„#KategorieC“ will wieder aktiv werden – #rechtsrocktnicht

Einst hatte sich die rechtsextreme Hooligan-Band „Kategorie C“ aufgelöst, der Sänger war musikalisch seitdem im Querdenken-Umfeld aktiv, nahm gar ein Lied mit Xavier Naidoo auf. Bald soll nun ein neues Album veröffentlicht werden. Ursprünglich hatte Kategorie C (KC) 2019 auf dem „Schild & Schwert“-Festival in Ostritz ihr Abschiedskonzert gespielt. Aktiv blieben Musiker der Band gleichwohl noch mit Auftritten bei „Balladen“-Abenden. Sänger Hannes Ostendorf veröffentlichte unter dem Namen „Hannes“ weiter Songs und kooperierte mit anderen Musikern der Rechtsrock- und „Querdenken“-Szene sowie mit Xavier Naidoo. (…) Rücktritt vom Rücktritt Eines der letzten Band-Projekte, das Ostendorf unterstützte, nennt sich „Tragik der Zeit“. Musikalisch aktiv sind dabei die langjährige Neonazi-Aktivistin Melanie Dittmer und ein Marcel aus Sachsen. „Tragik der Zeit“ veröffentlichten kürzlich eine Mini-CD. Gleichwohl hatte Ostendorf schon im April 2021 mitgeteilt, auch KC seien wieder aktiv geworden und könnten die Fans in diesen schweren Zeiten nicht alleine lassen. Nun haben KC via Telegram-Kanal offiziell mitgeteilt, dass die Band neue Lieder eingespielt habe. Die CD zur „Re-Union“ werde aktuell abgemischt und gemastert, eine Veröffentlichung solle erfolgen sobald möglich, hieß es in der Mitteilung.

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Von <a href=”//commons.wikimedia.org/wiki/User:Salander-ahron” title=”User:Salander-ahron”>Salander-ahron</a> – Fotograf Salander (Ahron Foto), CC BY-SA 3.0, Link

ORGANISIERTE #KRIMINALITÄT – #Prozessbeginn gegen mafiöse Neonazi-Strukturen – #BruderschaftThüringen #zwangsprostitution #drogenhandel #kriminelleVereinigung #Geldwäsche #Erfurt #KAL #Unterwasser #Turonen #Garde20 #Combat18 #Blood&Honour

In Erfurt beginnt am Mittwoch der Prozess gegen neun Personen aus dem Neonazi-Netzwerk „Bruderschaft Thüringen“, die sich unter anderem wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Drogenhandels und Geldwäsche verantworten müssen. Wenn in einer Halle der Messe in Erfurt der Prozess gegen sechs Männer und drei Frauen beginnt, saßen einige davon bereits im vergangenen Jahr auf der Anklagebank des Landgerichts Erfurt. Ging es bei der Neuauflage des „Ballstädt Prozesses“ um den brutalen Überfall auf eine Kirmes-Gesellschaft, müssen sich die neun Beschuldigten aus Thüringen, Hessen und Nordrhein-Westfalen jetzt unter anderem wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln verantworten. Einzelne Beschuldigte sind wegen schwerer Zwangsprostitution, Geldwäsche und Verstößen gegen das Waffengesetz angeklagt. Sieben Beschuldigte müssen sich vor Gericht wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung verantworten. Schon ein Blick auf einige Beschuldigte zeigt die enge Verzahnung zwischen Neonazi-Strukturen, Rotlicht, Waffen und Drogenhandel. Thomas W. und Rocco B. mussten sich bereits im Ballstädt-Prozess vor Gericht verantworten, auch W.s Cousine Nicole G. ist seit mehr als zehn Jahren in der extrem rechten Szene aktiv, ihre Handynummer diente in der Vergangenheit immer wieder als Kontaktnummer für konspirative Rechtsrock-Konzerte. Matthias M. war der Anmelder des konspirativ organisierten Konzerts im Schweizer Städtchen Unterwasser 2016 mit rund 5.000 Besuchern. Bei einer Durchsuchung in seiner Wohnung stießen die Ermittler 2019 auf scharfe Waffen und rund 2000 Schuss Munition. Peter M. trat als Rapper bei dem Konzert in der Schweiz auf, war führendes Mitglied der im August 2012 verbotenen Kameradschaft Aachener Land (KAL) und wurde wegen Handels mit Drogen im März 2019 zu einer Haftstrafe verurteilt. Die ehemalige Prostituierte Sina T. war für die Führung eines neuen Bordells in Gotha vorgesehen. Auch Dirk W. wird auf der Anklagebank Platz nehmen müssen, während er noch im Ballstädt-Prozess zu den Anwälten der angeklagten Neonazis gehörte. Sie alle gehören zum neonazistischen Netzwerk „Bruderschaft Thüringen” oder ihrem direkten Umfeld (…) Seit 2015 treibt die neonazistische „Bruderschaft“ ihr braunes Unwesen, laut Innenminister Georg Maier eine „sehr radikale und gewalttätige Ausprägung des Rechtsextremismus“. Allein zwischen 2019 und 2020 gab es laut Innenministerium in 32 Fällen Ermittlungsverfahren gegen Personen, die der „Bruderschaft“ beziehungsweise den „Turonen” oder der „Garde 20″ zugerechnet werden. Das Netzwerk ist eng mit der Rechtsrock-Szene verwoben und spielt in der Organisation von Konzerten eine große Rolle. Es unterhält bundesweit Kontakte in die Neonazi-Szene und pflegt enge Verbindungen nach Österreich und in die Schweiz sowie zu den Netzwerken „Blood & Honour” und „Combat 18″.

