Video: ‘For Me’ – He also possessed knives, Nazi symbols, and satanic imagery in his bedroom, alongside a punchbag covered in stab marks – #terror

A teenage neo-Nazi and self-proclaimed satanist was sentenced Thursday to six years in prison for possessing terrorist material and encouraging a young girl to kill herself on video. Cameron Finnigan, 19, from Horsham, West Sussex, pleaded guilty to multiple charges, including possession of terrorist documents, encouraging suicide, possession of indecent images of a child, and criminal damage, Sky News reported. Finnigan became involved with an extremist pseudo-satanic group known as 764 in late 2023. The group, which has ties to the Nazi-occultist Order of Nine Angles, promotes violence and mass-casualty attacks. In disturbing online chats, Finnigan urged a vulnerable girl to livestream her suicide, saying she should do it “for me” so he could share the video with 764 members. He also discussed plans to attack a homeless person living near his home, sharing a photo of the victim’s tent with the caption, “I’m waiting,” though there is no evidence he carried out the threat. Authorities discovered Finnigan had downloaded an 11-page terrorist manual detailing how to carry out vehicle-based attacks. He also possessed knives, Nazi symbols, and satanic imagery in his bedroom, alongside a punchbag covered in stab marks.

via latintimes: Video: ‘For Me’ – He also possessed knives, Nazi symbols, and satanic imagery in his bedroom, alongside a punchbag covered in stab marks

Eröffnungsfeier für Europäische Kulturhauptstadt -Sorge vor #Anschlag in #Chemnitz – #terror

Plante eine einschlägig bekannte Rechtsextremistin ein Attentat in Chemnitz? Kurz vor der Zeremonie, mit der am Samstag die Ernennung zur Kulturhauptstadt Europas gefeiert wird, sind die Behörden aktiv geworden. Wenige Tage vor der Eröffnung der Kulturhauptstadt Europas 2025 in Chemnitz sind Polizei und Justiz gegen eine einschlägig bekannte Rechtsextremistin vorgegangen. Die Sicherheitsbehörden stufen die 23-Jährige sowohl als gewaltbereit als auch als psychisch labil ein und halten es für möglich, dass sie einen Anschlag auf das Kulturfestival geplant haben könnte. Wie ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz auf Anfrage bestätigte, prüfe man derzeit »intensiv« rechtliche Maßnahmen gegen die Frau, »insbesondere mit Blick auf den 18. Januar« – den Tag der Eröffnungsfeier. Sie sei der Polizei »hinlänglich durch diverse Straftaten bekannt«. Nähere Angaben machte der Sprecher nicht. Nach SPIEGEL-Informationen wurde die 23-Jährige am Dienstag von den Behörden zur Gefahrenabwehr vorläufig in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Hinweise auf konkrete Vorbereitungen für ein Attentat fanden die Fahnder bislang offenbar nicht. Gleichzeitig ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz gegen die Frau, die sich zuvor hauptsächlich in Rheinland-Pfalz aufgehalten haben soll. Es bestehe der Verdacht auf Verstoß gegen das Waffengesetz und Störung des öffentlichen Friedens durch Billigung von Straftaten, erklärte ein Sprecher der Behörde auf SPIEGEL-Anfrage. Unter anderem werde der Beschuldigten vorgeworfen, unerlaubt eine Pistole und in zwei Fällen eine Langwaffe besessen zu haben. Die Ermittler stützen sich dabei offenbar auf Fotos in sozialen Medien, die die Rechtsextremistin bei Schießübungen mit einer Handfeuerwaffe und einem Gewehr mit Zielfernrohr zeigen. Bereits im Dezember ließ die Generalstaatsanwaltschaft die Wohnung der Frau in Chemnitz durchsuchen. Dort entdeckten die Fahnder nach SPIEGEL-Informationen unter anderem eine Machete, diverse Messer und einen selbst gebastelten Kalender mit Bildern rechtsextremer Attentäter. Außerdem soll sich dort eine Art Altar mit Kerzen und »Tötungsliteratur« befunden haben. Ermittler stießen zudem auf eine verdächtige Chatnachricht: »Ich möchte wissen, wie es sich anfühlt, einen Menschen zu töten«. Schusswaffen wurden nicht gefunden. Auf Anfrage bestritt die Frau alle Vorwürfe. Auch habe sie nie einen Anschlag geplant. Die 23-Jährige, die mit einem sächsischen Neonazi liiert ist, soll erst im Herbst nach Chemnitz gezogen sein. Der Polizei und den Sicherheitsbehörden war sie nach SPIEGEL-Informationen bislang mehr als 100-Mal aufgefallen. Seit vergangenem Jahr bewegte sie sich zunehmend bei Aktionen des rechten Spektrums. Sie nahm an einer AfD-Veranstaltung in Mainz und später an Demonstrationen der Neonazi-Parteien »Die Rechte« und »Die Heimat« (ehemals NPD) teil. Im Mai soll sie in Frankfurt am Main den Prozess gegen die mutmaßlich rechtsterroristische »Reuß-Gruppe« besucht haben und von der Polizei aus Gründen der Gefahrenabwehr einer Kontrolle unterzogen worden sein. »How to be a serial killer« Ab August nahm die Frau dann mit einer Gruppe junger Neonazis an queerfeindlichen Aufmärschen in Sachsen teil. Die Demonstrationen waren teilweise von Aktivisten der rechtsextremen »Freien Sachsen« angemeldet worden

