Rassismus und “Racial Profiling” – Rheinland-Pfalz plant doch eigene Polizei-Studie – #polizeiproblem

Rheinland-Pfalz will nun doch eine eigene Studie zur Frage der Verbreitung rassistischer und antidemokratischer Einstellungen in der Polizei in Auftrag geben. Das teilte das Mainzer Innenministerium am Donnerstag mit. Geplant sei eine Untersuchung, die sich “nicht nur eng gefasst allein auf das Thema Rassismus beschränken” solle, hieß es auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd). Die genauen Fragestellungen müssten noch abgestimmt werden. Zuvor hatte Innenminister Roger Lewentz (SPD) sich mit Gewerkschaftsvertretern und dem Hauptpersonalrat im Grundsatz auf das Vorgehen geeinigt. In der Debatte um fremdenfeindliche Einstellungen bei Polizeibeamten hatte Lewentz vor der Sommerpause noch erklärt, er halte eine solche Studie nicht für “zwingend erforderlich”, sei aber prinzipiell offen dafür, falls die Polizeigewerkschaften sie als “vertrauensbildende Maßnahme” selbst einfordern würden. In der rheinland-pfälzischen Polizei gibt es nach Überzeugung des Landes kein strukturelles Problem mit Rassismus oder Vorkommnisse wie in Nordrhein-Westfalen. Rassismus-Vorwürfe würden intensiv überprüft, als erstes Bundesland habe Rheinland-Pfalz zudem eine unabhängige parlamentarische Anlaufstelle für Beschwerden eingerichtet.

via swr: Rassismus und “Racial Profiling” Rheinland-Pfalz plant doch eigene Polizei-Studie

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By <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:H-stt” title=”User:H-stt”>Henning Schlottmann (User:H-stt)</a> – <span class=”int-own-work” lang=”en”>Own work</span>, CC BY-SA 4.0, Link

Nur die AfD will am Blutspendeverbot für Schwule festhalten

Alle demokratischen Fraktionen des Mainzer Landtags stellen sich hinter einen Antrag der Ampelkoalition, diskriminierende Regelungen bei der Blutspende zu beenden. Der Landtag von Rheinland-Pfalz hat am Donnerstagnachmittag mit den Stimmen von SPD, CDU, FDP und Grünen die Lockerung des faktischen Blutspendeverbots für schwule und bisexuelle Männer sowie trans Menschen gefordert. Nur die AfD-Fraktion stimmte dagegen. Der Antrag (PDF) war von den drei Regierungsfraktionen der Ampelkoalition eingebracht worden. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, sich für “diskriminierungsfreie und grundgesetzkonforme” Regelungen einzusetzen, die nur das “individuelle Risikoverhalten” berücksichtigen. Der Hintergrund: 2017 war zwar das grundsätzliche Spendeverbot für Männer, die Sex mit Männern haben, aufgehoben worden. An seine Stelle trat aber eine zwölfmonatige Karenzzeit, in der spendewilligen schwulen und bisexuellen Männern jegliche sexuelle Aktivität untersagt wurde. Diese Regelung wurde von LGBTI- und Aids-Aktivistinnen scharf kritisiert (queer.de berichtete). Andere europäische Länder – etwa Spanien oder Italien – betrachten bei der Auswahl der Blutspenderinnen dagegen nicht die sexuelle Orientierung der Spendewilligen, sondern das tatsächliche Risikoverhalten. Manche Länder haben auch kürzere Sexverbote – in Dänemark sind es etwa vier Monate, in den USA drei Monate.

via queer: Nur die AfD will am Blutspendeverbot für Schwule festhalten

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Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Waldteufel78″ title=”User:Waldteufel78″>Andreas Faessler</a> – <span class=”int-own-work” lang=”de”>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 4.0, Link

