Der AfD-Landtagsabgeordnete Martin Schmidt hat mit einer Gewaltdarstellung gegen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Kritik und Empörung ausgelöst. Der Parlamentarier aus Schwerin hat auf seinen Social-Media-Kanälen eine Comicfigur mit einem übergroßen Messer veröffentlicht, das auf Schwesig gerichtet ist. Die Warnung vor sogenannter Messerkriminalität gehört zum Standard der AfD-Rhetorik. Der Landtagsabgeordnete Martin Schmidt (AfD) droht jetzt offenbar selbst mit Messern – jedenfalls symbolisch. Zu Wochenbeginn veröffentlichte er einen Post auf seinen Social-Media-Kanälen. Anlass war die jüngste NDR Meinungsumfrage. Danach ist seine Partei stärkste Kraft. “Landtagsfraktion voll auf Kurs!” schrieb der 36-Jährige euphorisch, der als Schatzmeister Mitglied im AfD-Landesvorstand ist. Dazu veröffentlichte Schmidt eine Pinguin-Figur, die mit einem überdimensionierten Messer bewaffnet ist, das gegen Ministerpräsidentin Schwesig gerichtet ist. (…) Schmidt äußerte außerdem die Vermutung, dass der Post parteiintern an die Medien durchgestochen worden sein könnte. Schriftlich ließ er über einen Sprecher der Fraktion mitteilen, er habe mit seinem Instagram-Beitrag “die insgesamt gescheiterte Politik der Regierung Schwesig und ganz besonders die ausufernde Kriminalität im Land” kritisieren wollen. “Deshalb auch auf Kurs dagegen”, so der Sprecher. Die bildliche Darstellung und Schmidts erste Aussagen stehen allerdings im Widerspruch zu der Stellungnahme. AfD-Fraktionschef lässt Konsequenzen offen In der AfD ist unterdessen von einer “riesigen Sauerei” die Rede, Schmidt liefere mit der Gewaltdarstellung dem Verfassungsschutz Munition. Auf NDR Anfrage verurteilte AfD-Fraktionschef Nikolaus Kramer den Post als “geschmacklos”. Jeder Abgeordnete sei für seine Social-Media-Posts allerdings selbst verantwortlich
Eine Organisation, die Falschinformationen im Netz bekämpft, hat die enorme Reichweite von Elon Musk untersucht: 87 unwahre Behauptungen von ihm auf seiner Plattform X haben demzufolge den Gegenwert einer millionenschweren Werbekampagne für Donald Trump. Elon Musk nennt sie »kriminell« , sie selbst nennen sich Center for Countering Digital Hate (CCDH): Die gemeinnützige Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hass und Falschinformationen im Internet zu bekämpfen, dabei arbeitet sie sich nicht zuletzt an X ab. Im Jahr der US-Präsidentschaftswahl hat das CCDH vor allem den Account von Plattformbesitzer Musk unter die Lupe genommen. Mit Zahlen verdeutlicht das Center die enorme Präsenz und Reichweite des Milliardärs: Seit Musk offiziell seine Unterstützung für Donald Trump erklärt hat, haben seine X-Posts mit politischen Inhalten nach einer Erhebung des CCDH mehr als 17 Milliarden Views erzielt. Sie wurden demnach mehr als 17 Milliarden Mal in den Timelines der Nutzerinnen und Nutzer angezeigt, wie oft sie dabei tatsächlich wahrgenommen wurden, ist nicht bekannt. Zusammengenommen wurden sämtliche politischen Werbeanzeigen auf X im selben Zeitraum nur halb so oft ausgespielt, hat das CCDH errechnet. Musks politische Posts in diesen Monaten hätten, wenn es Werbeanzeigen wären, einen Gegenwert von ungefähr 24 Millionen Dollar. Die Zahl ergibt sich aus den offengelegten Ausgaben von Werbetreibenden auf X und den ebenfalls einsehbaren Views für ihre Anzeigen. 87 Posts von Musk zur US-Wahl, die nach Angaben von Faktencheckern falsche oder irreführende Informationen enthalten, haben dem CCDH zufolge insgesamt zwei Milliarden Views bekommen. Darunter sei die dutzendfach wiederholte Falschbehauptung, die Demokraten würden Millionen von Einwanderern ohne Papiere in die USA einfliegen, damit sie deren Stimmen bekämen. Allein sie wurde nach den Zahlen 1,3 Milliarden Mal ausgespielt. 19 weitere Musk-Posts mit unwahren Behauptungen zu angeblichem Wahlbetrug hätten mehr als eine halbe Milliarde Views bekommen. Kein einziger der 87 Posts wurde mithilfe der sogenannten Community Notes von X eingeordnet. Die Funktion soll laut X Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit geben, »potenziell irreführenden Posts Kontext hinzuzufügen«. Sichtbar für alle wird eine Anmerkung aber erst, wenn sich genügend Teilnehmer an dem Freiwilligenprogramm, die früher schon einmal unterschiedlicher Meinung zu einem Thema waren, im jeweils vorliegenden Fall einig sind. Das CCDH hält das System daher für ungeeignet, um Desinformation auf X zu bekämpfen.