via spiegel: Eröffnungsfeier für Europäische Kulturhauptstadt Sorge vor Anschlag in Chemnitz

TÖDLICHER UNFALL – Bekannter Rechtsextremist soll Unfall bei Hartmannsdorf verursacht haben

Der Verursacher des schweren Unfalls mit zwei Toten am Montag bei Hartmannsdorf soll ein szenebekannter Neonazi sein. Wie die “Freie Presse” in Chemnitz berichtet, handelt es sich um den 40-jährigen Steve G., den Chef des Rechtsrocklabels PC Records. Er habe das Unternehmen 2014 von dem mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilten Rechtsextremisten Yves R. übernommen. Bei dem Unfall war der 40-Jährige mit seinem Auto auf dem Zubringer zur Anschlussstelle der A72 aus unbekannter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammengestoßen. Dabei geriet eines der Autos in Brand. Dieses brannte vollständig aus. Der 48 Jahre alte Fahrer des anderen Wagens starb in seinem Fahrzeug. Der mutmaßliche Unfallverursacher wurde in seinem Auto eingeklemmt. Auch er starb noch an der Unfallstelle.

via mdr: TÖDLICHER UNFALL Bekannter Rechtsextremist soll Unfall bei Hartmannsdorf verursacht haben

siehe dazu auch: Schock in der Rechtsrock-Szene Toter bei Verkehrsunfall in Mittelsachsen ist sachsenweit bekannter Neonazi . Bei einem schweren Unfall am Montag waren zwei Menschen ums Leben gekommen. Einer von ihnen leitete ein führendes Label für Rechtsrock. Ulrich Wolf 16.01.2025, 17:18 Uhr   Hartmannsdorf . Zu den beiden Toten des Verkehrsunfalls bei Hartmannsdorf im Kreis Mittelsachsen am vergangenen Montag zählt der 40 Jahre alte Geschäftsführer des Chemnitzer Rechtsrock-Labels PC Records, Steve G. (…) Bereits 2021 schreibt das in Leipzig ansässige Else-Frenkel-Brunswik-Institut für Demokratieforschung in Sachsen in einer Studie über die rechtextreme Szene in Chemnitz, das Rechtsrocklabel PC Records um Yves R. und Steve G. verfüge über Verbindungen zum inzwischen verbotenen Blood-&-Honour-Netzwerk. Wegen des Labels spiele Chemnitz eine wichtige Rolle in der bundesweiten und internationalen Rechtsrockszene. Die Kontakte, insbesondere nach Dresden, Cottbus und Bautzen, seien „sowohl ideologischer als auch kommerzieller Natur“.

