Ein Drittel der Deutschen glaubt an geheime Mächte

Laut einer Studie sind sich viele Deutsche sicher, dass geheime Mächte die Welt steuern. Nur wer es sei, darüber gehen die Meinungen auseinander. Knapp ein Drittel der Deutschen hat einen Hang zu Verschwörungstheorien. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung hervor, die der F.A.S. vorliegt. Bei der Aussage „Es gibt geheime Mächte, die die Welt steuern“ waren sich elf Prozent der Befragten sicher, dass sie richtig ist. 19 Prozent hielten die Aussage für wahrscheinlich richtig. Vielfältig sind die Angaben, um welche geheimen Mächte es sich handle. Jeder Sechste konnte diese Frage nicht beantworten. 13 Prozent der Befragten, die an solche Mächte glauben, dachten an Wirtschaftsunternehmen, Banken oder „das Finanzkapital“. Zwölf Prozent nannten Geheimdienste wie die CIA, den Mossad oder den inzwischen aufgelösten KGB. Elf Prozent sprachen von „reichen Menschen“, „reichen Familien“ oder benannten einzelne Familien wie die Rockefellers oder die jüdische Familie der Rothschilds. Vor allem bei AfD-Anhängern verbreitet. Fünf Prozent gaben an, es handele sich um die Mafia oder andere kriminelle Clans; vier Prozent nannten Lobbyisten. Ebenfalls vier Prozent nannten Geheimbünde wie beispielsweise die „Illuminaten“, Logen oder Freimaurer. Ein Prozent war der Ansicht, die Welt werde gesteuert von Foren wie den G20 oder der Europäischen Zentralbank. Ein Prozent gab an, das Judentum kontrolliere die Welt. „Auch Außerirdische sind unter den Nennungen“, schreibt der Autor der Studie, Jochen Roose. Der Glaube an Verschwörungstheorien ist nicht auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe beschränkt: „Wir finden dies in Ost und West, bei Alt und Jung, Männern und Frauen“, heißt es in der Studie. Weit verbreitet ist der Glaube an eine Weltverschwörung allerdings unter Anhängern der AfD: Unter ihnen hielt eine Mehrheit von 56 Prozent die Aussage „Es gibt geheime Mächte, die die Welt steuern“ für sicher oder wahrscheinlich richtig.

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#Hitzewelle: Etwa 1000 #Camper nach #Bränden in #Kalifornien abgeschnitten – #climatechange

Ungewöhnlich früh wüten in diesem Jahr in Kalifornien die gefürchteten Wald- und Buschbrände. Für einige Camper in den Bergen wird es gefährlich. Im US-Bundesstaat Kalifornien hat sich die Lage drei Wochen nach dem Ausbruch zahlreicher Waldbrände für viele Menschen zugespitzt. Auf einem Campingplatz in einem Nationalpark der Sierra Nevada östlich von San Francisco sind Medienberichten zufolge seit Samstag rund 1000 Menschen von der Umgebung abgeschnitten. Die einzige Zugangsstraße sei wegen eines Feuers nicht passierbar. Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettungsflugzeuge bemühen sich demnach, sich Zugang zu der Gegend zu verschaffen.

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Schleswig-Holstein: Pflegeheim kündigt Mitarbeiterin – weil sie DAS verweigert

Auf Twitter macht ein Schreiben die Runde. „Fristlose Kündigung“ steht darauf. Eine Frau aus Schleswig-Holstein hatte sich mit einer Erkältung krankgemeldet. Ihr Arbeitgeber habe dann aber auf dem Facebook-Account gesehen, dass sie am Wochenende bei der Corona-Kundgebung gegen die Maskenpflicht in Berlin demonstriert habe, heißt es in dem Schreiben. Der Arbeitgeber der Frau, ein Pflegeheim in Schleswig-Holstein, soll die Frau daraufhin gebeten haben, einen Corona-Test zu machen. Doch das habe sie verweigert. Das Resultat: „Hiermit erhalten Sie ihre fristlose Kündigung.“ Altenpfleger arbeiten täglich mit Risikopatienten. Dass eine Pflegekraft sich krankmeldet, um gegen die Maskenpflicht zu demonstrieren, und dann noch einen Test verweigert, erscheint ziemlich verrückt. (…) Die Kündigung sei nicht erfolgt, weil die Frau an einer Demonstration teilgenommen habe, sondern weil sie sich nicht habe testen lassen wollen. Und das sei Pflicht für Mitarbeiter, wenn es einen Anlass wie eine Krankmeldung gibt

