„Glutnester antidemokratischen Verhaltens“ erkennen – #Niedersachsen kündigt #Studie zu #Rechtsextremismus bei der #Polizei an – #polizeiproblem

Niedersachsens Innenminister Pistorius will antidemokratische Einstellungen bei Sicherheitsbehörden aufdecken. Im Bund sträubt sich Seehofer gegen eine Studie. Niedersachsen will schon demnächst eine Studie über Extremismus bei der Polizei starten. „Das ist eine Studie die – zumindest in Niedersachsen – recht schnell an den Start geht“, sagte der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) der „Rheinischen Post“ . „Offensichtlich gibt es immer wieder Glutnester antidemokratischen Verhaltens, die wir schnell erkennen und ersticken müssen.“ Er habe deshalb seinen SPD-Kollegen vorgeschlagen, dass Wissenschaftler die Polizei beim Einsatz vor Ort in einer qualitativen Studie strukturiert begleiten. Aus seiner Sicht würde die Beteiligung von „einer Handvoll“ Bundesländer ausreichen.

via tagesspiegel: „Glutnester antidemokratischen Verhaltens“ erkennen Niedersachsen kündigt Studie zu Rechtsextremismus bei der Polizei an

siehe auch: Pistorius will Rechtsextremismus bei Polizei erforschen lassen. Zwei Studien sollen die Verbreitung und Ursachen von Rassismus und Rechtsextremismus bei der niedersächsischen Polizei ans Tageslicht bringen. Innenminister Pistorius hat eine auf mehrere Jahre angelegte und eine kurzfristige Studie angekündigt. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat in der Debatte um Rechtsextremismus und Rassismus bei der Polizei zwei wissenschaftliche Studien gefordert. So plane er eine mehrere Jahre dauernde Analyse zur Demokratiefestigkeit der Polizei sowie eine kurzfristige Studie über Rassismus im Alltag der Beamten, heißt es in einem Bericht der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Dies gehe aus einer Beschlussvorlage seines Hauses für die Konferenz der SPD-geführten Landesinnenministerien Ende Oktober hervor, die dem Blatt vorliege.

Hakenkreuze und Hitler-Bilder im Dienstbüro? Traunsteiner Kriminalpolizist muss vor Gericht – #polizeiproblem #copculture #staatsschutz #strafvereitlungImAmt

Nach mehreren bundesweiten Fällen scheint nun auch bei der Traunsteiner Polizei ein Beamter mit rechtsradikaler Tendenz bekannt zu werden: Wegen Hakenkreuz-Bildern im Dienstbüro und Strafvereitelung im Amt steht er am Montag vor Gericht. Der Angeklagte war Sachbearbeiter bei der Kriminalpolizeiinspektion in Traunstein – ausgerechnet in der Abteilung Staatsschutz. Bereits 2015 soll er in seinem Dienstbüro eine große Collage an die Wand gehängt haben: zehn Hakenkreuze, zwei Bilder von Adolf Hitler und eine sogenannte Siegrune, wie sie auch von der SS verwendet wurde, waren laut Staatsanwaltschaft darauf abgebildet. Das Büro soll auch für Vernehmungen genutzt worden sein.. Angeklagt ist der Mann aber nicht nur wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, sondern auch wegen Strafvereitelung im Amt. 2018 habe er gegen einen anderen Polizisten wegen Volksverhetzung ermittelt. Hintergrund waren rassistische Äußerungen gegenüber Muslimen in Whatsapp-Gruppen. Ein Strafverfahren gegen den Polizisten habe der Kripo-Beamte aber nicht eingeleitet, sondern fälschlicherweise behauptet, der Absender der Nachricht sei nicht mehr auszuforschen.

via insalzach24: Hakenkreuze und Hitler-Bilder im Dienstbüro? Traunsteiner Kriminalpolizist muss vor Gericht

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Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Mattes” title=”User:Mattes”>User:Mattes</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, Gemeinfrei, Link

Bericht: #NRW-#Polizeiskandal weitet sich aus – #polizeiproblem #copculture #strukturellerRassismus

Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger soll ein Vorgesetzter eines der beteiligten Beamten einen gewaltsamen Übergriff vertuscht haben. Der Skandal um die rechtsextremen Chat-Gruppen bei der Polizei in Essen und Mülheim/Ruhr weitet sich eines Berichts des Kölner Stadt-Anzeigers zufolge aus. Demnach erfuhr die Zeitung aus Polizeikreisen, dass der gewaltsame Übergriff eines der beschuldigten Beamten gegen einen Festgenommenen durch Vorgesetzte vertuscht worden sein soll. Der Mann mit albanischen Wurzeln war den Angaben zufolge gefesselt, als der Übergriff geschah. Der Polizist soll laut der Chatnachricht einer Kollegin mehrfach auf den Wehrlosen eingeschlagen haben. Der zuständige Dienstgruppenleiter soll versprochen haben, mit dem Vorgesetzten des mutmaßlichen Schlägers zu sprechen, dann sei aber nichts weiter geschehen. Vielmehr sollen Mitglieder der „Alphateam“ genannten Chat-Gruppe, die über fünf Jahre hinweg 126 Nazi-Dateien und rassistisches Material posteten, die Beamtin gemobbt haben.