screenshot website

Tampa Man Pleads Guilty To Possession Of Child Sexual Abuse Material – #764

U.S. Attorney’s Office, Middle District of Florida Tampa, Florida – United States Attorney Roger B. Handberg announces that Jack Rocker (19, Tampa) pleaded guilty on December 16, 2024, to possessing child sexual abuse material (CSAM). Rocker faces a maximum penalty of 20 years in federal prison. Rocker will also be required to register as a sex offender and pay restitution to the victims. The government is also seeking forfeiture of Rocker’s cellphone, thumb drive, and laptop which were used to commit the offense. His sentencing hearing is scheduled for March 14, 2025.  According to court filings, Rocker was a member of a network of racially or ethnically motivated violent extremists called “764.” Members of “764” use online social media communications platforms as mediums to support the possession, production, and sharing of extreme gore media and CSAM. On January 19, 2024, the Federal Bureau of Investigation executed a search at Rocker’s home and seized his cellphone, thumb drive, and laptop, all of which contained CSAM. At the time, the FBI determined that Rocker’s devices contain more than 8,300 images and videos of CSAM, including images and videos depicting the sexual abuse of infants and toddlers, masochistic sexual behavior, and bestiality. This case was investigated by the Federal Bureau of Investigation. It is being prosecuted by Assistant United States Attorneys Ilyssa Spergel and Karyna Valdes.

via justice.gov: Tampa Man Pleads Guilty To Possession Of Child Sexual Abuse Material

Experte sieht mögliche Rechtsverstöße – Schmutziger Wahlkampf: AfD wendet neue Strategie an

Die AfD setzt im Bundestagswahlkampf eine neue, dubiose Werbestrategie im Netz ein. Experten bewerten sie als bewusst irreführend und möglicherweise rechtswidrig. Sebastian Münzenmaier gerät ins Schwärmen. Der AfD-Bundestagsabgeordnete ist Landesvize in Rheinland-Pfalz und enger Vertrauter von Alice Weidel. In einem Space auf X mit Parteifreunden erklärt er am Dienstagabend eine Strategie für den Wahlkampf im Netz, die sein Landesverband bereits 2021 angewendet habe. “Wenn ich das vergleiche mit Flugblättern oder Großplakaten, dann ist es unschlagbar”, sagt Münzenmaier. “Dieses Mal wollen wir das massiv ausbauen.” Das Problem: Die neue Strategie, die Münzenmaier so ins Schwärmen bringt und die er nun bis zur Bundestagswahl im Februar befeuern will, ist bewusst irreführend und nach Einschätzung eines Experten vermutlich justiziabel. Denn die AfD kapert so den Onlinewahlkampf anderer Parteien und täuscht Wähler. Der Begriff “Anti-Werbung” beschreibt das Vorgehen gut: Die AfD suche, schildert Münzenmaier, gezielt nach Themen und Schlagworten, die im Wahlkampf online für andere Parteien wichtig sind. Sie kauft sich dann zu diesen Schlagworten die besten Werbe-Plätze und schaltet dort, zum Teil in der Anmutung der anderen Parteien, gezielt Inhalte gegen die Konkurrenz. Weil die Werbeplätze beispielsweise bei Google prominenter ausgespielt werden als andere Inhalte, wird Interessierten zuerst der Negativ-Inhalt der AfD angezeigt, nicht der Inhalt der anderen Parteien. In Deutschland ist die parasitäre Strategie im Wahlkampf bisher neu. AfD wirbt zum FDP-Dreikönigstreffen – gegen die FDP Ein anschauliches Beispiel ist dokumentiert, das Münzenmaier im X-Space anführt: Unter den Google-Schlagworten “FDP Dreikönigstreffen” schaltete die AfD Rheinland-Pfalz Anfang Januar Anti-Werbung gegen die FDP. Wer am Tag der Veranstaltung “FDP Dreikönigstreffen” googelte, dem wurde eine Werbung angezeigt, die in der Überschrift zwar groß “FDP Dreikönigstreffen” versprach – aber im kleineren Teaser erklärte: “Die FDP ist rückgratlos – Zeit für Deutschland. Nur mit der AfD. (…)” Die Anzeige führte dann zu einer Seite auf der Homepage von Sebastian Münzenmaier, auf der ausführlich erklärt wird, warum FDP-Chef Christian Lindner das Land “zugrunde” gerichtet und welche Wahlversprechen die FDP gebrochen haben soll. Der Deutschlandfunk-Journalistin Ann-Kathrin Büüsker ist die Google-Anzeige bereits am 6. Januar aufgefallen. Sie hat sie mit Screenshots im Netzwerk Bluesky dokumentiert. Die Anti-FDP-Webseite von Münzenmaier ist noch abrufbar.