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siehe auch: Das rechtsextreme Drogenkartell: Aufstieg und Ende der “Bruderschaft Thüringen”. Am Mittwoch beginnt unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen ein erster Großprozess gegen das rechtsextreme Drogenkartell der “Bruderschaft Thüringen”. Sie galt als die gefährlichste Neonazi-Organisation Thüringens – bestens vernetzt mit rechtsextremen militanten Strukturen “Blood & Honour” und “Hammerskins”. Exakt – Die Story: Braunes Gift – Das Drogenkartell der Neonazis (Trailer) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK 1 min Braunes Gift: Das Drogenkartell der Neonazis Facebook Twitter Pinterest Email Nach fast zwei Jahren Ermittlungen scheint das Thüringer Landeskriminalamt (LKA) das Netzwerk jetzt zerschlagen zu haben. Damit ist den Ermittlern erstmals gelungen, eine Neonazi-Struktur nachhaltig zu bekämpfen. Fast 30 Jahre konnten die Rechtsextremisten nahezu ungestört Angst und Schrecken verbreiten. Bis sie zu Drogendealern wurden. (…) Unbekannt waren die mutmaßlichen Drahtzieher dagegen nicht: alle der inhaftierten “Turonen” oder Mitglieder der “Garde 20” sind als Rechtsextremisten registriert. Die beiden Chefs der “Bruderschaft” sind seit Mitte der 1990er-Jahre aktiv. Neonazi-Konzerte als Beginn Der Rechtsrock war von Anfang an das Geschäftsfeld der späteren Führer der “Bruderschaft”. Thomas W. – einer der Bosse – spielte in Bands wie “Bataillon” und “SKD – Sonderkommando Dirlewanger” – benannt nach dem Kriegsverbrecher Oskar Dirlewanger. Er soll auch dabei gewesen sein, als in Gotha der rechtsextreme “Toringi e.V.” gegründet wurde, der vor allem mit illegalen Neonazi-Konzerten die Polizei in Atem hielt. Als der Druck der Polizei immer größer wurde, wichen die Rechtsextremisten ins nahe Crawinkel aus, um sich dort als “Hausgemeinschaft Jonastal” – kurz HJ, wie Hitler-Jugend, zu organisieren. In der alten Fleischerei machten sie nicht nur weiter mit volksverhetzendem Rechtsrock, sondern feierten sich in den sozialen Medien als “NSU reloaded” – ergänzt mit einem Foto, das die Neonazis mit Waffen zeigte. Von Anfang an bekannten sie sich zu dem später als Unterstützer der NSU-Terroristen verurteilten Ralf Wohlleben. Sie sammelten Spenden, veröffentlichten Solidaritäts-Sampler. Auch als “Bruderschaft” hielten sie Kontakt zu Wohlleben (…) Dann kam Corona und so das Aus für Großveranstaltungen. Das war – vermuten die Ermittler des LKA und der Verfassungsschutz – der Zeitpunkt, an dem sich die “Turonen” ihrer Erfahrungen aus dem “Objekt 21” besannen und den Drogenhandel für sich entdeckten. Scheinbar problemlos knüpften sie an das lokale Drogenmilieu Gothas an. Sie übernahmen ein Bordell, planten ein weiteres. Bald lief das Drogenkartell der Neonazis. Immer mehr Drogen orderten sie – erst bei einem Neonazi aus Aachen, später bei einem Rocker des Bandidos MC in Gera. Nach nur einem Jahr war es den schlagkräftigen Rechtsextremisten gelungen, ihre Claims zwischen Bad Langensalza und Meiningen, von Gotha bis in den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt auszuweiten und zu behaupten.