via berliner zeitung: Bericht: NRW-Polizeiskandal weitet sich aus

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Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:H-stt” title=”User:H-stt”>Henning Schlottmann (User:H-stt)</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 4.0, Link

Kölner #Zivilpolizist soll “#ThorSteinar”-Kleidung bei Gedenken an #Halle-Anschlag getragen haben – #terror #polizeiproblem

Ein Kölner Beamter erschien zu einem Einsatz bei einer Gedenkveranstaltung für den rechtsextrem-motivierten Anschlag in Halle offenbar in szenetypischer Kleidung. Sein Dienstherr hat ihn nun versetzt. Der Kölner Polizeipräsident hat einen Polizisten von seinen Aufgaben entbunden, der bei einem Einsatz Kleidung einer in der rechtsextremen Szene verbreiteten Marke getragen haben soll. “Ich habe kein Verständnis für ein derartiges Verhalten”, wird Uwe Jacob in einer Mitteilung seiner Behörde zitiert. Der Polizist trug laut “Kölner Stadtanzeiger” Kleidung der Marke “Thor Steinar” bei einer Kölner Gedenkveranstaltung für den rechtsextremen Anschlag in Halle. Die Marke ist nach Einschätzung mehrerer Landesämter für Verfassungsschutz vor allem in der rechtsextremen Szene verbreitet, auch die Behörde in NRW ist dieser Auffassung. Teilnehmer der Veranstaltung sprachen den Mann laut “Kölner Stadtanzeiger” auf die Kleidung an und beschimpften ihn als Nazi. Daraufhin habe der Mann einen Dienstausweis der Polizei Köln gezückt. Laut Polizei ging über die sozialen Medien ein Hinweis zu dem Verhalten des Mannes ein. Bei dem Zivilbeamten handle es sich um einen 54 Jahre alten Personenschützer. Der Mann werde künftig einer anderen Tätigkeit nachgehen, sagte Jacobs.

via spiegel: Kölner Zivilpolizist soll “Thor Steinar”-Kleidung bei Gedenken an Halle-Anschlag getragen haben

#Leipzig: Nächster #Polizist wegen #rassistischer Äußerungen #suspendiert – #polizeiproblem #copculture #hetzer #strukturellerrassismus

Ein Leipziger Polizist soll sich im September bei der Verkehrserziehung rassistisch geäußert haben. Das kostete ihn nun seinen Job. Der Hauptmeister soll am 8. September dieses Jahres öffentlich Vorurteile gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund geäußert haben. Nun folgte der Denkzettel: Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig wurde am Freitag “mit sofortiger Wirkung das Verbot des Führens der Dienstgeschäfte” angeordnet. Er habe mit dienst- und disziplinarrechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Der Vorfall ereignete sich im Rahmen einer Lehrstunde zur Verkehrserziehung: Die rassistischen Äußerungen über einen anderen Verkehrsteilnehmer wurden direkt vor Grundschülern und Pädagoginnen getätigt. “Mit allen Bediensteten der Polizeidirektion Leipzig werden gegenwärtig Gespräche zu den Vorkommnissen in der letzten Zeit geführt und ausdrücklich auf die Einhaltung der Werte der freiheitlich demokratischen Grundordnung hingewiesen”, teilte eine Polizeisprecherin mit.

via tag24: Leipzig: Nächster Polizist wegen rassistischer Äußerungen suspendiert

siehe auch: Erneut Rassismus-Vorwurf gegen Polizei. Bei der Verkehrserziehung von Grundschülern soll sich der Beamte in Leipzig abfällig über Bürger mit Migrationshintergrund geäußert haben. Die Polizeidirektion Leipzig hat einen Polizeihauptmeister vom Dienst suspendiert. Er soll öffentlich Vorurteile gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund geäußert haben. Der Vorfall habe sich bereits Anfang September “im Rahmen einer Präventionsmaßnahme zur Verkehrserziehung vor Grundschülern und Pädagoginnen” ereignet, teilte die Polizei in Leipzig am Freitag mit. (…) Wegen des Verdachts auf menschenfeindliche Äußerungen war erst Ende September ein Beamter der Direktion Leipzig mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert worden. Er steht im Verdacht, als Chat-Teilnehmer rechtsextremistische und rassistische Äußerungen vorgenommen zu haben. Anfang Oktober wurde ein entsprechender Fall bei der Polizeidirektion Dresden bekannt. Dort wurde ebenfalls ein Beamter wegen rechtsextremer Äußerungen in einer Chatgruppe suspendiert. Gegen ihn läuft ein Disziplinarverfahren. Der 38 Jahre alte Polizeimeister war zuletzt in Pirna bedienstet. Seit 2015 wurden und werden im Zusammenhang mit rechtsextremer Gesinnung Disziplinarverfahren oder Ermittlungen gegen 16 sächsische Polizisten geführt.

