Vielfältiger #Protest begleitet AfD-Parteitag in #Eggolsheim – #Outnumbered

Zahlreiche Menschen versammelten sich am Sonntag in Eggolsheim. Anlass war eine politische Veranstaltung in der Eggerbach-Halle. Am Sonntag brachten circa eintausend Teilnehmer ihren Protest gegen den Bezirksparteitag der AfD zum Ausdruck. Die Versammlungen fanden zeitgleich zum Parteitag im Umfeld der Eggerbach-Halle statt. Beteiligt waren unter anderem das Bündnis „Bunt statt Braun e.V.“, „Widersetzen Bamberg“, „Die Linke“ sowie weitere Organisationen. Am Bezirksparteitag der AfD in der Eggerbach-Halle nahmen zirka neunzig Personen teil

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„Jetzt mit AfD-Geschmack“: Protest gegen Müller-Milch – wegen Weidel-Kontakten

In einem Supermarkt in Würzburg wurden Müller-Produkte mit Anti-AfD-Aufklebern versehen. Und auch in Augsburg gibt es Proteste. Aktivisten haben in einem Würzburger Supermarkt mehrfach Produkte des schwäbischen Molkereimultis Theo Müller mit Aufklebern wie „Jetzt mit AfD-Geschmack“ beklebt und rechte Magazine wie „Tichys Einblick“ und das vom Verfassungsschutz beobachtete „Compact“ beschädigt. AfD-Chefin Alice Weidel war laut „Spiegel“ im Sommer dieses Jahres bei Müllers 85. Geburtstagsfeier in Freising-Weihenstephan bei München zu Gast. Auch Vertreter von FDP und CSU waren demnach anwesend. Bei den Bayreuther Festspielen wurden die beiden ebenfalls miteinander gesehen. Die „Bild“ berichtete über ein gemeinsames Treffen in Cannes. Über seine Kontakte zur AfD sagte Müller 2023 dem „Handelsblatt“: „Bei den Gesprächen mit Frau Dr. Weidel galt mein Interesse dem Programm der AfD sowie ihrer persönlichen Ansicht zur aktuellen Politik.“ Er habe „nicht den geringsten Anhaltspunkt“ gefunden, der auf eine NS-Ideologie schließen lasse. Das wäre für ihn „ein absolutes No-Go“. Müllers Unternehmen hat seinen Stammsitz in Aretsried (Landkreis Augsburg). Schon lange gibt es wegen Müllers Kontakten zu Weidel Boykott-Aufrufe gegen die Müller-Produkte, der auf Online-Petitionen ausgerichtete Verein Campact vertreibt die Aufkleber für die Supermärkte. Campact nennt auch die Müller-Marken „Weihenstephan“, „Sachsenmilch“, „Homann“-Soßen oder „Landliebe“. (…) „Am Montag haben wir unsere Protestaktionstour in Lüneburg gestartet.“ Dort ist der Müllerkonzern derzeit dabei, die Joghurtmarken „Elinas“ und „Lünebest“ sowie das Joghurt-Werk in Lüneburg von der Molkereigenossenschaft Hochwald Foods GmbH zu kaufen. Das Kartellamt genehmigte die Übernahme am Mittwoch (17. Dezember). Am Mittwochabend stand eine REWE-Filiale in Augsburg auf dem Programm und am Freitag Dresden. „Wir setzen auf Aufklärung, damit Kunden selbst entscheiden können, ob sie die Produkte von einem Unternehmen kaufen möchten, deren Gründer öffentlich die AfD unterstützt.“ Das Aufkleben von Stickern auf Produkte im Supermarkt sei grundsätzlich nicht strafbar, ergänzt die Sprecherin, sofern die Produkte nicht beschädigt oder dauerhaft überklebt werden. „Deswegen sind die von Campact produzierten Sticker jederzeit leicht ablösbar.“ Eine Würzburger Juristin bestätigt diese rechtliche Einschätzung gegenüber dem BR. Auch in Heilbronn gab es eine Stickeraktion in einer Kaufland-Filiale. Bei einem Konzert der Schlagerkönigin Vicky Leandros in Regensburg tauchte Weidel als Gast der Schlossbesitzerin Gloria von Thurn und Taxis auf, obwohl die Sängerin sich das ausdrücklich verbeten hatte.