Rechtsextremistische Musik – Likes von Soldaten führen zu MAD-Ermittlungen

Auf der populären Musikplattform Soundcloud sind nach Recherchen von NDR und SWR zahlreiche rechtsextremistische Titel frei zugänglich. Bundeswehr-Angehörigen drohen MAD-Ermittlungen, wenn sie den Gefällt-mir-Button klicken. Die Musikplattform Soundcloud fällt mit ihren Inhalten unter das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Demnach sind Plattformen dazu verpflichtet, rechtswidrige Inhalte spätestens innerhalb von 24 Stunden zu löschen, nachdem sie ihnen gemeldet wurden. Die Unternehmen müssen aber nicht selbst aktiv nach diesen Inhalten suchen. Für den Hamburger Medienrechtler Stephan Dreyer vom Hans-Bredow-Institut ist die aktuelle Rechtslage “ein Anreiz zum Wegschauen”. Auch die deutschen Behörden und andere Meldestellen hätten Soundcloud als Plattform bisher kaum auf dem Schirm. Im Mai immerhin führte Soundcloud gemeinsam mit Europol und sechs europäischen Polizeibehörden eine Aktion gegen Internet-Propaganda durch. Dabei wurden mehr als 300 rechtsextremistische Titel gelöscht, teilte das BKA auf Anfrage mit. “Aber jetzt, ein paar Wochen später, findet man das Material natürlich wieder auf der Plattform, es ist ein Kampf gegen die Windmühlen”, sagt Dreyer. In einer stichprobenartigen Suche fanden NDR und SWR auf Soundcloud mehr als 150 Titel von Alben, die auf dem Index stehen, also auf der Liste jugendgefährdender Medien der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz. Manche sind gerade erst hochgeladen worden, viele aber standen schon vor der öffentlichkeitswirksamen Löschaktion auf der Plattform. (…) Wer seine Vorliebe für rechtsextremistische Musik offen zeigt, kann schnell bei Sicherheitsbehörden in Verdacht geraten. Bereits das Liken könne einen “ersten Anhaltspunkt für das Vorliegen einer rechtsextremistischen Bestrebung” darstellen, so das Bundesamt für Verfassungsschutz auf Anfrage. Eine besonders hohe Verfassungstreue wird Soldatinnen und Soldaten verlangt, denen schnell Ermittlungen des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) drohen.Ein Sprecher des MAD teilte NDR und SWR mit: “Das Hören, Liken und Teilen von rechtsextremistischer Musik stellt immer einen tatsächlichen Anhaltspunkt für Bestrebungen gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung dar und löst eine nachrichtendienstliche Verdachtsfalloperation aus.”

