new normal of right-wing extremism