Prominente verlassen X in #Österreich – “Giftig, voller Lügen, aggressiv und deprimierend” – #eXit

Vor zwei Jahren hat Elon Musk Twitter übernommen und zu X gemacht. Im US-Wahlkampf nutzte er die Plattform für Trump-Werbung. Jetzt haben Prominente aus Österreich X aus Protest verlassen. Am Sonntag um 18 Uhr war es so weit: Der Hashtag lautete #eXit, ein Wortspiel für den Ausstieg aus der Plattform X. Dutzende österreichische Medienmacher und andere bekannte Persönlichkeiten legten ihre Accounts still – darunter die Buchautorin Ingrid Brodnig, der Chefredakteur des Falters, Florian Klenk, der Vizechefredakteur der Kleinen Zeitung, Michael Jungwirth und die Puls4-Infochefin Corinna Milborn.Die Initiative kam von ORF-Fernsehmoderator Armin Wolf, der in Österreich bekannt dafür ist, Politiker durch gut vorbereitete Interviews in die Mangel zu nehmen. “Ich hatte seit einigen Wochen immer wieder darüber nachgedacht und hatte das Gefühl in den letzten Tagen, dass so eine Art Tipping-Point erreicht ist”, sagt Wolf. In seinem eigenen Blog schreibt er, dass es mit Twitter, wie die Plattform früher hieß, lange “schön” gewesen sei. Doch in den letzten Jahren habe sich X “täglich immer weiter radikalisiert”. Es sei “giftig, voller Lügen, aggressiv und deprimierend” geworden. (…) Doch seit der Übernahme durch Elon Musk vor zwei Jahren sei die Plattform toxisch geworden, so Wolf. Irre hätten X überflutet, Propaganda-Bots, Neonazis, Rassisten, Sexisten, Incels und Verschwörungs-Paranoiker. Deren Inhalte seien durch den Algorithmus nach oben gedrängt worden.”Wenn ich in den letzten Wochen ein politisches Posting abgesetzt habe, hatte ich darunter Hunderte Irre”, sagt der Journalist. Er sei mit dem Blockieren nicht mehr nachgekommen. “Ich hatte zuletzt mehr als 9.000 Accounts blockiert. Es war einfach nicht mehr lustig.” Musk selbst sei dabei wie der “Über-Troll” aufgetreten und habe auch Verschwörungstheorien verbreitet. Für viel Aufmerksamkeit sorgte ein Interview, das Musk mit Donald Trump im Wahlkampf bei X führte. Musk ließ Trump seine Falschbehauptungen unwidersprochen verbreiten – unter anderem über Migration, wo Trump mit völlig übertriebenen Zuzugszahlen hantierte.  “Der hat eine Propaganda-Bude daraus gemacht für seinen Freund Donald Trump. Und das finde ich problematisch bei jemandem, der sagt, sein oberstes Kriterium ist free speech”, sagt Wolf. Zum “Über-Troll” mache ihn, dass der Algorithmus von X jeden Tweet von Musk automatisch am höchsten einstufe und Abermillionen Menschen anzeige.

via tagesschau: Prominente verlassen X in Österreich “Giftig, voller Lügen, aggressiv und deprimierend”

KI-generiert

Proteste laut Polizei friedlich verlaufen – AfD-Landesparteitag: Rund 1.300 Gegendemonstranten in Ketsch

Die Proteste gegen den AfD-Landesparteitag in Ketsch sind laut Polizei friedlich verlaufen. Bereits am Samstagmorgen hatten sich 250 Demonstrierende vor der Rheinhalle versammelt. Die Demonstrationen gegen den AfD-Landesparteitag in Ketsch (Rhein-Neckar-Kreis) am Samstag sind nach Angaben der Polizei friedlich und “überwiegend störungsfrei” verlaufen. Bereits am frühen Samstagvormittag hatten sich rund 250 Protestler vor der Rheinhalle versammelt, um lautstark gegen die ankommenden AfD-Politiker und Mitglieder zu demonstrieren. Auf dem Festplatz gegenüber der Rheinhalle veranstalteten verschiedene Bündnisse ein “Fest der Vielfalt”. Mitorganisator Florian Reck sagte, man wolle ein Zeichen für die Demokratie setzen. Insgesamt nahmen an den Aktionen laut Polizei rund 1.300 Menschen teil. Kurzzeitig sei es zu gegenseitigen verbalen Provokationen gekommen

via swr: Proteste laut Polizei friedlich verlaufen AfD-Landesparteitag: Rund 1.300 Gegendemonstranten in Ketsch