Bei einer Razzia hat die Bundesanwaltschaft acht mutmaßliche Rechtsextreme in Sachsen und Polen festnehmen lassen. Die Gruppe soll sich als „Sächsische Separatisten“ bezeichnet haben. Unter den Festgenommenen ist auch ein AfD-Stadtrat und Schatzmeister der Jungen Alternative in Sachsen. Die Bundesanwaltschaft hat acht mutmaßliche Mitglieder einer rechtsextremistischen terroristischen Vereinigung in Sachsen und Polen festnehmen lassen. Gleichzeitig wurden rund 20 Objekte durchsucht, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Nach Informationen des RND und der „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) handelt es sich bei einem der Festgenommenen um den AfD-Kommunalpolitiker Kurt Hättasch, der für die Partei im Stadtrat von Grimma sitzt und auch Kreisvorstandsmitglied im AfD-Kreisverband Landkreis Leipzig ist. Hättasch ist zudem Schatzmeister des AfD-Nachwuchses Junge Alternative in Sachsen. Wie die LVZ berichtet, trat Hättasch – nach offiziell noch unbestätigten Angaben aus Sicherheitskreisen – am Morgen mit einer Langwaffe vor die Polizeibeamten. Ein Polizist habe daraufhin zwei Warnschüsse abgegeben, hieß es. Der Beschuldigte habe einen Bruch am Kiefer erlitten und werde zur Stunde operiert. (…) Der auch festgenommene Kevin R. engagiert sich ebenfalls für die AfD in der Kommunalpolitik, vertritt Hättasch etwa bei Sitzungen des Beirates für Kultur, Jugend und Sport des Stadtradts in Grimma. Bei den Verdächtigen Jörg und Jörn S. handelt es sich nach RND-Informationen um die Söhne eines bekannten österreichischen Rechtsextremisten, der in den 1990er Jahren Anführer einer Neonazi-Kameradschaft im österreichischen Bezirk Krems-Land und Mitglied einer paramilitärischen rechtsextremen Gruppe war (…) Die Bundesanwaltschaft wirft den Beschuldigten vor, den „Sächsische Separatisten“ anzugehören. Diese Gruppierung habe sich spätestens im November 2020 gegründet. „Hierbei handelt es sich um eine aus fünfzehn bis zwanzig Personen bestehende militante Gruppierung, deren Ideologie von rassistischen, antisemitischen und in Teilen apokalyptischen Vorstellungen geprägt ist“, heißt es in der Mitteilung. „Ihre Mitglieder verbindet eine tiefe Ablehnung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.“ Die Vereinigung geht den Angaben zufolge davon aus, dass Deutschland vor einem „Kollaps“ stehe. Wenn Staat und Gesellschaft zusammenbrechen, wolle die Gruppierung mit Waffengewalt Gebiete in Sachsen und gegebenenfalls auch in anderen ostdeutschen Ländern erobern, „um dort ein am Nationalsozialismus ausgerichtetes Staats- und Gesellschaftswesen zu errichten“, hieß es weiter. „Unerwünschte Menschengruppen sollen notfalls durch ethnische Säuberungen aus der Gegend entfernt werden.“ (…) Haldenwang erklärte weiter: „Bei zentralen Protagonisten dieser Gruppierung handelt es sich um teils sehr junge Rechtsextremisten, die Bezüge zu einer insbesondere im virtuellen Raum aktiven Szene aufweisen. Die Anhänger dieser sogenannten ‚Siege-Szene‘ bzw. des militanten Akzelerationismus glorifizieren Taten bekannter Rechtsterroristen wie Anders Breivik und Brenton Tarrant. Sie verfolgen das Ziel an einem erwarteten gewaltsamen Umsturz – Tag X – des politischen Systems mitzuwirken.“ Der Verfassungsschutzchef stellte außerdem klar: „Mehrere Akteure sind dem Verfassungsschutz zudem aus anderen Zusammenhängen wie dem Spektrum der Neuen Rechten, rechtsextremistischen Parteien oder der Neonaziszene bekannt.“