via tagesschau: Rechtsextremistische Musik Likes von Soldaten führen zu MAD-Ermittlungen

siehe auch: Likes für rechtsradikale Musik: Bundeswehr-Soldat droht Ermittlungsverfahren. Auf der Musikplattform Soundcloud sind zahlreiche rechtsextremistische Titel deutscher Bands frei zugänglich. Auch Bundeswehr-Angehörige aus Mecklenburg-Vorpommern zählen zur Hörerschaft – ihnen drohen MAD-Ermittlungen. Philipp K. ist Bundeswehrsoldat und in Vorpommern stationiert. In den sozialen Medien ist der Panzergrenadier sehr aktiv. Er postet Bilder von sich in Uniform bei Facebook und Instagram. Sein Soundcloud-Profil ist öffentlich einsehbar: Nach Recherchen von NDR und SWR hat K. dort auch bei rechtsextremen Songs “Gefällt mir” geklickt. Darunter auch ein Lied der Neonazi-Band Landser – mit menschenverachtenden Zeilen wie diesen: “Ein Asylantenheim ist abgebrannt. Die armen Schwarzen soll’n jetzt Obdachlose sein. Nach außen tu’ ich schwer empört. Zu Hause kicher’ ich still in mich hinein” (…) “Jeder Mensch, der diese Texte hört, weiß nach wenigen Liedzeilen ganz genau, wo sich die Gruppe positioniert”, sagt er. “Ein Like für die Band Landser ist ein Bekenntnis.” Der Verfassungsschutz in Mecklenburg-Vorpommern misst Rechtsrock einen “zum Teil gewaltbefürwortenden Charakter” zu. “Die Liedtexte (…) fördern damit nicht unwesentlich die zumindest latent vorhandene Gewaltbereitschaft, die ihren Ausdruck meist in spontan begangenen Straf- und Gewalttaten finden kann”, teilt eine Sprecherin mit.

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POLIZEI-EINSATZ WEGEN NEONAZI-KONZERT IM WALD

Ein Live-Konzert mit “möglicherweise verbotenen Texten rechter Popkultur” führte in der Nacht zu Samstag zu einem Großeinsatz in einem Wald in Horka (Landkreis Görlitz) auf den Plan. Die Polizei hatte einen nächtlichen Einsatz im Wald. Das teilte die Polizei mit. Zeugenhinweise führten die Beamten nach Biehain, wo laute Musik und verbotene Neonazi-Parolen aus einem Wald drangen. Kräfte der Reviere Görlitz und Weißwasser, des Einsatzzuges und der Diensthundestaffel fanden Zelte, Pavillons und Lagerfeuer sowie insgesamt zwölf Personen vor, die plötzlich Schlagermusik spielten.

via tag24: POLIZEI-EINSATZ WEGEN NEONAZI-KONZERT IM WALD

#PROZESS IN #AUGSBURG – Nach rechtsradikalem #Übergriff sollen die Schläger ins #Gefängnis kommen

Die Vorwürfe waren gravierend: Drei Männer aus dem Raum Augsburg im Alter von 29, 31 und 37 Jahren sollen in einer Nacht im März vergangenen Jahres zwei andere Männer attackiert haben, einen noch vor Mitternacht an der Aral-Tankstelle in der Inninger Straße in Haunstetten, zweieinhalb Stunden später dann einen dunkelhäutigen Mann mit eritreischer Staatsangehörigkeit an der Esso-Tankstelle an der Blauen Kappe. Vermutlich, so legt es die Anklage der Staatsanwaltschaft nahe, agierten die Angeklagten aus ausländerfeindlichen Motiven heraus. Auch das erste der beiden Opfer soll nach Angaben des Amtsgerichtes Wurzeln im Ausland haben. Offenbar suchten die drei Männer an dem Abend bewusst nach Opfern. Vor der zweiten Attacke soll das Trio Passanten an der Tankstelle in der Innenstadt zu einer Schlägerei aufgefordert haben, und, als dies den Ermittlungen zufolge ohne Erfolg blieb, gemeinsam die Textzeile “Türke, Türke, was hast du getan” eines rechtsradikalen Liedes angestimmt haben. In der Anklageschrift ging es unter anderem um gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen. Ein Opfer erlitt Hämatome, das andere blutende Wunden am Mund. Wie das Amtsgericht nun mitteilt, wurden die drei Angeklagten am zweiten Verhandlungstag jeweils zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt. Einer der Angeklagten muss dem Urteil zufolge für zwei Jahre und drei Monate ins Gefängnis, die beiden anderen jeweils zwei Jahre und sechs Monate.