via t-online: Experte sieht mögliche Rechtsverstöße Schmutziger Wahlkampf: AfD wendet neue Strategie an

Virale Fake-News auf #Instagram – Das steckt wirklich hinter der angeblichen #Gruppenvergewaltigung in #Frankfurt – #fakenews

Ein Instagram-Video über eine angebliche Gruppenvergewaltigung in Frankfurt geht viral. Fast alles an der Geschichte ist erfunden. Doch das scheint tausende Kommentatoren nicht weiter zu kümmern. Es ist nicht weniger als eine Horror-Geschichte, die sich derzeit auf Instagram verbreitet. Erzählt von einer KI-Frauenstimme: Eine 18 Jahre alte Frankfurterin verabredet sich über eine Dating-App mit einem Mann. Doch statt Romantik erwartet sie ein Martyrium. Sie wird von ihm und einem Mittäter überwältigt und in eine Wohnung gezerrt. Dort, so verkündet die KI-Stimme, wird der Frau eine “lähmende Flüssigkeit” verabreicht, ehe sie über Stunden vergewaltigt und gefoltert wird. Die angeblichen Täter: zwei Afghanen. Rassistische Parolen in den Kommentaren Seine Wirkung verfehlt das knapp einminütige Video nicht. In den zwei Wochen seit seiner Erstellung wurde es fast 11.000 mal geliked. Mehr als 4.000 Menschen sind dem Aufruf gefolgt, das Video zu kommentieren – und damit die Reichweite des Beitrags weiter zu erhöhen. Neben rassistischen Parolen finden sich in den Kommentaren auch immer wieder Aufrufe zur Wahl der AfD. (…) Der Empörungs-Post auf Instagram dichtet grausame Details hinzu, und lässt ganz nebenbei eine entscheidende Information weg: Die beiden Angeklagten wurden freigesprochen. Nach Auskunft des Wiesbadener Amtsgerichts handelte es sich um einen “deutlichen Freispruch”. Der Vorsitzenden Richterin seien erhebliche Zweifel an der Schilderung der Angeklagten gekommen, weil sie dieser “nicht im vollen Umfang habe folgen” können, erklärte eine Sprecherin des Gerichts auf hr-Anfrage. Im Vorfeld habe es eine “Vorverurteilung” der Angeklagten gegeben, die so nicht hätte stattfinden dürfen (…) Das Instagram-Video über die angebliche Gruppenvergewaltigung entspreche jedoch einer hier üblichen Vorgehensweise: “Aufgreifen von aktuellen Themen in Verbindung mit Falschinformationen mit dem Ziel, die Bevölkerung zu verunsichern und das Vertrauen in den Rechtsstaat zu schwächen”, so die Einschätzung aus Wiesbaden.

via hessenschau: Virale Fake-News auf Instagram Das steckt wirklich hinter der angeblichen Gruppenvergewaltigung in Frankfurt

siehe auch: Angebliche Massenvergewaltigung in Frankfurt sorgt für Hasskommentare und Aufrufe die AfD zu wählen – #fakenews #nazipropaganda. Auf Instagram wird ein Video einer angeblichen Massenvergewaltigung in Sossenheim geteilt. Darunter viele rassistische Hasskommentare und Aufrufe die AfD bei der Bundestagswahl zu wählen. Seit einer Woche kursiert bereits ein Video über eine angebliche Massenvergewaltigung, „die ganz Frankfurt unter Schock versetzt“ auf Instagram. Eine KI-Stimme sagt in diesem Reel: „Eine 18-jährige Frau wurde nach einem Tinderdate Opfer einer brutalen Gruppenvergewaltigung.“ Dazu werden Symbolbilder von Polizisten im Bahnhofsviertel eingeblendet, obwohl als Tatort Sossenheim genannt wird