siehe auch; Festnahmen von Neonazis in Sachsen „Sächsische Separatisten“ mit Verbindungen zur AfD. Seit 2020 sollen sich Rechtsextreme in Sachsen auf einen Umsturz vorbereitet haben, darunter auch AfD-Leute. Nun wurden sie festgenommen. Es fielen Schüsse. Es sind junge Rechtsextreme, die sich selbst als „Sächsische Separatisten“ („SS“) bezeichneten: Die Bundesanwaltschaft hat am Dienstagmorgen acht Neonazis in Sachsen festnehmen lassen und wirft ihnen rechtsterroristische Pläne vor. Die Festnahmen erfolgten im Raum Leipzig, in Dresden, im Landkreis Meißen und eine auch im polnischen Zgorzelec. Insgesamt wurden 20 Objekte durchsucht. Unter den Beschuldigten sind mehrere AfD-Lokalpolitiker. Bei einer der Festnahmen fielen Schüsse. Neben den Festgenommenen hat die Bundesanwaltschaft auch sieben weitere Beschuldigte im Visier. Verbindungen der Gruppe gibt es dabei nach Österreich, konkret nach Wien und in den Bezirk Krems, wo ebenfalls Durchsuchungen stattfanden. (…) Rädelsführer der Gruppe soll Jörg S. gewesen sein, der im polnischen Zgorzelec festgenommen wurde, dem Nachbarort von Görlitz. Sein Großvater war Politiker der FPÖ in Österreich. Sein Vater, Hans Jörg S. jun., ist ein mehrfach verurteilter Rechtsextremist aus Österreich, der in den 80er Jahren dort in der militanten Neonazi-Szene aktiv war, später nach Sachsen zog und dort mit Baufirmen tätig war. Auch einer der Brüder von Jörg S., Jörn S., ist unter den Festgenommenen. Nach taz-Informationen gab es Durchsuchungen bei einem weiteren Bruder und beim Vater, aber ohne Festnahmen. Zu den Beschuldigten gehören nach taz-Informationen auch die AfD-Lokalpolitiker Hans-Georg P., Kevin R. und Kurt Hättasch. Hans-Georg P. saß bis Ende 2022 für die AfD im Leipziger Stadtbezirksbeirat Ost. Kevin R. sitzt seit August 2024 für die AfD als stellvertretendes Mitglied sowohl im Sozialausschusses als auch im Beirat für Kultur, Jugend und Sport der Stadt Grimma. 2021 war R. „Medienbeauftragter“ und „Koordinator“ des Parteinachwuchs, der Jungen Alternative (JA), des AfD-Kreisverbands Landkreis Leipzig. Hättasch sitzt aktuell im Vorstand des gleichen AfD-Kreisverbands im Landkreis Leipzig und wurde 2024 in den Stadtrat von Grimma gewählt. Erst Ende Oktober war er zum Schatzmeister der Jungen Alternative Sachsen gewählt worden. Ende Juni war Hättasch einer der Teilnehmer einer Sonnenwendfeier in Strahwalde, über die die taz berichtet hatte. Bei der Zusammenkunft hatten sich AfD-Politiker und Mitglieder der Jungen Alternative mit Neonazis, Hooligans und Völkischen getroffen und den Nationalsozialismus verherrlicht: Es wurden Lieder der Hitlerjugend gesungen und ein SS-Standartenführer geehrt. Im Frühjahr 2022 zeigen Fotos Hättasch im sachsen-anhaltinischen Schnellroda bei der Anreise zur sogenannten „Frühjahrsakademie“ im damaligen „Institut für Staatspolitik“ des neurechten Ideologen Götz Kubitschek. Das Institut hat sich im Mai 2024 aufgelöst, um einem Verbot zu entgehen, macht aber unter anderem Namen weiter. Die Events in Schnellroda dienten zur übergreifenden Vernetzung der rechtsextremen Szene. Auf weiteren Fotos der Frühjahrsakademie 2022 ist unter anderem Martin Sellner zu erkennen, eine Führungsfiguren der Identitären Bewegung in Österreich und Deutschland. (…) Der Szeneanwalt Martin Kohlmann, auch Anführer der rechtsextremen Kleinpartei „Freie Sachsen“, gab in einem Video an, Jörg S. rechtlich zu vertreten. Er sprach nach eigenen Angaben vor dem Gebäude der Bezirksstaatsanwaltschaft von Jelenia Góra, wo das Gericht über die Auslieferung von S. nach Deutschland entscheide. Kohlmann benutzte in dem Videostatement konsequent die deutschen Städtenamen und erklärte: „Vorläufig sieht es für mich so aus, dass hier eine relative harmlose Wandergruppe zur nächsten Terrororagnisation hochgepuscht werden soll.