Rechtslibertärer Podcast- #TikTok sperrt »Hoss und Hopf« Clips aus – #KickThemOut

»Hoss und Hopf« waren in den vergangenen Wochen auf TikTok sehr präsent. Nun hat die Plattform einen populären Kanal zum Podcast gesperrt, das Unternehmen spricht von »gefährlichen Falschinformationen«. TikTok will die beiden Podcaster »Hoss und Hopf« offenbar nicht länger auf seiner Plattform haben. Nach SPIEGEL-Informationen wurde ein Kanal zu ihrem Podcast, der rund 166.000 Follower hatte, am Mittwochvormittag mit sofortiger Wirkung gesperrt. Der Kanal sei »wegen gefährlicher Falschinformationen und gefährlicher Verschwörungstheorien« von der Plattform entfernt worden, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Die Sperrung sei dauerhaft und richte sich nicht gegen einzelne Videos, sondern gegen den ganzen Kanal, heißt es aus Kreisen des Unternehmens. Weiter heißt es, es seien auch Duplikate von »Hoss und Hopf«-Videos von anderen Kanälen entfernt worden. Auf der Kurzvideoplattform gab es den Angaben zufolge zeitweise mehrere Dutzend Fankonten, die eigenständig Inhalte der beiden Podcaster verbreiteten. Hinter »Hoss und Hopf« stehen Philip Hopf und Kiarash Hossainpour, genannt Hoss. Sie kommen aus der Finanzszene. Hopf betreibt eine Firma, die Investoren Anlagestrategien mit höherem Risiko verkauft. Hossainpour lebt in Dubai und wurde als Influencer für Kryptowährungen bekannt. Kurzclips aus dem Podcast des Duos, der als Audio- sowie als Videoformat auf mehreren Plattformen ausgespielt wird, hatten sich auf TikTok zuletzt stark verbreitet. Hopf und Hossainpour hatten ihre Fans mithilfe eines Wettbewerbs dazu motiviert, eigene Kurzclips zu erstellen und hochzuladen. In ihrem Podcast teilen Hopf und Hossainpour neben ihrem rechtslibertären Weltbild immer wieder auch Verschwörungstheorien.

via spiegel: Rechtslibertärer Podcast TikTok sperrt »Hoss und Hopf« Clips aus

„Hass im Netz ist allgegenwärtig“: Queere Menschen sind besonders häufig betroffen

Online-Hass nimmt zu, jeder achte Fall hat mit der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität zu tun. Das sind Ergebnisse einer neuen Studie. Viele Betroffene reagieren mit Rückzug. „Lauter Hass – leiser Rückzug“, so heißt die Studie, die Familienministerin Lisa Paus (Grüne) am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Und genau so ist es dieser Untersuchung zufolge: Wer im Internet Hass erfährt, zieht sich häufig aus den sozialen Medien zurück. Tendenz: steigend. Besonders betroffen: queere Menschen. Seit Beginn der Corona-Pandemie habe der Hass demnach stark zugenommen. Er richte sich gegen Menschen aus Politik, Wissenschaft, Medien und Aktivismus. Allen voran: gegen junge Frauen und queere Menschen. Hass im Netz, so heißt es in der Studie, könne alle treffen – „aber nicht alle gleich.“ Besonders häufig werden bisexuelle Menschen zur Zielscheibe. Laut der Studie haben 38 Prozent von ihnen schon entsprechende Erfahrung gemacht haben. Und: Mehr als jede achte Hasserfahrung hatte der Befragung zufolge mit der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität der betroffenen Person zu tun. (…) Ein weiteres Problem, dass die Studie identifiziert: Es sind vor allem die Betroffenen von Hass im Netz, die daraus Konsequenzen für ihr Verhalten ziehen. 82 Prozent von ihnen reagiert mit Blockieren oder Stummschalten derjenigen, die Hass verbreiten. Vier von zehn Befragten haben ihr öffentliches Profil auf privat umgestellt, 36 Prozent lesen in den sozialen Medien nur noch die Inhalte von Beiträgen, aber keine Kommentare mehr. Noch gravierender aber ist, dass sich viele aus dem Diskurs zurückziehen. Knapp ein Viertel der Befragten gibt an, ihre Accounts wegen Hass im Netz nicht mehr zu nutzen, oder sie gelöscht zu haben. 21 Prozent posten deshalb nichts mehr. Unterstützung haben sich dagegen nur ganz wenige – acht Prozent – gesucht.

