Sie eint der Schwulenhass: Junge Neonazis verbünden sich mit migrantischen Jugendlichen

In Brandenburg fingieren Jugendbanden über Datingapps Treffen mit schwulen Männern, um sie auszurauben und zu misshandeln. Experten warnen vor ungewöhnlichen Allianzen. Einem ihrer Opfer haben sie das Gesicht „zertrümmert“. Es ist der Richter des Landgerichts Frankfurt (Oder), der diese drastischen Worte in seiner Urteilsverkündung wählt, um deutlich zu machen, was die Jugendlichen und Heranwachsenden auf der Anklagebank vor ihm verschiedenen schwulen Männern in Brandenburg angetan haben. „Der wird nicht wieder. Da ist alles kaputtgegangen, was kaputtgehen konnte“, führt der Vorsitzende Sören Schrade aus. Selbst Freunde hätten den völlig entstellten Mann nach der Tat nicht mehr wiedererkannt. Am Mittwoch endete in Frankfurt (Oder) ein Gerichtsverfahren, das wegen des Alters der Angeklagten größtenteils hinter verschlossenen Türen stattgefunden hat. Sieben junge Männer, zwischen 16 und 20 Jahren, Deutsche, Syrer und Tschetschenen. Im Sommer 2025 soll die Jugendbande in fünf verschiedenen Fällen homosexuelle Männer über Dating-Apps in die Falle gelockt haben. Statt eines Dates erwartete die Opfer rohe Gewalt. Die Täter raubten die schwulen Männer nicht nur aus, sondern misshandelten und verhöhnten sie. So seien die Opfer verächtlich als „Schwuchtel“ beleidigt worden. In einigen Fällen seien die verängstigten Männer zum Tanzen aufgefordert worden. Die Bande filmte die Szenerie. Dann hagelte es Tritte und Schläge. Es sind Schilderungen, die weniger an die brandenburgische Provinz, als an Zustände in Putins Russland erinnern. Eine Masche, die man aus Russland kennt Schon vor Jahren gab es dort Berichte über sogenannte „Fake Dates“ als Mittel von homofeindlichen Gruppierungen, queere Menschen in eine Falle zu locken. Die Masche ist denkbar simpel: Die Täter erstellen über Dating-Apps gefälschte Profile, verabreden sich zu Treffen, um ihre Opfer schließlich zu quälen und zu erniedrigen. So wie zuletzt immer häufiger in Brandenburg. Die „Märkische Oderzeitung“ berichtet auf Basis einer Anfrage an die brandenburgische Generalstaatsanwaltschaft, dass es in fast allen märkischen Regionen Taten dieser Art gebe und die Gesamtzahl der Verfahren im niedrigen zweistelligen Bereich liege. Allein im Einzugsbereich der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) seien zwischen September 2024 und Februar dieses Jahres 22 Strafverfahren mit ebenso vielen Opfern eingeleitet worden, schreibt die Zeitung. Die 29 Beschuldigten seien allesamt Minderjährige oder Heranwachsende. (…) „Wir beobachten an einzelnen Orten in Ostbrandenburg ein für uns neues Phänomen, dass sich Jugendliche zusammentun, bei denen das auf den ersten Blick gar nicht passt, nämlich junge Neonazis und Jugendliche mit Migrationsgeschichte“, stellt auch Anne Brügmann vom Verband „Opferperspektive“ im Gespräch mit dem Tagesspiegel fest. Beim Thema Queerfeindlichkeit gebe es Schnittmengen bei den Jugendlichen, alle anderen „Widersprüche“ würden offenbar dafür „zurückgestellt“.