German police officers suspended for sharing neo-Nazi content – #polizeiproblem

Images shared in WhatsApp group included photo of Adolf Hitler and the swastika flag. Twenty-nine police officers in the western German state of North-Rhine Westphalia have been temporarily suspended after their unit was found to have shared extreme rightwing content on a WhatsApp group. Images shared by the officers, most of whom are members of a unit in the town of Mülheim an der Ruhr, reportedly depicted Adolf Hitler, the swastika flag, a collage of a refugee inside a gas chamber and the shooting of a young black person. (…) On Wednesday morning, authorities searched 34 apartments and offices with links to the officers under investigation, in the towns of Duisburg, Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Moers and Selm. The officers under investigation include six women. Eleven officers who are believed to have actively sent the images are under investigation for incitement of the people and the use of symbols of unconstitutional organisations. The remaining 18 officers are understood to have merely received the messages without reporting it to higher authorities. The chat group’s existence and content had emerged by chance, after authorities in Mülheim had confiscated the mobile phone of a police officer who was being investigated for sharing classified information with a journalist. Reul said on Wednesday he expected further disclosures as the confiscated phones were examined. The scandal comes just two months after the federal interior minister, Horst Seehofer, halted a planned study into allegations of racial profiling by German police forces.

via guardian: German police officers suspended for sharing neo-Nazi content

Rechtsextreme #Chatgruppen bei der Polizei: #LAFP-Polizist unter Verdacht – #PolizeiSkandal #polizeiproblem

29 Polizisten aus NRW sollen Mitglieder in einer Chatgruppe gewesen sein, die rechtsextremistische Inhalte ausgetauscht haben soll. Unter ihnen wohl auch jemand vom LAFP. Wer auf die Website des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) in Bork geht, findet dort auf der Startseite unter „Aktuelles“ eine Pressemitteilung: „Extremismusbeauftragte der Polizei – Reul: ‚Kein Pardon und keine halben Sachen‘“. Die Meldung ist schon älter, sie stammt von einer Veranstaltung aus dem Mai, bei der Polizisten am LAFP-Außenstandort Neuss aufeinander trafen, die als Ansprechpartner bei Extremismusverdacht fungieren sollen. Seit Mittwoch (16. September) bekommt die gar nicht so aktuelle Meldung eine neue Brisanz. Nach einer groß angelegten Razzia gegen 14 Polizisten stehen insgesamt 29 Polizisten unter Verdacht, in einer Chatgruppe rechtsextremistische Inhalte ausgetauscht zu haben. Und dabei handele es sich auch nicht um Einzelfälle, wie NRWs Innenminister Herbert Reul (CDU) bei einer Pressekonferenz einräumte. (..) Die allermeisten Beteiligten hätten irgendwann mal in derselben Dienstgruppe in der zum Polizeipräsidium Essen gehörenden Polizeiwache in Mülheim an der Ruhr gearbeitet. Heute arbeite einer der Beamten im Landeskriminalamt, zwei seien im Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) und eben im LAFP.

via ruhrnachrichten: Rechtsextreme Chatgruppen bei der Polizei: LAFP-Polizist unter Verdacht

Meinung: Rechtsextreme #Polizisten – #Staatsfeinde in #Uniform – #polizeiproblem

Erneut erschüttert ein Rechtsextremismus-Skandal die deutsche Polizei. Aber die Reaktionen deuten nicht darauf hin, dass die Dimension der Katastrophe von Politik und Polizei ernst genommen werden, meint Hans Pfeifer. Stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor: Der Innenminister des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes tritt vor die Presse. Er habe eine schockierende Nachricht mitzuteilen: Aufgeflogen sei ein großes Netzwerk an Extremisten bei der Polizei. 29 Männer und Frauen seien suspendiert worden. Und alle 29 seien Anhänger des Terrornetzes des “Islamischen Staates”. In ihrer Chatgruppe hätten sie die menschenverachtende und gewaltverherrlichende Propaganda der Islamisten geteilt. Und das unentdeckt seit acht Jahren. Bereits im Vorfeld hätte die deutsche Polizei für Schlagzeilen gesorgt, weil es in zahlreichen Behörden IS-Sympathisanten gegeben habe, die von Polizeirechnern aus Morddrohungen an ihre Gegner verschickt hätten. Ein fürchterliches Szenario, das zum Glück so nicht passiert ist. Aber was wäre in Deutschland los gewesen! Bei der Polizei jedenfalls wäre kein Stein auf dem anderen geblieben. Zurecht. Rechtsextreme Polizisten kein Einzelfall Im realen Fall von Extremismus bei der Polizei geht es nicht um Islamisten, sondern um Rechtsextremisten. Die 29 suspendierten Männer und Frauen waren Mitglieder einer Chatgruppe, die Hitler-Bilder und übelste rassistische Hetze teilte, und das seit 2012. Ein fürchterliches Szenario – nur das eben leider sehr real. (…) Trotz aller Erschrockenheit und der Bekenntnisse zum rückhaltlosen Aufklären bleibt die Politik erstaunlich unberührt – dafür, dass die Liste an rechtsextremen Netzwerken und Einzelpersonen bei Bundeswehr und Polizei länger und länger wird. Sie alle haben entweder Hitler-Bilder, NS-Symbole, Morddrohungen, rassistische Hetze geteilt oder sogar Waffen und Munition gehortet.
Und nur zur Klarstellung: diese “Staatsdiener” machen das nicht aus Protest gegen Flüchtlinge oder Bundeskanzlerin Merkel – nein, sie sind Anhänger des völkischen Hitler-Faschismus mit seinem millionenfachen Mord an Juden, Sinti und Roma, politischen Gegnern und Behinderten. Sie sind Staatsfeinde in Uniform. Jede ernsthafte Aufklärung über Struktur und Ausmaß von Rassismus und Rechtsextremismus in den Reihen der deutschen Polizei ist bislang noch immer gescheitert. Gerade erst hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer eine entsprechende Studie abgelehnt. Gesellschaftlicher Aufschrei bleibt aus