via tagesspiegel: „Hass im Netz ist allgegenwärtig“: Queere Menschen sind besonders häufig betroffen

siehe auch: Studie zu Hass im Netz :Klare Kante gegen Hass. Die digitale Welt soll sicherer werden. Seit letztem Sommer schon sind große Plattformen zu Maßnahmen gegen Hass verpflichtet – bald auch kleinere. Hass im Netz nimmt zu. Besonders jüngere Frauen, queere Personen und Menschen mit erkennbarem Migrationshintergrund sind von digitaler Gewalt und Hetze betroffen, das besagt eine neue repräsentative Studie des Kompetenznetzwerks gegen Hass im Netz. Überraschend sind die Erkenntnisse nicht. Um sich der feindseligen Stimmung auf Instagram, X und Co zu vergewissern, reicht ein Blick in die Kommentarspalten von Beiträgen zu Arbeitslosen, Geflüchteten oder natürlich: zur Genderdebatte. Die Folgen für Betroffene von digitaler Gewalt sind ernst zu nehmen. Neben psychischen Problemen und sozialer Abgrenzung ziehen sich die Betroffenen auch aus dem digitalen Diskurs zurück und überlassen Ha­te­rin­nen die Bühne. Sowohl die Studienherausgeber, wie HateAid und die Neuen Deutschen Me­di­en­ma­che­rin­nen, als auch die anwesende Bundesfamilienministerin Lisa Paus forderten am Dienstag neben einer Ausweitung der Medienkompetenz in Deutschland, die Anbieter der Plattformen zur Verantwortung zu ziehen.

screenshot

Neuer Fall von Doxing: Adressen von AfD-Mitgliedern aus Südhessen veröffentlicht

Auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite sind Namen, Fotos und Adressen von AfD-Mitgliedern aus südhessischen Kreisverbänden veröffentlicht worden. Die Partei spricht von “geistiger Brandstiftung”.Die AfD Hessen hat am Dienstag mit einer Pressemitteilung über eine Webseite informiert, auf der Adressen und weitere, teils private Informationen zu einzelnen AfD-Mitgliedern aus den Kreisverbänden Bergstraße, Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Odenwald veröffentlicht wurden. (…) Wie lange es die Webseite bereits gibt, ist unklar. Der einleitende Text nimmt aber Bezug auf aktuelle Entwicklungen wie das im Januar bekannt gewordene Treffen Rechtsextremer in Potsdam. Unter der Überschrift “AfD Südhessen Doku” erklären die anonymen Macher der Seite, dass es längst überfällig sei, “die Partei und ihre handelnden Individuen entschlossen zu bekämpfen”. Die AfD sei “der parlamentarische und sich selbst als bürgerlich gebende Arm des Rechtsterrorismus”.Es folgt eine Liste mit 45 Namen, meist mit einem Foto und einer privaten oder geschäftlichen Adresse. Zu einigen Einträgen gibt es zusätzliche Informationen: etwa zur Vernetzung innerhalb rechter Gruppen, zur genauen Funktion in der AfD oder zum Arbeitsplatz.

via tagesschau: Neuer Fall von Doxing: Adressen von AfD-Mitgliedern aus Südhessen veröffentlicht