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Propaganda im Irankrieg – Mit den eigenen Waffen geschlagen

Mit KI-Clips im Lego-Stil erreichen iranische Botschaften ein Millionenpublikum. Die Machart zeigt ein tiefes Verständnis amerikanischer Popkultur. US-Präsident Donald Trump beugt sich über die Epstein-Akten. Auf seiner Stirn stehen Schweißperlen. Neben ihm steht Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, beide als Lego-Figuren, mit starrem Lachen. Hinter ihnen ein roter Teufel mit einem Kelch in der Hand. Kurz darauf hebt eine Rakete mit amerikanischer Flagge ab. Die Szene soll vom Beginn des Irankrieges erzählen. Explosionen folgen, Städte brennen. Eine Hand drückt einen roten Knopf. In einer Kommandozentrale stehen iranische Offiziere um eine Karte. Dann kippt das Geschehen. Raketen und Drohnen schlagen in Städten am Golf und in Israel ein. Die Ölpreise steigen. Amerikanische Soldaten kehren in Särgen zurück. Die Videos erreichen ein Millionenpublikum Die Botschaft dieser Videos ist eindeutig. Wer Iran angreift, wird verlieren. Die Clips verbreiten sich rasant im Netz und erreichen ein Millionenpublikum. Seit Wochen kursieren sie in sozialen Medien, oft unterlegt mit eingängigen Rap-Songs. Auch regierungsnahe iranische Medien teilen die Videos. Sie wirken spielerisch und unwirklich. Tatsächlich sind sie Teil einer gezielten Erzählung. „Die politischen Botschaften in den Videos sind ebenso unverblümt und karikaturhaft wie die kantigen Lego-Figuren“, schreibt das US-amerikanische Magazin The New Yorker. In einem Artikel rekonstruiert das Blatt, wie ein Animationsstudio die Videos mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt hat. Unter dem Namen „Explosive Media“ veröffentlichte der Kanal auf Youtube schon vor dem Krieg politische Clips mit antiwestlicher Stoßrichtung. Kaum jemand sah sie. Erst mit den Lego-Figuren erreicht die Gruppe ein Massenpublikum. Dass diese Clips so schnell ein Publikum finden, hat auch mit der Art zu tun, wie Kriege heute erzählt werden. Konflikte lassen sich nahezu in Echtzeit verfolgen. Auch der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Produktion von Videos gehört längst zur psychologischen Kriegsführung. Studio kennt die amerikanische Popkultur „Menschen wenden sich teilweise von einigen der realen Konfliktinhalte ab und suchen nach etwas, das das Geschehen schnell verdichten kann“, sagt der Experte Moustafa Ayad dem US-Magazin Wired. „Genau das leisten diese Lego-Videos.“ Sie zeigen die iranische Perspektive und greifen zugleich die politische Unzufriedenheit in den USA auf. Dem Magazin zufolge hat „Explosive Media“ ein tiefes Verständnis amerikanischer Popkultur. Verbreitet werden die Clips auch durch offizielle Kanäle, etwa von Irans diplomatischen Vertretungen. Auch staatsnahe iranische und russische Medien teilen sie, ebenso Influencer mit Verbindungen zu den mächtigen Revolutionsgarden und großer Reichweite. Dennoch beteuert die in Iran ansässige Gruppe in mehreren Interviews, nicht mit der Führung in Teheran verbunden zu sein. Die BBC will aber einen der Macher gesprochen haben, der zugab, dass das iranische Regime ein „Kunde“ des Studios „Explosive Media“ sei.

