Jüngstes Opfer von Online-Falschinformationen ist Brigitte Macron, die Frau des französischen Präsidenten. Brigitte Macron, die französische First Lady, war jüngst Opfer einer Verschwörungskampagne. Das jüngste Opfer ist Brigitte Macron. Die Frau des französischen Präsidenten sei in Wahrheit ein Mann, lauteten Falschmeldungen im Internet. Ähnliche Behauptungen waren zuvor über die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, und die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern verbreitet worden. Das sind nur einige wenige Beispiele für “zunehmende sexistische Online-Desinformationskampagnen”, wie sie die Vereinten Nationen in einem Bericht anprangern. Vor allem “Journalistinnen, Politikerinnen und Verfechterinnen der Geschlechter-Gleichstellung” seien betroffen, heißt es in dem UN-Bericht. Seit Monaten kursieren in Online-Netzwerken Nachrichten, wonach Brigitte Macron eine Transgender-Frau und als Jean-Michel Trogneux geboren worden sei. Trogneux ist Brigitte Macrons Geburtsname. Ende Dezember – wenige Monate vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich – ging das Gerücht wieder viral.
Genderspezifische Verschwörungskampagnen. Die Falschmeldungen verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Auch wenn kaum jemand sie ernst nimmt – sie öffnen Beleidigungen, Verunglimpfungen und Cybermobbing Tür und Tor. Diese genderspezifischen Verschwörungskampagnen schadeten nicht nur den direkt Betroffenen, sagt Lucina Di Meco, feministische Aktivistin und Mitbegründerin von #ShePersisted, einer weltweiten Initiative zur Bekämpfung von Desinformation. Sie zielten darauf ab, Frauen und Minderheiten “zum Schweigen zu bringen und aus der politischen Sphäre zu verdrängen”. Solche Gerüchte haben “Auswirkungen auf das reale Leben”, sagt Marylie Breuil, Mitglied des französischen feministischen Kollektivs Nous Toutes, das sich gegen sexistische und sexuelle Gewalt engagiert. Oft seien Belästigungen sowohl on- als auch offline die Folge, sagt Breuil.

via standard: Mächtige Frauen sind häufig Ziel von Verschwörungskampagnen