“ Es sei auch ein Schlag gegen die AfD und patriotische Gruppe, überwiegend kämen die Festgenommenen aus dem Umfeld der Jungen Alternativen und der AfD, sagte Kohlmann; „Sächsische Separatisten”: Rechtsterror mit Arm nach Österreich In Deutschland gab’s heute acht Festnahmen aus der mutmaßlich rechtsterroristischen Gruppierung „Sächsische Separatisten”, die einen gewaltsamen Umsturz und die Errichtung eines Staates nach Vorbild des Nationalsozialismus plante. Verbindungen führen wie so oft auch nach Österreich. Heute wurden acht mutmaßliche Mitglieder einer rechtsextremistischen terroristischen Vereinigung namens „Sächsische Separatisten” (Abkürzung „SS”) verhaftet. Die Festnahmen erfolgten in verschiedenen Städten Deutschlands, darunter Leipzig, Dresden und im Landkreis Meißen, sowie in Zgorzelec, Polen. „Zudem werden Räumlichkeiten von nichttatverdächtigen Personen, darunter solche in Wien und im Bezirk Krems-Land (Österreich), durchsucht”, berichtet die deutsche Generalbundesanwaltschaft in einer Pressemitteilung. Auch drei AfD-Politiker, darunter der Stadtrat Kurt Hättasch aus Grimma, seien verhaftet worden. Unter den Festgenommenen sollen sich zwei Söhne eines amtsbekannten österreichischen Neonazis mit Vergangenheit in der „Volkstreuen außerparlamentarischen Opposition” (VAPO) des Gottfried Küssel befinden. Jörn S., der jüngere Bruder des Rädelsführers Jörg, ist „Stoppt die Rechten” aufgefallen, weil er 2024 als Teilnehmer des Neonazi-Marsches am „Tag der Ehre” in Budapest gelistet ist. „Bei zwei weiteren Brüdern fanden Durchsuchungen statt, aber keine Festnahmen”, berichtet die „taz” (5.11.24). (…) Update 17.40: Das„profil” berichtet, dass bei Hausdurchsuchungen der Familie der beiden festgenommenen Brüder in Langenlois und Wien NS-Devotionalien und Waffen gefunden worden seien; Razzia bei deutschen Neonazis – Enkel von FPÖ-Politiker verhaftet, Hausdurchsuchungen auch in Österreich Acht mutmaßliche Neonazis wurden in Deutschland festgenommen. Darunter zwei Enkel eines FPÖ-Politikers und Söhne eines verurteilten Neonazis. Sie sollen Teil der rechtsextremen “Sächsischen Separatisten” sein. Acht mutmaßliche Neonazis wurden in den frühen Morgenstunden in Deutschland festgenommen. Darunter auch die zwei Enkel des ehemaligen FPÖ-Politikers Hans Jörg Schimanek senior und Söhne des gleichnamigen Neonazis und Weggefährten des mehrfach verurteilten Rechtsextremen Gottfried Küssel, Hans Jörg Schimanek junior. Die Razzien und Hausdurchsuchungen erfolgten auf Anordnung der deutschen Bundesanwaltschaft in Zusammenarbeit mit den österreichischen Behörden und waren am Nachmittag noch in vollem Gange, wie profil aus Ermittlerkreisen erfahren hat. Gefunden wurden etwa Tarnanzüge und Gegenstände, die zu Wehrsportübungen dienen. Die Beschuldigten werden verdächtigt, Teil der „Sächsischen Separatisten“ zu sein, einer rechtsextremen Terrorgruppe, die sich selbst „SS“ nennt und seit November 2020 aktiv sein soll. Die Festnahmen fanden in und um Leipzig, in Dresden, im Landkreis Meißen und im polnischen Zgorzelec statt, wo der Anführer der Gruppe Jörg Schimanek gefasst wurde. Er soll in Polen eine Wohnung besitzen. Insgesamt sollen der Gruppierung rund 15 bis 20 Personen angehören. FPÖ-Politikerfamilie im Visier der Ermittler Der 24-Jährige und sein jüngerer Bruder Jörn Schimanek (20) sind die Enkel des FPÖ-Politikers Hans Jörg Schimanek senior und Söhne des gleichnamigen Neonazis Hans Jörg Schimanek junior. Die beiden Brüder gehören neben zwei weiteren Männern zu den Ursprungsmitgliedern der rechtsextremen Gruppe. Der 20-jährige Jörn Schimanek hat im Februar am faschistischen Gedenkmarsch zum “Tag der Ehre” in Budapest teilgenommen (…) Wie profil aus Ermittlerkreisen erfahren hat, sollen Hausdurchsuchungen in Deutschland aber auch in Langenlois und Wien bei der Familie Schimanek