Es geht um eine Äußerung des AfD-Chefs bei einer Wahlkampfveranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat Strafanzeige und Strafantrag gegen den AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla gestellt. Nach Angaben des Zentralrats geht es um den Verdacht der Volksverhetzung und Beleidigung. Anlass ist eine Äußerung Chrupallas bei einer AfD-Wahlkampfveranstaltung im mecklenburg-vorpommerschen Grimmen am 29. August. Vor etwa 400 Besuchern hatte Chrupalla über den Fund von Waffen und Munition in einem Waldgebiet bei Berlin gesprochen. Dabei soll er gesagt haben, die Waffen hätten »wahrscheinlich irgendwelche Z.### dort verloren, beim Pilzesuchen«. Nach Darstellung des Zentralrats reagierten Teile des Publikums darauf mit Gelächter und Applaus.
Die Organisation wertet die Äußerung als gezielte Herabwürdigung von Sinti und Roma und zeigt sich angesichts des Vorgangs entsetzt. Es sei nicht hinnehmbar, dass eine nach Einschätzung des Zentralrats rechtsextreme Partei im Landtagswahlkampf Minderheiten auf diese Weise zum Gegenstand von Spott und Hetze mache. Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats, sieht in dem Vorfall eine grundsätzliche politische Dimension. Bei der Auseinandersetzung mit der AfD geht es seiner Ansicht nach längst nicht mehr allein um den Schutz einzelner Minderheiten. »In der politischen Auseinandersetzung mit dieser verfassungsfeindlichen Partei geht es heute nicht um Minderheiten«, erklärte Rose, »sondern um die Sicherung von Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Frieden.«
via jüdische allgemeine: Verdacht der Volksverhetzung: Dachorganisation der Sinti und Roma zeigt Tino Chrupalla an
siehe auch: Vorwurf der Volksverhetzung – Strafanzeige gegen AfD-Bundeschef. Chrupalla nach Wahlkampfauftritt in MV Bei einer Wahlveranstaltung der AfD MV zog der Parteivorsitzende Tino Chrupalla über Minderheiten her. Der Zentralrat Deutsche Sinti und Roma sieht darin klar Volksverhetzung. Zuhörern stockte in dem Moment der Atem: Der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla hat sich beim Wahlkampfauftritt am vergangenen Freitag in Grimmen abfällig über Minderheiten geäußert. Jetzt hat der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen den AfD-Mann gestellt. Gelächter nach „Zigeuner“-Zitat Chrupalla hat bei der Wahlkampfveranstaltung der MV-AfD in Grimmen zu verschiedenen Themen grenzüberschreitende Töne angeschlagen. So warnte er vor „Kriegspropaganda“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der aus seiner Sicht gern und oft übertreibe. Als Beispiel nannte Chrupalla einen Fund von Waffen in Brandenburg, der mit Russland in Verbindung gebracht wurde. Diese hätten vermutlich „irgendwelche Z.### verloren beim Pilzesuchen“, sagte der AfD-Chef und erntete Gelächter. Seine Attacke ging noch weiter, als er unterstellte: Bei kurdischen Hochzeiten in Berlin gäbe es viele solcher Delikte. „Da haben die Waffen ohne Ende“, sagte Chrupalla. (…) Auf diese Weise würden Minderheiten stigmatisiert und ausgegrenzt. Der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose, erklärt: „Die AfD ist eine Partei der Spaltung, die das Bild des hässlichen Deutschen in Europa wieder aufleben lässt und damit das Ansehen und die Zukunft unseres Landes in der Welt gefährdet.“
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