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Dervis Hizarci geht zur Alfred Landecker Stiftung Scheeres verliert ihren Antidiskriminierungsbeauftragten


Dervis Hizarci hatte den Posten in der Bildungsverwaltung erst 2019 übernommen. Jetzt wechselt er zu einer Stiftung, will aber weiter mit Schulen arbeiten. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) muss sich bereits nach einem Jahr einen neuen Antidiskriminierungsbeauftragten suchen. Nach Informationen des Tagesspiegels gibt Dervis Hizarci seinen Posten in der Verwaltung auf, um ab sofort Programmdirektor der Alfred Landecker Stiftung zu werden. Dort soll er die Schwerpunkte Minderheitenschutz, Demokratieförderung und Antisemitismusbekämpfung betreuen. (…) Die Stiftung steht nach eigenen Angaben im Dienst der Aufklärung über den Holocaust „und über den schrecklichen Preis, der gezahlt werden muss, wenn Intoleranz und politischer Fanatismus herrschen“. Hizarci war zunächst Lehrer und dann Vorstandsvorsitzender der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus

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NFL: Seattle trägt Namen von Rassismus-Opfern auf den Helmen

Die Spieler der Seattle Seahawks aus der NFL werden in der kommenden Saison Namen der Opfer von Polizeigewalt und Rassismus auf den Helmen tragen. Wie die Franchise am Freitag mitteilte, werden neben den Namen, darunter George Floyd und Jacob Blake, auch Slogans wie “Black Lives Matter” auf den Helmen zu lesen sein. Insgesamt 22 Opfer will der Klub damit ehren. Bei den Trainern und Mitarbeitern werden die Namen und Botschaften auf den Kappen und Mützen zu finden sein. Seattle wird zudem während der Aufwärmphase vor den Spielen Shirts mit der Aufschrift “Wir wollen Gerechtigkeit” tragen.

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Von <a rel=”nofollow” class=”external text” href=”https://www.flickr.com/people/24256351@N04″>Seattle Municipal Archives</a> from Seattle, WA – <a rel=”nofollow” class=”external text” href=”https://www.flickr.com/photos/seattlemunicipalarchives/16379867516/”>Seahawks!</a>, CC BY 2.0, Link