Aufmerksamkeit für Hochstapler – Der gar nicht geniale Streich der AfD

Erst unterstützt der reichste Mann der Welt die AfD, dann auch noch der klügste? Bei der AfD war die Verzückung so groß, dass alle Vorsicht vergessen wurde, als sich ein Hochstapler anbot. Vielleicht schafft es der Koreaner Younghoon Kim jetzt doch noch in die englischsprachige Wikipedia. Es könnte etwas werden mit einem Artikel über den vielleicht dümmsten Hochbegabten der Welt und wie er die AfD und Elon Musk blamiert hat. In den vergangenen Tagen kamen zunehmend Zweifel auf, ob es den 35-jährigen Younghoon Kim überhaupt gibt, er hat deshalb eine Kopie seines Passes an die AfD geschickt, die aber nicht mehr reagiert. Das ist tragisch für den Mann, der seit einiger Zeit viel Mühe aufbringt, um für den Menschen mit dem höchsten Intelligenzquotienten der Welt gehalten zu werden. Er hat dafür ein Netzwerk von Firmen, Institutionen und Wettbewerben genutzt, in denen er jeweils eine Rolle spielt und die ihm seinen unglaublichen IQ bescheinigen. Als ihm t-online eine höfliche Mail mit Fragen schickte, hat er zuerst den Reporter auf X blockiert und dann begonnen, massenweise Tweets der vergangenen Tage zu löschen. Er hat nicht erklärt, warum er einen Klon der tatsächlichen Superhirne-Vereinigung Giga Society mit gleichem Namen aufgebaut hat und Partner angibt, die davon nichts wissen. Es gibt also noch Unklarheit in der Geschichte des Mannes, der zum Sprung als vermeintlich klügster Mann der Welt ansetzt und als Hochstapler aufschlägt. Das hat viel zu tun damit, dass Younghoon Kim auf dem Trittbrett von X-Eigentümer Elon Musk eine kurze Liebesbeziehung zur AfD aufgenommen hat. Zuerst hatte Musk erklärt, die AfD zu unterstützen. Als dann alle Welt Notiz davon nahm, dass Musk mit Weidel plauderte, hatte sich auch Younghoon Kim auf X gemeldet: Nur die AfD könne Deutschland retten. Musk hatte zuvor bereits auf Lob des Koreaners reagiert. Das AfD-Bekenntnis brachte Kim ersehnte Aufmerksamkeit ein wie wohl nie zuvor – und in der AfD war die Verzückung groß. Nach dem reichsten Mann der Welt empfahl jetzt auch der klügste die AfD zur Wahl? Bei der Aussicht auf solche Anerkennung galt möglicherweise das Sprichwort: Gier frisst Hirn. “Kann er irren?”, postete AfD-Vorsitzende Alice Weidel Kims Empfehlung mit einem Bild zum Teilen und dem Hinweis, dass das der Mann mit dem anerkannt höchsten IQ sei. Sie war nicht die Einzige damit, auch der bayerische AfD-Vorsitzende Stephan Protschka ließ einen Beitrag mit dem vermeintlichen Super-Genie basteln. Weidel, er und weitere AfD-Politiker haben ihre begeisterten Postings inzwischen entfernt. “Der Beitrag wurde gelöscht, da Zweifel an der Echtheit des Accounts des Herrn bestand”, teilt die AfD mit. Es ist klüger, nicht mit der Unterstützung eines Hochstaplers zu werben. Das ist Younghoon Kim zweifellos, wenn man den Gründer der Superhirn-Vereinigung Giga Society fragt, den Niederländer Paul Cooijmans. “Ein größenwahnsinniger, krankhaft lügender Hochstapler nach meiner Einschätzung.” Younghoon Kim muss zumindest weit intelligenter sein als der Durchschnitt, er hatte es auch einmal in eine ebenfalls von Cooijmans geführte Glia Society geschafft, für die man einen IQ-Wert aufweisen muss, wie nur jeder Tausendste ihn hat. “Allerdings kann man bei Tests auch betrügen”, sagt Cooijmans. (…) Jemand wollte im vergangenen Jahr noch, dass die USIA und ihr Gründer Younghoon Kim längere Beiträge in der Wikipedia erhalten und hatte Entwürfe eingereicht. Es spricht viel dafür, dass Kim selbst es war, der im Online-Nachschlagewerk als Mensch mit dem höchsten IQ der Welt und Präsident eines renommierten Think-Tanks stehen wollte. Die Vorschläge kamen von einem Nutzer mit dem Namen “Reality180”, den Kim auch für sein Facebook-Profil nutzte. Wikipedia lehnte Text ab: Keine guten Quellen Doch die Reaktion der Adminstratoren der amerikanischen Wikipedia ist ein Beleg für die gute Arbeit, die dort geleistet wird. Mehrfach wurden die Text-Vorschläge zurückgewiesen. “Fehlende nennenswerte Berichterstattung in zuverlässigen Sekundärquellen”, der Nutzer solle das nachreichen. Am 8. Dezember 2024 löschte “Liz”, langjährige Wikipedia-Administratorin und verantwortlich für fast 800.000 Änderungen und Löschungen, den Entwurf endgültig. Bei der Wikipedia, die Elon Musk auch ein Dorn im Auge ist, war das passiert, was Alice Weidel versäumte: Es war gründlich geprüft worden, wie gut die Quellen für die Behauptungen sind.