Volksbank kündigt AfD-Konto – Sparkasse hat jetzt ein Problem

Die Volksbank greift durch und kündigt das Spendenkonto der AfD. Die Sparkasse hat jedoch nicht die Möglichkeit, das Konto zu verbieten. Die Volksbank greift hart durch und hat dem Rotenburger Kreisverband der AfD das Spendenkonto gekündigt. Der Kreisverband der Partei verwendet deshalb ein Spendenkonto bei der Sparkasse. Die Bank erntet dafür zwar einiges an Kritik, jedoch können sie nichts dagegen tun. Nach einer Petition der Rotenburger Ortsgruppe „Omas gegen Rechts“, die die Kündigung des Kontos der AfD fordert, greift die Volksbank durch. Eine Aktivistin der Bürgerinitiative berichtet gegenüber der „Kreiszeitung“, dass die Bank der Forderung nachgekommen ist und das Spendenkonto gekündigt hat. Die „Oma“ teilt mit: „Wir hatten ein sehr freundliches Gespräch mit einem Vorstandsmitglied, aber öffentlich wird er wegen des Bankgeheimnisses nichts sagen.“ (…) Die Petition der Bürgerinitiative hat 27.000 Unterschriften gesammelt und von der Volksbank gefordert, dass diese „ihre Verantwortung gegenüber unserer Gesellschaft ernst nimmt und keinen Beitrag zur Unterstützung von Parteien leistet, die unsere Demokratie untergraben“. Die Bank selbst hat keine Stellungnahme zu der Kündigung gegeben. Wie die „Kreiszeitung“ berichtet, bekennt sich die Volksbank jedoch „ohne Einschränkungen zu den freiheitlichen und demokratischen Grundpfeilern unserer Gesellschaft“. Eine Überzeugung, die von der Sparkasse Rotenburg Osterholz geteilt wird, wie ein Pressesprecher betont. Jedoch ist das neue Spendenkonto des Kreisverbands der AfD künftig bei der Sparkasse. Anders als die Volksbank kann die Sparkasse, als öffentliche Institution, nichts gegen dieses Konto unternehmen. Rechtlich darf die Bank „keine Kontoeröffnung von Parteien, die demokratisch legitimiert sind, zurückweisen“.

via derwesten: Volksbank kündigt AfD-Konto – Sparkasse hat jetzt ein Problem

„Verschwörungstheorien und Rassismus“: Guardian postet wegen Musk nicht mehr auf X

Trotz der rund 27 Millionen Follower verzichtet die britische Traditionszeitung The Guardian freiwillig auf ihre X-Accounts. Das sind die Gründe. Die britische Zeitung The Guardian hat angekündigt, dass sie von ihren offiziellen Accounts aus keine Inhalte mehr auf Elon Musks Social-Media-Plattform X veröffentlichen wird. In einer Mitteilung an die Leser schrieben die Verantwortlichen, dass sie die Vorteile der Präsenz auf der Plattform, die früher Twitter hieß, inzwischen durch die Nachteile aufgewogen sehen, und verwiesen auf die „oft verstörenden Inhalte“, die dort zu finden seien. The Guardian hat mehr als 80 Accounts auf X mit ungefähr 27 Millionen Followern. Das Blatt ist die wichtigste britische Zeitung im linken Spektrum. The Guardian teilte mit, dass Inhalte auf der Plattform, über die man seit langem besorgt sei, rechtsextreme Verschwörungstheorien und Rassismus umfassten. The Guardian fügte hinzu, dass die Berichterstattung der Site über die US-Präsidentschaftswahlen die Entscheidung geprägt habe: „Dies ist etwas, das wir schon seit einiger Zeit in Erwägung ziehen, angesichts der oft verstörenden Inhalte, die auf der Plattform beworben oder gefunden werden, darunter rechtsextreme Verschwörungstheorien und Rassismus“, hieß es.

via berliner zeitung: „Verschwörungstheorien und Rassismus“: Guardian postet wegen Musk nicht mehr auf X

FC St. Pauli verlässt Musk-Plattform “X” – Welche Bundesligisten ziehen nach?