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siehe dazu auch: Campact: Theo Müller und die AfD Ob Joghurt mit der Ecke, Müller-Milchreis oder Müllermilch – die Produkte des Molkereikonzerns Müller kennen fast alle. Was dabei kaum jemand weiß: Theo Müller, der Gründer des Milch-Imperiums, sympathisiert offen mit der AfD. Der Milliardär macht so Rechtsextremismus und Hass salonfähig. Lies hier, was Du über Müllers Verbindungen zur AfD wissen solltest – und wie Du protestieren kannst.

„Alles für Deutschland“-Parole: Strafanzeige gegen Alice Weidel gestellt – #LockHerUp

Bereits der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke wurde rechtskräftig wegen Verwendens der Parole verurteilt. Nun soll das Gleiche auch Weidel drohen. Das Hackerkollektiv Anonymous hat Strafanzeige gegen die AfD-Chefin Alice Weidel erstattet. Wie „Anonymous Germany“ auf der Plattform X mitteilte, wurde die Anzeige bei der Berliner Polizei erstattet.  Hintergrund ist der Vorwurf an Weidel, sie habe in einem Interview mit Welt TV vor einigen Tagen die SA-Parole „Alles für Deutschland“ verwendet. Sie soll sich Anonymous zufolge des „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen“ strafbar gemacht haben. Weidel wurde bei Welt TV auf die neu gegründete Jugendorganisation „Generation Deutschland“ angesprochen. Ein Mitglied im Bundesvorstand der AfD-Jugend hatte am 29. November in Gießen das Motto der Hitlerjugend – „Jugend muss durch Jugend geführt werden“ – als Vorbild gelobt. Weidel sagte dazu gegenüber dem Sender: „Also ich wusste jetzt auch nicht, dass das irgendwie irgendwann mal gesagt wurde. Genauso wie ‚Alles für Deutschland, alles für Deutschland‘. Huch, ja, ich verstehe den Aufreger nicht.“

via berliner zeitung: „Alles für Deutschland“-Parole: Strafanzeige gegen Alice Weidel gestellt

Streit um AfD-Praktikum: Brandenburg stellt sich hinter Schulleiter

Ein Schulleiter im Kreis Potsdam-Mittelmark hat einem Zehntklässler ein Praktikum bei der AfD-Landtagsfraktion verboten. Die Entscheidung löste scharfe Kritik der AfD aus, während Brandenburgs Bildungsminister Steffen Freiberg (SPD) den Schulleiter öffentlich verteidigt. Das Ministerium bestätigte das Verbot und wies den Vorwurf eines Fehlverhaltens zurück. AfD-Landeschef René Springer forderte die Landesregierung auf, das Verbot rückgängig zu machen. Er erklärte: «Die AfD-Landtagsfraktion ist ein regulär anerkannter Ausbildungsbetrieb.» Weiter sagte Springer: «Wer einem Schüler den Zugang zu diesem Lernort verweigert, verhindert Bildungschancen und instrumentalisiert staatliche Institutionen für politische Ausgrenzung.» Minister stellt Kindeswohl in den Mittelpunkt Bildungsminister Freiberg verteidigte die Entscheidung im Bildungsausschuss. «Die Schulaufsicht hat den Vorgang geprüft und weist den Vorwurf eines Fehlverhaltens zurück», stellte er klar. Schulen seien zentrale Orte für Demokratie: «In jeder Bildungssituation muss die klare, demokratische und menschenrechtsorientierte Haltung entsprechend erkennbar sein.» (…) Freiberg bekräftigte: «Es wird hier das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt gestellt. Das ist fachlich, sachlich und auch rechtlich im Übrigen an keiner Stelle zu beanstanden

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Online-Händler entfacht mit Anti-AfD-Werbung heftige Diskussion