via t-online: Aufmerksamkeit für Hochstapler Der gar nicht geniale Streich der AfD

siehe auch: Posse um AfD-Fan aus Südkorea : Fiel Weidel auf einen Hochstapler herein? Ein Südkoreaner hat angeblich den höchsten IQ der Welt und ruft bei X zur Wahl der AfD auf. Alice Weidel jubelt, löscht ihr Posting aber wieder – der Mann ist wohl ein Hochstapler. Über wenig freut sich die AfD aktuell mehr als über prominente Unterstützer aus dem Ausland. Nach Elon Musk zeigte sich AfD-Chefin Alice Weidel in dieser Woche auf X gehörig stolz über einen weiteren Fan: “Dr. YoungHoon Kim, anerkannt als der intelligenteste lebende Mensch der Welt mit einem IQ von 276, unterstützt die AfD”, schrieb Weidel dort. Zahlreiche weitere AfD-Abgeordnete, Kreisverbände und auch mehrere Medien griffen die Story auf. Doch an der Geschichte um den Südkoreaner Dr. YoungHoon Kim, der sich bei X regelmäßig als “unerschütterlicher Unterstützer der AfD” präsentiert, ist wohl so manches faul. Und auch Alice Weidel löschte ihr Posting bei X vom 15. Januar rasch wieder. Nur auf ihrer Webseite war es zuletzt noch zu sehen. Offenbar ist die AfD-Spitzenpolitikerin auf einen Hochstapler reingefallen. ZDFheute mit einer Spurensuche PEINLICH! AFD BLAMIERT SICH MIT ANGEBLICH „SCHLAUESTEM MANN DER WELT“. Ein Mann aus Südkorea behauptete, einen Fantasie-IQ von 276 (!) zu haben und drückte öffentlich Unterstützung für die rechtsextreme AfD aus. Alice Weidel und zahlreiche AfD-Medien glaubten das sofort und verbreiteten seine angebliche Wahlempfehlung vom „schlauesten Mann der Welt“ stolz. Nur kurze Zeit später stellte sich heraus, dass der Mann wohl keineswegs ein echtes „Super-Genie“ ist und seine hochtrabenden IQ-Angaben offensichtlich fragwürdig sind. Weidel löschte beschämt ihren Beitrag, AfD-nahe Medien ruderten zurück. Dieser Vorfall zeigt erneut, wie leicht die AfD und ihr Umfeld ständig auf plumpe Fälschungen und frei erfundene Geschichten hereinfallen – Hauptsache, die Meldung passt ins eigene Weltbild. Und der Partei sollen Menschen vertrauen?