Als erster Bundesliga-Klub sagt St. Pauli einem beliebten Social-Media-Dienst Lebwohl. Werden andere Bundesligisten nachziehen? Seit der Übernahme von “X” (ehemals Twitter) durch Tesla-Milliardär Elon Musk hat sich die Plattform auf verschiedensten Ebenen gewandelt. Zum Schlechteren, findet ein Großteil der Nutzer und auch Bundesliga-Aufsteiger St. Pauli. Aus diesem Grund hat der Kiezklub am Donnerstag seinen Abschied von der mittlerweile umstrittenen Social-Media-Plattform bekanntgegeben und schließt sich stattdessen Alternative “Bluesky” an. Der über 250.000 Follower schwere Account St. Paulis begründete das Aussteigen so: “Seit der Übernahme von Twitter, so der ehemalige Name der Plattform, durch Musk hat dieser X zu einer Hass-Maschine umgebaut. Rassismus und Verschwörungslegenden verbreiten sich ungehindert oder werden sogar kuratiert. Beleidigungen und Drohungen werden kaum sanktioniert und als vermeintliche Meinungsfreiheit verkauft.”

via ran: FC St. Pauli verlässt Musk-Plattform “X” – Welche Bundesligisten ziehen nach?

siehe auch: Wegen Musk und Trump : Erster Bundesliga-Klub steigt bei X aus. Seit Tesla-Milliardär Elon Musk (53) 2022 Twitter übernahm und zu X transformierte, wurde die Kritik an der Social-Media-Plattform immer größer. Jetzt zieht ein erster Bundesliga-Klub die Konsequenzen: Der FC St. Pauli steigt bei X aus! In einer Mitteilung begründete der Klub, dessen X-Account über 250.000 Follower hat: „Seit der Übernahme von Twitter, so der ehemalige Name der Plattform, durch Musk hat dieser X zu einer Hass-Maschine umgebaut.“ Und weiter: „Rassismus und Verschwörungslegenden verbreiten sich ungehindert oder werden sogar kuratiert. Beleidigungen und Drohungen werden kaum sanktioniert und als vermeintliche Meinungsfreiheit verkauft.“

https://twitter.com/fcstpauli/status/1856995507580645575

RASSISMUS-SKANDAL IN DER REGIONALLIGA: ZUSCHAUER DER POLIZEI ÜBERGEBEN – #Luckenwalde

Wegen einer rassistischen Beleidigung ist das Regionalliga-Spiel zwischen dem FSV Luckenwalde und Rot-Weiß Erfurt unterbrochen worden. Der Sieg von Erfurt wurde von dem Vorfall gegen Erfurts Nummer sechs, Maxime Awoudja (26), überschattet. Ein Zuschauer hatte den Erfurter Maxime Awoudja (26) bei dem Spiel am Sonntag in der 50. Minute beschimpft. “Man sieht nach solchen Beleidigungen einfach rot”, sagte Awoudja bei “OstSportTV”. Mit Hilfe der anderen Zuschauer wurde der Täter noch während des Spiels identifiziert und der Polizei übergeben. Ihm droht mindestens ein Stadionverbot. “Danke an alle, das man geholfen hat. Das ist wichtig, auch außerhalb des Fußballs, dass man ein Zeichen setzt”, erklärte Awoudja. Der 26-jährige Innenverteidiger hatte rund zehn Minuten nach dem Vorfall den Ausgleich für die Thüringer erzielt. Am Ende gewann Erfurt 2:1.

via tag24: RASSISMUS-SKANDAL IN DER REGIONALLIGA: ZUSCHAUER DER POLIZEI ÜBERGEBEN

Rund 80 Menschen demonstrieren gegen Vortrag der AfD – #dankeantifa

Am Jahrestag der Reichspogromnacht hat die AfD mit ihrer europäischen Fraktion ESN einen Vortrag im Kulturheim Mainz-Weisenau gehalten. Etliche Menschen demonstrierten vor Ort. Rund 80 Menschen versammelten sich am Samstagabend vor dem Kulturheim in Mainz-Weisenau, um gegen einen Vortrag der AfD und ihrer Fraktion im Europaparlament, Europa der Souveränen Nationen (ESN), zu demonstrieren. Zur Kundgebung unter dem Titel „Novemberpogrome werden nicht gefeiert in Mainz“ hatte die Gruppe „Rheinhessen Nazifrei“ eingeladen.

via az: Rund 80 Menschen demonstrieren gegen Vortrag der AfD