via augsburger allgemeine: PROZESS IN AUGSBURG – Nach rechtsradikalem Übergriff sollen die Schläger ins Gefängnis kommen

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Die #Wallis-Connection deutscher Neonazis – #GexCollet #BNIGexCollet #ThorstenHeise

Der Schweizer Silvan Gex-Collet pflegt freundschaftliche Kontakte zum deutschen Neonazi-Führer Thorsten Heise. Heises Sohn N. steht wegen Körperverletzung und Raub in Deutschland derzeit vor Gericht. Der Walliser Geschäftsmann Gex-Collet hatte N. mehrere Jahre bei  sich aufgenommen. Wegen seiner Aktivitäten in der Neonazi-Szene hat die Unternehmerplattform BNI Gex-Collet nun suspendiert. Der Walliser Silvan Gex-Collet ist ein umtriebiger Mensch. Er betreibt einen Textildruck, ein Tattoostudio und ein Werbebüro. Er ist sogar Schatzmeister im Unternehmensnetzwerk BNI. Zumindest war er es bis Anfang dieser Woche. Nach den gemeinsamen Recherchen von der Rundschau und der WOZ wurde Gex-Collet von der Organisation suspendiert. Dass Gex-Collet ein politischer Rechtsaussen ist, wusste man im Wallis. Im September 2005 organisierte er in Brig ein Neonazi-Konzert. Dort ertönten Sieg-heil-Rufe, die deutsche Band «Feldherren» sang «Wetzt die langen Messer auf dem Bürgersteig, lasst die Messer flutschen in den Judenleib». Gex-Collet wurde 2009 verurteilt wegen rassistischen Gedankenguts. Jetzt zeigen Recherchen: Gex-Collet hat sich offenbar nicht geändert. Noch im letzten Jahr marschierte er in Sempach an einer Neonazi-Kundgebung der «Nationalen Aktionsfront» mit. Drei Jahre zuvor war Gex-Collet am Neonazi-Festival «Schild und Schwert» im ostdeutschen Ostritz. Rechte Freundschaft Gex-Collet ist mit dem deutschen NPD-Vizepräsidenten Thorsten Heise befreundet. So eng, dass er ihm aus der Patsche geholfen hat. Heises Sohn N. hatte 2018 zwei linke Fotografen angegriffen und schwer verletzt. Nach dem Vorfall brachte Thorsten Heise seinen Sohn zu seinem Walliser Freund. In dessen Wohnort Brig machte N. eine Lehre als Heizungsinstallateur. (…) Bei einer gemeinsamen Ferienreise der Familien Heise und Gex-Collet in Griechenland schreiben sie unter ein Foto aus einem Museum, sie seien gerade «an einem der Brennpunkte unserer arischen Hochkultur».