stattgefunden haben. Es sollen unter anderem Waffen und NS-Devotionalien gefunden worden sein. Hans Jörg Schimanek junior ist zur Zeit der Wende nach Deutschland ausgewandert. Dort kamen auch seine Söhne Jörg und Jörn zur Welt. Schimanek jun. organisierte bis 1991 gemeinsam mit dem mehrfach verurteilten Rechtsextremisten Gottfried Küssel paramilitärische Übungen. Küssel wurde im April 2011 wegen Verhetzung verhaftet und im Jänner 2019 nach Verbüßung seiner Gefängnisstrafe entlassen; Germany arrests suspected members of neo-Nazi group plotting revolt. German police have arrested eight suspected members of a neo-Nazi militant group driven by racist ideology and conspiracy theories who had been training in warfare for the downfall of the modern German state, prosecutors said on Tuesday. News of the arrests came amid a 450-strong police operation to dismantle the group, named by prosecutors as “Saechsische Separatisten”, or Saxony Separatists, which has the abbreviation SS, the same as the Nazi party’s elite militia. “Our security authorities have thus thwarted at an early stage militant coup plans by right-wing terrorists, who were longing for a Day X to attack people and our state with armed force,” Interior Minister Nancy Faeser said in a statement. Media reports linked one of the suspects to the nationalist Alternative for Germany (AfD) – which commands as much as 18% support in national polls, behind only the centre-right opposition – although the party itself insisted it had nothing to do with such a group.
With the presidential election inching ever closer in the United States, swathes of extreme political factions are trying to exert their influence in an effort to revamp American politics. One white supremacist group in particular, the antisemitic neo-Nazi Goyim Defense League (GDL), advocates for a national socialist upheaval of society and seeks to expunge the US of a perceived ‘woke’ agenda rooted in mass immigration, corrupt Jewish government officials and inherently anti-white policies and programs. The GDL is predicated on conspiratorial views about a supposedly rotten US government, where those in positions of power, as well as those in positions of influence in entertainment media and the healthcare system, are all anti-white Jewish villains. This Insight will examine both the online and offline growth of the GDL, showing how the group has significantly expanded through the use of hateful livestreams, racist online discussion groups, aggressive public harassment and real-world mobilisation campaigns. This analysis will also show how the GDL’s trajectory differs from other pro-white groups, most notably white nationalist Nick Fuentes’ ‘Groyper’ movement, distinguishing itself as an actionable force seeking to create an official national socialist party in the United States. The GDL is a decentralised community of hateful, antisemitic white supremacists who advocate for the establishment of a national socialist government in the US. The primary goal and ambition of the GDL is to rid the US of all Jews and all perceived Jewish influence. While it is difficult to pinpoint when exactly the GDL was first established, a May 2024 report from the Anti-Defamation League (ADL) suggests the group became publicly active in 2022, when leader Jon Minadeo II, known as ‘HT’ online, moved from California to Florida. The GDL has purposefully adapted and twisted the ADL name in an attempt to make a mockery of the ADL’s mission. The term ‘Goyim’ is a Hebrew and Yiddish term, sometimes used in a demeaning way to refer to non-Jewish people. Ultimately, the GDL views all Jews in the US as an inherent threat to the survival of the white race.
