Wenige Tage vor der Wahl in Berlin rückt die Polizei bei einem AfD-Mitarbeiter an. Es geht um illegale Waffen. Die werden nicht gefunden – dafür aber andere Dinge. Fünf Tage vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin ist die Wohnung eines Mitarbeiters von AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker durchsucht worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin besteht der Verdacht eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und das Waffengesetz. Laut Staatsanwaltschaft wurden keine Beweismittel gefunden, »die den Tatvorwurf untermauern«. Die Polizei habe jedoch andere Beweismittel, sogenannte Zufallsfunde, sichergestellt. Diese müssten nun kriminaltechnisch untersucht werden, bevor die »strafrechtliche Relevanz« näher bewertet werden könne. Nach den Zeitungsberichten stießen die Ermittler bei dem 48-Jährigen auf Drogen und Nazidevotionalien. AfD-Sprecher Ronald Gläser sprach von einer »privaten Angelegenheit«. »Wir warten die Ermittlungen ab«, sagte er auf Anfrage. Die »Bild«-Zeitung zitierte AfD-Spitzenkandidatin Brinker darüber hinaus mit den Worten: »Ich hatte niemals einen Anhaltspunkt dafür, dass er in einer solchen Richtung tickt. Er ist einfach Sammler.«
via spiegel: Durchsuchung bei Mitarbeiter einer AfD-Spitzenkandidatin in Berlin
siehe auch: AFD-SPITZENKANDIDATIN IN BERLIN Durchsuchung bei Brinker-Mitarbeiter – Ermittler finden Drogen und Nazi-Devotionalien. Kurz vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl ist ein Mitarbeiter von AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker ins Visier der Ermittler geraten. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Drogen und offenbar Nazi-Devotionalien gefunden (…) Bei dem Mann handelt es sich um Jürgen Sch., einen persönlichen Mitarbeiter Brinkers in deren Reinickendorfer Wahlkreisbüro. Er lebt allein in einem Haus im Berliner Ortsteil Lichterfelde. Die Durchsuchung erfolgte auf Grundlage eines richterlichen Beschlusses, der sich demnach auf den Verdacht des illegalen Waffenbesitzes bezog. Nach den vorliegenden Angaben fanden die Ermittler keine Waffen, dafür jedoch Drogen sowie mutmaßliche Nazi-Devotionalien. Außerdem soll sich in dem Haus umfangreiches Material der AfD befunden haben. Der Mitarbeiter soll bei der Durchsuchung darauf hingewiesen haben, dass er für Brinker arbeitet. Kollegen beschreiben den Mann laut „Bild“ als Sammler, der regelmäßig auf Flohmärkten unterwegs sei und dort unterschiedliche Gegenstände kaufe. Die Drogen sollen sich nach diesen Angaben in einer Schallplatte befunden haben.
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