Rechtsextreme in Sicherheitsbehörden: Seehofers Dunkelfeld – #polizeiproblem

Ein Verfassungsschutz-Bericht macht das Rechtsextremismus-Problem in den Sicherheitsbehörden sichtbar. Und der Innenminister? Wiegelt ab. Was für eine vertane Chance. Anlässlich der Vorstellung des Lageberichts zu Rechtsextremismus in den Sicherheitsbehörden hätte der Bundesinnenminister ein Signal senden können: dass er es wirklich ernst meint mit dessen engagierter Bekämpfung. Doch was macht Horst Seehofer? Er beschwichtigt, auf dünnster Datengrundlage. Ein strukturelles Problem schließt er aus. Und betont, dass mindestens 99 Prozent der Beamt:innen auf dem Boden des Grundgesetzes stünden. Dass dies so ist, kann man nur hoffen. Ob es stimmt, kann aber auch der Innenminister nicht wissen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat für den Lagebericht lediglich bereits bekannt gewordene Fälle zusammengetragen. Die Behörden durchleuchtet oder Beamt:innen befragt hat es nicht. Die Anzahl der registrierten Fälle aber hängt neben dem wahren Ausmaß des Problems auch vom Bewusstsein dafür in Ländern und Behörden ab -– und oft leider auch vom Zufall, wie die jüngsten Fälle in Nordrhein-Westfalen gezeigt haben. Behörden­in­tern gemeldet wurden diese nicht. Völlig zu Recht weist deshalb der Verfassungsschutz selbst auf das sogenannte Dunkelfeld hin. Das heißt: Im Lagebericht wird nur die Spitze des Eisbergs gezeigt, auch wenn jeder dieser Fälle besonders schwer wiegt. Schließlich üben die Beamt:innen das staatliche Gewaltmonopol aus und haben Zugang zu Waffen.

via taz: Rechtsextreme in Sicherheitsbehörden: Seehofers Dunkelfeld

siehe auch: Hunderte rechtsextreme Verdachtsfälle in Sicherheitsbehörden. In einem ersten Lagebericht gibt es nun einen bundesweiten Überblick über rechtsextremistische Tendenzen in den Sicherheitsbehörden. Es geht um mehr als 350 Verdachtsfälle. Für Bundesinnenminister Seehofer ist „jeder erwiesene Fall eine Schande“. Die Sicherheitsbehörden der Länder haben zwischen 2017 und April 2020 insgesamt 319 Verdachtsfälle von Rechtsextremismus registriert. Das geht aus dem ersten Lagebericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz über „Rechtsextremisten in Sicherheitsbehörden“ hervor, den Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag vorgestellt hat. Zu den 319 Verdachtsfällen der Länder kommen 58 Verdachtsfälle bei den Sicherheitsbehörden der Länder. Seehofer sieht darin „kein strukturelles Problem mit Rechtsextremismus in den Sicherheitsbehörden“ in Deutschland.

Einheit oder Abschnitt unbekannt – Rassistische Chats bei Berliner Polizei – noch keine Hinweise zu Tätern

Wenige Tage nach Bekanntwerden einer Chatgruppe von Berliner Polizisten mit rassistischen Äußerungen hat die Polizei noch keine Hinweise zur Identität von Teilnehmern. Es sei nicht bekannt, zu welchem Abschnitt oder welcher Einheit die Mitglieder gehören, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Montag in einer Sondersitzung des Innenausschusses. Es seien Zeugen befragt worden, das habe aber „nicht weiter geführt“. Man habe „keinerlei“ Anhaltspunkte. Slowik berichtete, die Polizei ermittle wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Es gehe um rassistische und menschenverachtende Sprüche. Einige Äußerungen könnten den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen. Die Polizei kennt laut Slowik nur drei Beispiele aus den Chats. Mehr habe man von dem ARD-Magazin „Monitor“ nicht erhalten. Die Betroffenen hätten sich aber sicher selbst erkannt. Möglicherweise gebe es weitere Zeugen, die sich auch melden könnten. Aktuell gibt es laut Slowik bei der Polizei 31 Disziplinarverfahren wegen anderer problematischer Äußerungen mit der Nähe zu Extremismus. Elf davon würden mit dem Ziel der Entlassung der Polizisten geführt.

via bz berlin: Einheit oder Abschnitt unbekannt – Rassistische Chats bei Berliner Polizei – noch keine Hinweise zu Tätern

Kubat-Dreieck an der Berliner Mauer, von der Polizei geräumt.jpg
Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Neptuul” title=”User:Neptuul”>Neptuul</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0, Link