via taz: Propaganda im Irankrieg Mit den eigenen Waffen geschlagen

siehe auch: Iranischer AI-Spott Vom Trigger zum Ohrwurm Im Lego-Animationsstil das Weiße Haus verspotten: Im Netz verbreiten sich iranische Videos mit politischen Botschaften fürs westliche Publikum. Triggern war das Zauberwort des vergangenen Jahrzehnts. Ohne starke Affekte keine Reaktion, ohne Reaktion keine Sichtbarkeit. Dieses Prinzip hat sich so tief in die Logik sozialer Medien eingeschrieben, dass es längst auch für politische Propaganda professionalisiert wurde. Die US-amerikanischen „Meme Warriors“ setzten dabei bislang auf Masse: so viel Slop produzieren, dass sich einige wenige starke Inhalte schon durchsetzen werden. Auf den Kanälen des Weißen Hauses kursierten seit Trumps zweiter Präsidentschaft unzählige KI-Videos – von ASMR-Deportationen über „Trump Gaza“ bis hin zu einem jüngeren viralen Video, in dem iranische Bowlingkegel schwungvoll von einer US-Kugel abgeräumt werden. Strike! Doch eine gewisse Übersättigung hat sich eingestellt. Und die bemerkenswerteste, wenn auch bedrohlichste Antwort darauf kommt nicht aus Washington, sondern aus Teheran. Propaganda mit Lego-Gesicht Die im Netz gerne so genannten „Lego Diss Tracks“ von @AkhbarEnfejari sind vollständig mit KI produziert und werden auf allen Plattformen verbreitet. Von Youtube und Instagram wurden sie bereits gesperrt. Im Lego-Animationsstil vermitteln sie meist in längeren, erzählerischen Filmen politische Botschaften: Lego-Iraner freuen sich über Raketen, die auf Tel Aviv zufliegen. Der Krieg gegen Iran wird als Ablenkung von den Epstein-Files dargestellt, während man die iranischen Militäraktionen zur Rache erklärt: für das Leid der amerikanischen Ureinwohner, der vietnamesischen Zivilbevölkerung, der Palästinenser in Gaza. Das macht schon deutlich: Adressiert werden damit gezielt westliche Zuschauer – Pro-Palestine-Aktivisten, Verschwörungsgläubige, Trump-Kritiker. Was diese Videos von bisherigem Propaganda-Slop unterscheidet, ist nicht allein der Aufwand – laut einem Interview des Tech-Journalisten Kyle Chayka arbeitet das Produzententeam mindestens 24 Stunden an einem einzigen zweiminütigen Clip (das ist im Zeitalter von KI und der extrem beschleunigten Reaktionskultur erstaunlich lang). Es ist das Format selbst. Die Videos wirken nicht wie Propagandafilme, die mit Musik unterlegt sind, sondern wie Musikvideos mit Propaganda-Inhalt. Die ebenfalls mit KI-Unterstützung produzierte Musik, meist Rap, strahlt Härte, Trotz, Selbstermächtigung aus. In Reaction-Videos sieht man dann Menschen mitwippen, mitsingen – manchmal wegen, manchmal trotz des politischen Inhalts. Wie man es sonst von BTS oder Taylor Swift kennt, gibt es für die Videos Teaser, die Vorfreude, Spekulationen und Hypes erzeugen sollen, aufwendige Ikonografien mit präzise ausgewählten Anspielungen.

„Chef eines Bundeswehrkommandos“ – Lebenslauf von AfD-Verteidigungspolitiker wirft Fragen auf – #LügenAfD

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Heinrich Koch beansprucht für sich „36 Dienstjahre in der Bundeswehr“ und nannte sich „Oberstleutnant außer Dienst“. Doch eine Recherche zu seinem militärischen Engagement nach dem Grundwehrdienst offenbart anderes. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Heinrich Koch macht in seinem Lebenslauf auf seiner eigenen sowie der Bundestags-Website und auf seinen Kanälen in den sozialen Medien mehrere irreführende Angaben zu seiner Karriere in der Bundeswehr. Dies zeigt eine WELT-Recherche für den „Politico“-Podcast „Inside AfD“. Demnach suggeriert der 64-Jährige durch seine Angaben eine jahrzehntelange aktive Dienstzeit sowie durchgehende militärische Tätigkeit in der Bundeswehr. Auf der Bundestags-Website schreibt der Verteidigungspolitiker über sich selbst: „Seit 1981 Bundeswehrzeit, Offiziersausbildung, heute Oberstleutnant. Chef eines Bundeswehrkommandos befasst mit der zivil-militärischen Verteidigung.“ Auf seiner eigenen Website schreibt er: „Im Rahmen meiner Bundeswehrzeit (1981 bis dato) wurde ich zum Offizier ausgebildet und habe bis heute den Dienstgrad Oberstleutnant (A15).“ Die Besoldungsstufe nennt er auch in Kürschners Volkshandbuch, in dem auf Grundlage einer Abfrage bei den Abgeordneten deren Kurzbiografien vorgestellt werden. Tatsächlich war Koch seit dem Grundwehrdienst zwischen Juli 1981 und September 1982 ausschließlich neben seinem zivilen Berufsleben als Reservist tätig, wie die von der Bundeswehr bestätigte Recherche von „Inside AfD“ zeigt. Demnach absolvierte er seine Ausbildung zum Offizier über die Reserveoffizieranwärter-Laufbahn. Nach den Angaben der Bundeswehr wurde Koch 1986 zum Leutnant der Reserve und 2004 zum Oberstleutnant der Reserve ernannt. Etwa im Juni 2025 wurde auf Kochs Facebook- und Instagram-Seite ein Posting zur Einführung des Nationalen Veteranentags veröffentlicht. „Als Oberstleutnant a.D., mit 36 Dienstjahren bei der Bundeswehr, begrüße ich diesen wichtigen Schritt ausdrücklich“, heißt es darin. Erneut erweckt Koch damit den Eindruck einer jahrzehntelangen aktiven und regulären militärischen Laufbahn.