Rechte Gruppen mobilisieren vor der US-Wahl auf Telegram. Eine Million Nachrichten wurden ausgewertet. Was die Journalisten fanden, lässt Schlimmes befürchten. Vor der Präsidentschaftswahl in den USA im morgigen Dienstag mehren sich die Anzeichen für mögliche Unruhen und Chaos rund um den Wahltag. Auf der Plattform Telegram organisieren sich nach Recherchen US-amerikanischer Medien rechtsextreme Gruppen, um von vornherein Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl zu schüren. Der verschlüsselte Dienst mit fast einer Milliarde Nutzern diene als Sammelpunkt für die Mobilisierung der Rechten, so die New York Times. Das US-Blatt, das eine Wahlempfehlung für die Kandidatin der Demokraten, Kamala Harris, ausgibt, gibt an, mehr als eine Million Nachrichten in knapp 50 Telegram-Kanälen mit mehr als 500.000 Mitgliedern ausgewertet zu haben. Dabei seien deutliche Netzwerke erkennbar gewesen. Ziel dieser Akteure sei häufig, die Glaubwürdigkeit der Wahl infrage zu stellen, den Ablauf zu behindern und im Zweifel das Ergebnis anzufechten. Fast alle untersuchten Kanäle wurden nach dem umstrittenen Wahlgang im Jahr 2020 gegründet. (…) Während andere Plattformen stärker gegen Hass und Desinformation vorgehen, setzen Extremisten Telegram gezielt ein, um digitale Koordination in reale Aktionen zu übersetzen. Experten sehen das als düsteres Vorzeichen, so die New York Times. “Telegram steht sehr oft im Mittelpunkt, wenn es darum geht, Menschen zu organisieren, die dann auf die Straße gehen”, warnt die Analystin Katherine Keneally. Die Plattform werde “sehr strategisch eingesetzt, um zu radikalisieren und zu rekrutieren”. Die massive Mobilisierung auf Telegram im Vorfeld der US-Wahl ist ein alarmierendes Signal. Die Plattform entwickelt sich zu einem Epizentrum für Versuche, demokratische Prozesse zu delegitimieren und im Ernstfall mit Gewalt auszuhebeln.
Terrorist Callum Parslow was previously jailed for sending 10 women sexually explicit and misogynistic messages, and targeted a former GB News presenter. A neo-Nazi terrorist who was found guilty last month of the attempted murder of an asylum seeker is a prolific online stalker who had previously been jailed and referred to the Prevent counter-terrorism scheme, the Observer can reveal. Callum Parslow was convicted on 25 October of attempted murder after stabbing an asylum seeker at a hotel in April. It can now be revealed he was jailed in 2018 for targeting 10 women and girls with messages describing sexually motivated murder, torture and rape, and then changed his name after his release. Callum Blake-O’Brien, as he was formerly known, was referred to the Prevent anti-radicalisation programme in 2019 but no further action was taken. He was then arrested again last year for targeting another woman with sexual and racist messages. Two of Parslow’s victims said they asked police whether he posed a physical threat, but were assured he was a “loner” and a “saddo” who was only a risk online. They feel their concerns were not taken seriously enough by police. On 2 April, Parslow launched a stabbing attack on an asylum seeker at the Pear Tree Inn, near Worcester, and police found multiple weapons including knives and an axe at his home. At the time, the 32-year-old was on bail and awaiting trial for his most recent offences against women, which followed a similar pattern to the abuse he was jailed for in 2018. Parslow was targeting Mercy Muroki, a policy researcher and former GB News presenter, from multiple accounts under fake names on Facebook, Instagram and X. Among the messages sent in July and August 2023 were videos of himself performing sexual acts and footage of a black woman being flogged. “The message he sent was about him fantasising that this would happen to me,” said Muroki, who has chosen to waive her anonymity.
In a nearly 12-minute video posted on X (formerly Twitter), Spencer praised Harris as the “best manager of the American empire. In a surprising twist just days before the election, Richard Spencer, a notorious white supremacist and a key figure in the 2017 Charlottesville rally, has endorsed Vice President Kamala Harris. Known for his extreme views, Spencer called Harris a “competent leader” and urged his followers—many of whom previously supported Donald Trump—to back her in the upcoming presidential race. In a nearly 12-minute video posted on X (formerly Twitter), Spencer praised Harris as the “best manager of the American empire,” highlighting her strong stance on issues like Israel and her recognition of Palestinian sovereignty. He stated, “At the DNC, she said that she 100% supports Israel,” emphasizing her commitment to giving Israel lethal aid. Spencer expressed that despite his criticisms of her positions, he believes she represents a better option than Trump. As Trump and Harris were campaigning in Wisconsin, Spencer made his endorsement known, expressing his disappointment in Trump’s approach to governance. He criticized Trump for promoting chaos and shutting down critical discussions, saying, “The choice is very clear. I think Donald Trump and the MAGA movement bring nothing but stupidity and chaos.”