Wie Hass im Netz die Meinungsvielfalt bedroht

Viele Menschen beteiligen sich aus Angst nicht mehr an politischen Diskussionen im Internet. Eine neue Studie zeigt außerdem, wen Hass im Netz am stärksten trifft. Beleidigungen und Drohungen gehören für viele Internetnutzer zum Alltag – und führen einer repräsentativen Studie zufolge dazu, dass sich Menschen zunehmend aus dem politischen Diskurs im Netz zurückziehen. 57 Prozent der Befragten beteiligen sich laut der vom Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz herausgegebenen Studie aus Angst seltener an Diskussionen im Internet. Fast ebenso viele geben an, Beiträge bewusst vorsichtiger zu formulieren. 89 Prozent der Befragten haben den Eindruck, dass Hass im Netz in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Erkenntnisse liefert die Studie mit dem Titel Lauter Hass – Leiser Rückzug auch darüber, wie verbreitet Beleidigungen und andere Formen der Hassrede im Internet sind. 49 Prozent der Befragten gaben an, schon einmal online beleidigt worden zu sein. 25 Prozent wurden nach eigenen Angaben mit körperlicher Gewalt, 13 Prozent mit sexualisierter Gewalt konfrontiert. 42 Prozent der befragten jungen Frauen wurden schon einmal belästigt, indem sie ungefragt ein Nacktfoto geschickt bekamen. Hass im Netz ist in der Studie eine eigene Kategorie. Davon betroffen sieht sich jeder Achte. (…) Digitale Gewalt sei eng verschränkt mit analoger Gewalt, betont die Studie. Verwoben sei Hass im Netz zudem mit der Verbreitung von Desinformation, die wiederum gehäuft von rechtsextremen und rechtspopulistischen Akteuren ausgehe.  Grundsätzlich kann Hass im Netz jeden treffen, wie es in der Studie heißt. In den Ergebnissen der Befragung zeigt sich jedoch, dass verschiedene Bevölkerungsgruppen unterschiedlich stark betroffen sind. So gaben 30 Prozent der befragten Personen mit sichtbarem Migrationshintergrund an, Hass im Netz zu erleben. Genauso oft sind nach eigenen Angaben junge Frauen betroffen und mit 28 beziehungsweise 36 Prozent ähnlich häufig Menschen mit homosexueller oder bisexueller Orientierung.

via zeit: Wie Hass im Netz die Meinungsvielfalt bedroht

siehe auch: Studie zu Hass im Netz :Klare Kante gegen Hass Die digitale Welt soll sicherer werden. Seit letztem Sommer schon sind große Plattformen zu Maßnahmen gegen Hass verpflichtet – bald auch kleinere. Hass im Netz nimmt zu. Besonders jüngere Frauen, queere Personen und Menschen mit erkennbarem Migrationshintergrund sind von digitaler Gewalt und Hetze betroffen, das besagt eine neue repräsentative Studie des Kompetenznetzwerks gegen Hass im Netz. Überraschend sind die Erkenntnisse nicht. Um sich der feindseligen Stimmung auf Instagram, X und Co zu vergewissern, reicht ein Blick in die Kommentarspalten von Beiträgen zu Arbeitslosen, Geflüchteten oder natürlich: zur Genderdebatte. Die Folgen für Betroffene von digitaler Gewalt sind ernst zu nehmen. Neben psychischen Problemen und sozialer Abgrenzung ziehen sich die Betroffenen auch aus dem digitalen Diskurs zurück und überlassen Ha­te­rin­nen die Bühne. Sowohl die Studienherausgeber, wie HateAid und die Neuen Deutschen Me­di­en­ma­che­rin­nen, als auch die anwesende Bundesfamilienministerin Lisa Paus forderten am Dienstag neben einer Ausweitung der Medienkompetenz in Deutschland, die Anbieter der Plattformen zur Verantwortung zu ziehen.

AfD-Parolen und Nazi-Sprech: Beliebter Podcast radikalisiert Jugendliche heimlich – #HossUndHopf #braunzone

Mehr als 180.000 Abonnent:innen auf Youtube, einzelne Videos sehen bis zu einer halben Million Menschen, 31.000 Bewertungen auf Spotify und 144 Folgen derzeit: der Podcast “Hoss und Hopf”. Nach eigenen Angaben ist es einer der erfolgreichsten Podcasts Deutschlands. In den Podcast-Charts von Spotify oder Apple belegt er tatsächlich immer wieder die ersten Plätze. “Monatlich aktuell zirka zwei Millionen individuelle Hörer”, schreibt Podcastmacher Philip Hopf auf Anfrage des “Stern”. Darunter zahlreiche Jugendliche. Und genau das ist offenbar sehr problematisch. Denn eigentlich sind die beiden Podcast-Hosts Philip Hopf und Kiarash Hossainpour in der Finanzbranche tätig, geben sich als Krypto-Gurus. Der eine (Hopf) soll laut “Stern”-Recherche geschäftsführender Gesellschafter einer Investment-Beratung sein. Der andere (Hossainour) laut eigener Aussage Selfmade-Millionär mit iranischen Wurzeln, das “Handelsblatt” betitelte ihn mal als “Bitcoin-Experte”. Doch unbemerkt verbreiten die beiden in ihrem Podcast wohl AfD-Parolen unter Jugendlichen. (…) So hieß es beispielsweise in “Hoss und Hopf”: “Deutschland hat mehr Flüchtlinge aufgenommen als alle anderen europäischen Länder zusammen. Um sich das mal vorzustellen, wenn man es sich vorstellen möchte, reicht auch ein Blick in eine deutsche Fußgängerzone.” Solche Aussagen fänden sich der “Stern”-Recherche zufolge zuhauf in dem Podcast. (…) Allerdings fand die Autorin im Laufe ihrer Recherche nicht nur Aussagen mit populistischem Charakter, sondern auch Falschaussagen. Darauf angesprochen, erklärte Hopf gegenüber dem “Stern”, dass sie diese selbstverständlich revidieren würden, wenn sie darauf aufmerksam gemacht würden. Das sei laut der Autorin zum Teil geschehen, an anderen Stellen nicht.