via welt: „Chef eines Bundeswehrkommandos“ – Lebenslauf von AfD-Verteidigungspolitiker wirft Fragen auf

Schöne Lügen: Wie KI-Frauen im großen Stil Meinungsmache für die AfD betreiben

Social Media ist voll mit Profilen angeblicher Frauen, die für die AfD werben und Geld mit Nackt-Inhalten machen. Erst der genaue Blick zeigt: Da ist KI im Spiel. Wie die Maschinerie der künstlichen Stimmungsmache funktioniert, zeigt eine GADMO-Recherche von CORRECTIV.Faktencheck. (…) Zola ist 20 Jahre alt, Single, Krankenschwester und vor zehn Jahren aus dem Senegal nach Deutschland gekommen. Nun wählt sie die AfD und schimpft gegen den Islam, Impfungen und Transpersonen. Aber: Vieles spricht dafür, dass es Zola gar nicht gibt. Zola ist nur eine von vielen angeblichen Frauen, die in Sozialen Netzwerken mit viel nackter Haut für die AfD oder rechte bis rechtsextreme Positionen werben – und für ihre eigenen Inhalte auf kostenpflichtigen Plattformen für Erotik-Inhalte. CORRECTIV.Faktencheck fand in einer Recherche für das German-Austrian Digital Media Observatory (GADMO) rund 190 Profile von 22 angeblichen Frauen, die auf Tiktok, Instagram, Facebook und Threads Millionen erreichen. Was viele Nutzer nicht erkennen: Einige der Bilder und Videos sind mit Künstlicher Intelligenz bearbeitet, wenn nicht sogar komplett KI-generiert, aber größtenteils nicht als solche gekennzeichnet. Die Verantwortlichen hinter den KI-Personas nutzen damit Taktiken, die auf Social-Media-Plattformen eigentlich verboten sind. In dieser Recherche zeigen wir, wie damit eine Meinungsmaschine aufgebaut wird, nach welchem Schema die Inhalte funktionieren und welche Auswirkungen das auf die politische Debatte haben kann.  KI-Inhalte, Erotik-Plattformen und die AfD: Wie das „System Zola“ funktioniert Zola ist ein besonders erfolgreiches Beispiel für die Masche. Da ist vermeintlich eine junge Frau, die mal vor dem Spiegel posiert, mal knallharte rechte Sprüche oder Wahlaufrufe für die AfD teilt, dazwischen explizit sexualisierte Inhalte. Sie wird als Influencerin präsentiert, die AfD-Chefin Alice Weidel und den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke getroffen und Bundeskanzler Friedrich Merz zur Schau gestellt haben will. Auf Nachfrage schreibt zumindest das Büro von Merz, die Fotos mit ihm seien nicht echt, die AfD-Büros antworten nicht.

via correctiv: Schöne Lügen: Wie KI-Frauen im großen Stil Meinungsmache für die AfD betreiben

NSU-Morde und Rechtsextremismus – Neues Portal informiert über rechtsextreme Gewalt in Deutschland

Die Mordserie der Neonazi-Terrorgruppe NSU ist vielen noch im Bewusstsein. Andere Taten sind es hingegen kaum. Ein neues Online-Angebot bietet einen Überblick über rechtsextreme Gewalt.          Link kopiert Ein neues Online-Portal informiert über rechtsextreme Gewalt wie die NSU-Morde in Deutschland. Unter www.themenportal-rechtegewalt.de können Interessierte zu einschlägigen Gewalttaten seit 1945 recherchieren. Geplant ist ein weiterer Ausbau des digitalen Angebots, wie das Bundesarchiv am Montag mitteilte. Es zählt zusammen mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg und dem Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur zu den Trägern des Projekts. “Das Portal ‘Rechte Gewalt’ leistet einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation und Aufarbeitung in Deutschland sowie zur Sensibilisierung mit Blick auf fremdenfeindliche und rechtsextremistische Entwicklungen in der Gegenwart”, sagte der Präsident des Bundesarchivs, Michael Hollmann.