Ein Online-Händler plante mit zweideutigen Aussagen im Internet Werbung für sich zu machen – auf Kosten der AfD. Die Kampagne hatte ein Nachspiel. Der Online-Händler Galaxus Deutschland steht wegen einer umstrittenen Werbekampagne in den sozialen Netzwerken in der Kritik. Hintergrund ist ein kurzer Clip, in dem eine junge Frau bei dem Spiel „Wer bin ich?“ mehrere Anspielungen zur AfD-Vorsitzenden Alice Weidel macht und sich dabei ausfällig äußert. Das Video wurde innerhalb weniger Tage mehr als zehn Millionen mal aufgerufen. Die AfD reagierte mit einem Statement. Bei dem Spiel „Wer bin ich?“ wird einer Person ein Zettel mit einem Begriff auf die Stirn geklebt, den sie anschließend durch einfache „Ja“- oder „Nein“-Fragen erraten muss. In dem Werbevideo des Online-Händlers sitzt eine junge Frau ebenfalls auf dem Bett, auf ihrer Stirn prangt ein Post-It mit dem Begriff „Galaxus“. Durch ihre Fragen folgt sie aber erst einmal einer anderen Spur: „Bin ich in manchen Teilen Deutschlands erfolgreicher?“, fragt sie und legt nach mit „Kennt man mich in letzter Zeit vor allem wegen einer blonden Frau? Hatte die was mit der Schweiz zu tun? Bin ich queerer, als ich tue? Und wählen mich auch Idioten?“ „Diffarmierung“ und „unterste Schublade“ – AfD reagiert in Stellungnahme auf umstrittene Werbung In dem knapp 50 Sekunden lange Werbeclip blickt die Frau am Ende genervt in die Kamera, schnaubt „Ernsthaft?“ und rät anschließend: „Dann bin ich Alice…“ Der Nachname wird mit einem Piepton zensiert. Die Frau simuliert einen Würgereiz und ist erleichtert, als sie erfährt, dass sie falsch liegt. Mit ihrem zweiten Versuch tippt sie richtig, wer sie ist. Dann endet der Clip.

via merkur: Online-Händler entfacht mit Anti-AfD-Werbung heftige Diskussion

Flop auf Rädern: Der Cybertruck ist zwei Jahre alt – #swasticar

Der Negativtrend hat sich für das “Swasticar” weiter vorgesetzt, die Verkäufe dürften heuer nicht einmal 10 Prozent von Elon Musks Vorhersage erreichen. Am 30. Jänner 2022 schickte Elon Musk ein neues Fahrzeug ins Rennen um die Gunst der E-Auto-Fahrer. Es war allerdings kein neues, günstiges Tesla-Modell, sondern ein Pickup. Cybertruck nannte sich das schon 2019 angekündigte Fahrzeug mit seinem kantigen Design und der Edelstahlverkleidung. Das Echo war gemischt, längst nicht jedem gefiel die Ästhetik. Mit 61.000 bis 100.000 Dollar Kaufpreis kostete das Fahrzeug außerdem deutlich mehr, als noch 2021 angegeben worden war. Musk verfolgte ehrgeizige Ziele. Bis Ende 2025, so erklärte er, rechne er mit 200.000 bis 250.000 jährlich verkauften Cybertrucks. Kurz vor Ende dieser Frist, zum 2. Geburtstag des Boliden, sieht die Realität allerdings ganz anders aus. Schon im Sommer zeigte sich beim Blick auf die Zahlen ein ernüchterndes Ergebnis. Mit Ausnahme des Model 3 verzeichnete Tesla bei allen Fahrzeugen ein teils deutliches Absatzminus im 2. Quartal. Die Verkäufe des Cybertruck hatten sich im Vergleich zum Vorjahr aber sogar halbiert. Über April, Mai und Juni wiesen Analysen dem Fahrzeug nur eine Stückzahl von 4300 aus, die an Kunden ausgeliefert wurde. Im dritten Quartal stieg diese Zahl laut Daten aus Kelleys Blue Book zwar auf knapp 5400 an, lag damit aber 63 Prozent niedriger als im Vorjahr. Im letzten Jahresviertel dürfte der Negativtrend sich auch wieder in absoluten Zahlen anbieten. Für Oktober liegt die Schätzung bei etwa 1220 verkauften Cybertrucks. Ein Blick auf die Jahresbilanz und die Konkurrenz offenbart das Fiasko. Heuer dürfte der Absatz bei unter 20.000 Stück liegen, was 45 Prozent des auf 38.000 bis 39.000 geschätzten Vorjahresabsatzes entsprechen würde. Oder nicht einmal 10 Prozent von Musks eigener Vorhersage. Hinzu kommt, dass dieser Rückgang nicht auf allgemeine Entwicklungen in der Elektrofahrzeugbranche geschoben werden kann. Denn der direkte Konkurrent von Ford, der F-150 Lightning, verkaufte sich im dritten Quartal um 40 Prozent besser als im Vorjahr und hat damit den Cybertruck überholt. Auch bei den Jahresverkäufen wird das Fahrzeug klar vorn liegen.