via dw: Meinung: Rechtsextreme Polizisten – Staatsfeinde in Uniform

#Razzia in #Hessen: #Polizei geht gegen #Rechtsextremisten vor

Die Ermittler beschlagnahmten unter anderem Waffen und NS-Andenken. Mit einer Razzia ist die Polizei in Hessen gegen behördenbekannte Rechtsextremisten vorgegangen. Wie das hessische Innenministerium mitteilte, wurden bereits am Mittwoch sechs Wohnungen durchsucht. Die Beamten beschlagnahmten mehrere Waffen, NS-Andenken (Devotionalien) sowie Betäubungsmittel und diverse Datenträger. Rund 30 Beamte waren im Einsatz, auch das Landeskriminalamt war beteiligt. Der Einsatz habe sich ausschließlich gegen Menschen gerichtet, die bereits wegen rechter politisch motivierter Kriminalität auffällig gewesen seien.

via berliner zeitung; Razzia in Hessen: Polizei geht gegen Rechtsextremisten vor

siehe auch: Waffen und NS-Devotionalien gefunden – Mehrere Wohnungsdurchsuchungen in rechtsextremer Szene. Waffen und Nazi-Devotionalien hat das Landeskriminalamt bei einer Razzia im rechten Milieu sichergestellt. Die betroffenen Personen waren “zuvor bereits im Bereich der politisch motivierten Kriminalität” aufgefallen, so das Innenministerium. Die Polizei in Hessen hat bei Durchsuchungen in der rechten Szene Waffen und Nazi-Devotionalien sichergestellt. Am Mittwoch seien sechs Wohnungen von Personen durchsucht worden, “die zuvor bereits im Bereich der politisch motivierten Kriminalität rechts aufgefallen waren”, berichtete das Innenministerium am Donnerstag in Wiesbaden. Die Polizei stellte neben Beweismaterial und diversen Datenträgern auch Betäubungsmittel sicher.

#AfD-Mann #Kleinwächter hat #Corona

Am Mittwochabend wurde bekannt, dass sich ein Mitglied der AfD-Bundestagsfraktion mit dem Corona-Virus infiziert hat. Nun ist auch klar, um wen es sich handelt: Wie das ARD-Hauptstadtstudio unter Berufung auf einen Fraktionssprecher berichtete, ist Norbert Kleinwächter aus Wildau der betroffene Abgeordnete. Kleinwächter soll am Wochenende Krankheitssymptome entwickelt haben. Am Dienstag habe er seine Fraktion informiert. Termine für die Woche wurden abgesagt. Sechs weitere Abgeordnete und einige Mitarbeiter, die mit ihm in Kontakt standen, seien nach Hause geschickt worden. In anderen Fraktionen herrscht nun Unmut, weil viele AfD-Abgeordnete sich nicht an die Empfehlung halten, eine Maske zu tragen. Norbert Kleinwächter hat sich in der Vergangenheit ebenfalls als Kritiker der Corona-Maßnahmen positioniert.

via maz online: AfD-Mann Kleinwächter hat Corona

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