via stuttgarter nachrichten; NSU-Morde und Rechtsextremismus Neues Portal informiert über rechtsextreme Gewalt in Deutschland

https://www.archivportal-d.de/themenportale/rechte-gewalt

Angriff via Signal – Abgeordnete fallen auf digitalen Enkeltrick herein – #medienkompetenz

Abgeordnete aus dem Bundestag erhielten Phishing-Nachrichten, hinter denen die Bundesregierung Russland sieht. Auch Grüne und Linke sind betroffen. Vom Enkeltrick haben die meisten Menschen schon mal gehört, trotzdem funktioniert er, und Gauner erbeuten so jährlich Millionen. Ähnlich sieht es bei dieser digitalen Variante des Enkeltricks aus, also Phishing-Angriffen auf hochrangige Politikerinnen: Obwohl die Behörden seit Monaten vor Angriffen über die Messenger-App Signal warnen, sind offenbar zahlreiche Po­li­ti­ke­rin­nen in die Falle getappt, darunter Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Familienministerin Karin Prien (beide CDU) und Bauministerin Verena Hubertz (SPD). (…) Laut Spiegel gehen Sicherheitsbehörden von mehr als 300 Betroffenen aus. Unklar ist, ob diese Menschen lediglich eine Phishing-Nachricht bekommen haben oder ob sie auf die Masche hereingefallen und ihre Konten tatsächlich kompromittiert sind. SPD, Linke und Grüne sprachen demnach lediglich von „einigen wenigen Fällen“. (…) Deutsche und ausländische Sicherheitsdienste warnen seit Monaten vor der Phishing-Welle. Generalbundesanwalt Jens Rommel hatte bereits im Februar Ermittlungen eingeleitet. Darin geht es um den Anfangsverdacht der Spionage. Zu dieser Zeit hatten auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstmals öffentlich vor den Angriffen gewarnt. Später veröffentlichten sie einen weiteren Sicherheitshinweis mit konkreten Handlungsanweisungen. Bei dem Angriff wurde keine Sicherheitslücke ausgenutzt, Signal ist ein sehr sicherer Messenger. Stattdessen setzten die An­grei­fe­rin­nen bei Phishing auf die Schwachstelle Mensch: Um Zugriff auf Adressbücher und Daten zu erhalten, verschicken die An­grei­fe­rin­nen getarnt als „Signal Support“ eine Nachricht mit der Aufforderung, eine PIN einzugeben beziehungsweise Links oder einen QR-Code anzusteuern. Wird dem Folge geleistet, können die An­grei­fe­r*in­nen nicht nur vorhandene Chats mitlesen, sondern sich auch unter falscher Identität in internen Chat-Gruppen bewegen.

via taz: Angriff via Signal Abgeordnete fallen auf digitalen Enkeltrick herein

Warning over ‘dangerous’ Irish branch of neo-Nazi group

New report claims extremist groups are operating under the guise of fitness clubs. Concerns have emerged over an Irish offshoot of the neo-Nazi “Active Club” network, which has been identified as being among several “increasingly dangerous” extremist/far-right groupings in Ireland. The Global Project Against Hate and Extremism (GPAHE) Ireland report, which has just been published, has identified 13 groupings in Ireland that it classifies as far right. The project tracks emerging trends, and analyses the ongoing risks posed by far-right mobilisation here. Its report profiles Comhaltas na nGaedheal (or “fellowship of the Gaels”), the Irish chapter of the network. The so-called Active Club movement is a decentralised, international network of far-right, neo-Nazi and white-supremacist groups that use combat sports such as mixed martial arts, and fitness programmes to recruit members and train them for potential violence. These groups often operate under the guise of fitness clubs, but they are designed to radicalise individuals and prepare them for what they view as an impending “race war”.

via independent: Warning over ‘dangerous’ Irish branch of neo-Nazi group