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Blockierte „Heimat“-Demo in Berlin – Aufs falsche Hütchen gesetzt

Neonazis riefen zu einer antiziganistischen Demo gegen Hütchenspieler nach Mitte. Trotz der Proteste in Gießen, stellten sich 1.000 Antifas in den Weg. Die rechtsextreme Partei Die Heimat, vormals NPD, ist bei ihrem ersten Demonstrationsversuch in Berlin seit fast zehn Jahren gescheitert. Nach mehr als zwei Stunden Stillstand in einem abgegitterten Bereich zwischen Humboldt Forum und Lustgarten rollten die etwa 130 Neonazis ihre Fahnen wieder zusammen. Die Polizei sah keine Möglichkeit, den Rechten eine Demonstration auf der angemeldeten Strecke bis zur Friedrichstraße zu ermöglichen. Angesichts von mehr als 1.000 Antifaschist:innen, die vor und neben dem rechten Aufzug demonstrierten, sei es „unverhältnismäßig, hier durchzurennen“, wie ein Polizeisprecher der taz sagte. Zur Gegenkundgebung hatten etwa die Omas gegen Rechts und die Initiative Geradedenken mobilisiert. Die ursprüngliche Route der Neonazis Unter den Linden war zum Teil versperrt. Es schien fast so, als sei die Polizei, die mit 300 Einsatzkräften vor Ort war, überrascht von dem starken Gegenprotest, schließlich demonstrierten zur selben Zeit mehrere tausend Berliner An­ti­fa­schis­t:in­nen in Gießen gegen den Gründungsparteitag der AfD-Jugend. Sollten die Rechten gehofft haben, das für einen ungestörten Aufzug ausnutzen zu können, ging der Plan nicht auf. (…) Im Fokus auf ihrer zur Kundgebung gestutzten Demo stand der Ruf nach einem härteren Vorgehen gegen „Hütchenspieler“. Was dahinter eigentlich steckt – wenn es nicht Rache für den Geldverlust eines Neonazis ist – machten die Reden klar, in denen unverhohlen von „Zgnrbanden“ gesprochen wurde. Es geht ihnen um offenen Rassismus gegen Sin­tiz­ze und Rom*nja. Doch die Außenwirkung blieb beschränkt. Unter Rufen und Tröten der Ge­gen­de­mons­tran­t:in­nen waren die Reden außerhalb der Nazidemo selbst nicht zu hören.

via taz: Blockierte „Heimat“-Demo in Berlin Aufs falsche Hütchen gesetzt

siehe auch: 300 Polizisten, 1200 Gegendemonstranten, vier Festnahmen: Neonazis demonstrieren im Herzen Berlins – doch marschieren können sie nicht Der NPD-Nachfolger Die Heimat sucht den Schulterschluss mit jungen Neonazi-Gruppen, gemeinsam wollte man am Samstag durch Mitte ziehen. Gegendemonstranten stoppten den Aufzug. Nach etwa 20 Metern war Schluss: Der Neonazi-Marsch mit etwa 150 Teilnehmern, der am Samstag durch Berlin ziehen sollte, stoppte schon kurz nach dem Start um 14 Uhr am Berliner Dom. Laut Polizei hatten sich über 1200 Personen des Gegenprotests vor der Schlossbrücke postiert. Dadurch wurde der Weiterzug blockiert. (…) Im Gespräch mit der Polizei bei der Demonstration empörte sich Heimat-Chef Peter Schreiber darüber, dass die Polizei den Weg für die Neonazi-Demo nicht frei mache. „Wären wir auf uns alleine gestellt, würden wir uns schon Raum schaffen“, sagte Schreiber dem Tagesspiegel.