Dekolonialisierung von Algorithmen: Programmierter Rassismus

In KI-Systemen schlummern immer noch rassistische Vorurteile. Der Grund: Auch künstliche Intelligenz wird von Menschen gemacht. Wer in Großbritannien ein Visum beantragt, dessen Daten wurden bis vor Kurzem von einem Algorithmus gescreent. Die Software weist jedem Antragsteller, der für einen Studien- oder touristischen Aufenthalt in das Land einreisen will, ein grünes, gelbes oder rotes Risiko-Rating zu. Das automatisierte Verfahren wurde vom zuständigen Home Office Anfang August ausgesetzt. Der Grund: Der Algorithmus war rassistisch. Die Behörde soll eine geheime Liste mit „verdächtigen Nationalitäten“ geführt haben, die automatisch ein rotes Risiko-Rating erhielten. Von einem „speedy boarding for white people“, einem Schnellverfahren für weiße Leute, sprach hinterher die Bürgerrechtsorganisation Foxglove. Während Weiße vom algorithmischen Grenzer durchgewinkt wurden, mussten sich Schwarze offenbar noch einer Sicherheitskontrolle unterziehen. Eine brutale Selektion. Es ist nicht das erste Mal, dass Algorithmen Schwarze Menschen diskriminieren. So hat Googles Foto-App 2015 einen Afroamerikaner und seine Freundin als „Gorillas“ getaggt. Als wären Menschen Affen. Algorithmen haben nach wie vor Probleme damit, Gesichter von Afroamerikanern zu erkennen – die Fehlerrate ist bis zu zehn Mal höher als bei Weißen, wie zahlreiche Studien belegen. Doch anstatt seine Modelle zu optimieren, hat Google einfach die Kategorien „Gorilla“, „Schimpanse“ und „Affe“ entfernt – und das Problem damit „gelöst“. Die Technik ist noch nicht weit genug, um vorurteilsfrei zu sein, also macht man sie blind. Ein epistemologischer Taschenspielertrick. Das Problem ist damit freilich nicht gelöst – es ist struktureller Art. Denn Maschinen, die mit rassistisch verzerrten Daten von Menschen trainiert werden, reproduzieren Stereotype. Wenn von Vorurteilen geleitete Polizisten Afroamerikaner in bestimmten Vierteln kontrollieren, schickt eine Predictive-Policing-Software die Einsatzkräfte immer wieder in diese Quartiere und perpetuiert damit das Racial Profiling, weil die Modelle mit verzerrten Daten gefüttert werden. So werden Stereotype durch automatisierte Systeme zementiert. Ein Teufelskreis.

via taz: Dekolonialisierung von Algorithmen: Programmierter Rassismus

#Banksy funds #refugee #rescue boat operating in #Mediterranean

Exclusive: UK artist finances bright pink motor yacht that set sail in secrecy to avoid being intercepted by authorities. The British street artist Banksy has financed a boat to rescue refugees attempting to reach Europe from north Africa, the Guardian can reveal. The vessel, named Louise Michel after a French feminist anarchist, set off in secrecy on 18 August from the Spanish seaport of Burriana, near Valencia, and is now in the central Mediterranean where on Thursday it rescued 89 people in distress, including 14 women and four children. It is now looking for a safe seaport to disembark the passengers or to transfer them to a European coastguard vessel. The crew, made up of European activists with long experience in search and rescue operations, had already assisted in two other rescue operations involving a total of 105 people, who are now onboard the NGO vessel Sea-Watch 4. Painted in bright pink and featuring Banksy artwork depicting a girl in a life vest holding a heart-shaped safety buoy, the Louise Michel sails under a German flag. The 31-metre motor yacht, formerly owned by French customs authorities, is smaller but considerably faster than other NGO rescue vessels. Banksy’s involvement in the rescue mission goes back to September 2019 when he sent an email to Pia Klemp, the former captain of several NGO boats that have rescued thousands of people over recent years. “Hello Pia, I’ve read about your story in the papers. You sound like a badass,” he wrote. “I am an artist from the UK and I’ve made some work about the migrant crisis, obviously I can’t keep the money. Could you use it to buy a new boat or something? Please let me know. Well done. Banksy.” Klemp, who initially thought it was a joke, believes she was chosen by Banksy due to her political stance. “I don’t see sea rescue as a humanitarian action, but as part of an anti-fascist fight,” she told the Guardian. She has made clear that Banksy’s involvement in the operations is limited to providing financial support. “Banksy won’t pretend that he knows better than us how to run a ship, and we won’t pretend to be artists.” With a top speed of 27 knots, the Louise Michel would be able to “hopefully outrun the so-called Libyan coastguard before they get to boats with refugees and migrants and pull them back to the detention camps in Libya”, said Klemp. (…) The 10 crew members of the Louise Michel have diverse backgrounds, but they all identify as anti-racist and anti-fascist activists advocating for radical political change. As it is a feminist project, only female crew members are allowed to speak in the name of the Louise Michel.

via guardian: Banksy funds refugee rescue boat operating in Mediterranean

https://mvlouisemichel.org/