via srf: Die Wallis-Connection deutscher Neonazis

siehe auch: Die zwei Leben des Silvan G. Recherchen der WOZ und der «Rundschau» zeigen: Ein umtriebiger Walliser Textilunternehmer pflegt enge Kontakte zur internationalen militanten Neonaziszene. Der Oberwalliser Silvan Gex-Collet führt zwei Leben: ein brav-bürgerliches rund um die Kleinstadt Brig-Glis – und ein abgründiges, dessen Spuren tief in die militante internationale Neonaziszene führen. Das zeigt eine gemeinsame Recherche der WOZ und der SRF-«Rundschau». Gestützt auf Gerichtsunterlagen, antifaschistische Recherchearbeit, Medienberichte und Social-Media-Posts lässt sich die «Karriere» von Gex-Collet im braunen Sumpf gut nachzeichnen. In Brig ist Gex-Collet als umtriebiger, gut vernetzter Gewerbler bekannt. Er betreibt in der Industriezone ein erfolgreiches Geschäft für Textilhandel und -druck namens GexTex, das lokale Sportvereine ausstattet und im «Walliser Boten» Inserate platziert. Hinzu kommen ein kleines Bauunternehmen, das Tattoostudio Nordic Thunder und seit diesem Frühjahr auch ein «Büro für Kommunikationsdesign», das Werbefilme produziert, etwa für ein Briger Restaurant. Zudem ist der 42-Jährige Schatzmeister im örtlichen Ableger von Business Network International (BNI), über das sich lokale Unternehmer:innen gegenseitig Aufträge vermitteln. 350 000 Euro für die Neonaziszene Die militante «Karriere» von Gex-Collet beginnt mit einem Paukenschlag. Im September 2005 organisiert er in der damaligen Disco Crazy Palace (heute ein Kinder-Indoor-Spielplatz) in Gamsen bei Brig einen Gedenkanlass für Ian Stuart Donaldson, den Gründer der Neonaziorganisation Blood and Honour mit. Während der Konzerte – auch Gex-Collet tritt mit seiner Band Hellvetica auf – werden die rund 400 Besucher:innen mehrfach zu Sieg-Heil-Rufen und Hitlergrüssen animiert, eine Band spielt gar das antisemitische Lied «Blut muss fliessen». 2009 stellt das Bezirksgericht Brig fest, dass Gex-Collet selber Mitglied von Blood and Honour Oberwallis sei, und verurteilt ihn für die Organisation der Veranstaltung zu einer bedingten Haftstrafe wegen «Verstosses gegen die Antirassismusstrafnorm». Ein Jahrzehnt später ist Gex-Collet an einem noch grösseren Anlass beteiligt: Im Oktober 2016 reisen weit über 5000 Neonazis aus ganz Europa nach Unterwasser im Toggenburg zum «Rocktoberfest» (siehe WOZ Nr. 42/2016). Geleakte Videos des Konzerts belegen, wie Tausende die Hände zum Hitlergruss recken. Gemäss vertraulichen Unterlagen deutscher Sicherheitsbehörden, die die WOZ einsehen konnte, ist es «eines der grössten rechtsextremen Konzerte der letzten Jahre in Europa» mit Gesamteinnahmen von rund 350 000 Euro. Die Schweizer Behörden hatten im Vorfeld nichts vom Anlass in Unterwasser mitbekommen und waren am Abend selbst völlig unterbesetzt.

Rechtsextreme und islamistische Inhalte Polizei geht gegen Gewaltverherrlichung auf SoundCloud vor

Das BKA und andere Behörden haben auf SoundCloud rund 1100 Lieder islamistischer oder rechtsextremer Gruppierungen entdeckt. Die Plattform löschte die Titel – und hilft nun bei der Identifizierung der verantwortlichen Nutzer. Vertreter sechs europäischer Staaten, darunter Deutschland, haben in der vergangenen Woche islamistische und rechtsextreme Audiopropaganda aus dem Internet entfernen lassen. Die internationale Aktion sei mit der europäischen Polizeibehörde Europol und dem Musikdiensteanbieter SoundCloud organisiert worden, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag in Wiesbaden mit . Die Sicherheitsbehörden hätten die Inhalte von SoundCloud im Zeitraum vom 5. bis 13. Mai gesichtet. Diese seien dann auf mögliche Gesetzesverstöße überprüft worden. Etwa 1100 einschlägige Inhalte seien an SoundCloud zur Löschung gemeldet worden, hieß es weiter, darunter »zahlreiche gewaltverherrlichende Lieder«, die von islamistischen oder rechtsextremen Gruppierungen erstellt oder veröffentlicht worden seien. SoundCloud habe diese Titel umgehend gelöscht. Darüber hinaus seien Maßnahmen ergriffen worden, »um die verantwortlichen Nutzer zu identifizieren«, erklärte das BKA.

via spiegel: Rechtsextreme und islamistische Inhalte Polizei geht gegen Gewaltverherrlichung auf SoundCloud vor