via watson: AfD-Parolen und Nazi-Sprech: Beliebter Podcast radikalisiert Jugendliche heimlich

Sehnsucht nach 1933 – US-Politikerin verbrennt queere Bücher mit Flammenwerfer

Bücherverbrennungen kommen in den USA offenbar wieder in Mode: Eine republikanische Kandidatin in Missouri sorgt nun mit einem erschütternden Video für Schlagzeilen. Valentina Gomez, eine 24-jährige republikanische Kandidatin für den Posten der Landesinnenministerin in Missouri, hat am Dienstag im Social-Media-Portal X ein Video gepostet, in dem sie queere Bücher mit einem Flammenwerfer verbrennt. Zu den vernichteten Büchern gehörte unter anderem das Buch “Der ultimative LGBTQ-Ratgeber für Teenager” von Journalistin Kathy Belge. Gomez kommentierte die Aktion auf X mit den Worten: “Wenn ich Innenministerin bin, werde ich alle Bücher, die Grooming, Indoktrination und die Sexualisierung von Kindern beinhalten, VERBRENNEN. MAGA. America First.” Das Video wurde bereits rund zwei Millionen Mal gezeigt. Der Begriff “Grooming” wird im Englischen und auch im Deutschen normalerweise für pädosexuelle Straftäter verwendet, die in Missbrauchsabsicht Kontakt zu Minderjährigen aufnehmen. US-Republikaner nutzen das Wort aber gerne, um Homo­sexuelle und trans Personen zu beschreiben. (…) Die aus St. Louis stammende Gomez tritt am 6. August bei den republikanischen Vorwahlen zur Innenministerin an. Der Posten wird in Missouri direkt gewählt. Neben ihr treten drei weitere Kandidaten an. Gomez positioniert sich dabei als ergebene Trump-Anhängerin, die insbesondere trans Menschen feindlich gegenübersteht.

via queer: Sehnsucht nach 1933 US-Politikerin verbrennt queere Bücher mit Flammenwerfer

siehe auch: Missouri GOP Valentina Gomez candidate uses FLAMETHROWER to burn LGBTQ books…and then complains when it’s censored on X and Instagram. A GOP candidate in Missouri has taken a flamethrower to ‘grooming, indoctrinating and sexualizing’ books in a wild video shared on social media as part of her campaign.  Valentina Gomez, 24, who is running to be Secretary of State, shared footage of herself setting two LGBTQ-inclusive books on fire on X on Tuesday.  ‘When I’m Secretary of State, I will BURN all books that are grooming, indoctrinating, and sexualizing our children. MAGA. America First,’ she wrote.  Gomez ended the video with a picture of her holding a large gun as well as her campaign poster.  She complained her clip was censored on Instagram and X as it was flagged as hateful conduct.

#Vermont ski resort fires workers over Nazi armbands at costume party – #KickThemOut

NBC5 reported that following the termination of the workers, they were removed from the State Department’s Exchange Visitor Program and would be returning to their hometowns. Four employees of a Vermont ski resort were fired after photographs of them wearing Nazi armbands and performing the Roman salute at a costume party were discovered on social media on Tuesday, the Jay Peak Resort told The Jerusalem Post on Thursday. The resort said that its security team had alerted management about the pictures of the international workers, and after a brief investigation and interview, they were fired almost two hours later.

via jpost: Vermont ski resort fires workers over Nazi armbands at costume party