Erstmals in Bayern hat ein AfD-Stadtrat den Posten des Kulturreferenten ergattert. Die Kulturszene von Tittmoning schäumt, auch überregional regt sich Widerstand. Der Bürgermeister überlegt, ob die Wahl rückgängig gemacht werden kann. Tittmoning – Oberbayerns zweitkleinste Stadt Tittmoning im Kreis Traunstein, nah an der Grenze zu Österreich, rühmt sich, eine überregional bedeutende Kulturszene zu haben. Die ist nun in heller Aufregung. Grund ist, dass der Stadtrat nach der Kommunalwahl den AfD-Stadtrat Sebastian Gruttauer zum Referenten für Kultur, Brauchtum und Tradition gewählt hat. Ein AfD-Kulturreferent – das gibt es bisher in keiner anderen Stadt im Freistaat. Bayern-Wetter aktuell: 28. Mai 2026 0:41 Spricht sich für „Remigration“ aus – Neuer Kulturreferent sorgt für Empörung Gruttauer, der als ehemaliger Trachtenvorstand oft in Lederhosen auftritt und gerne betont Bairisch spricht, ist aktives Mitglied bei der neuen AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“. Auf Instagram kann man verfolgen, welchem Gedankengut Gruttauer anhängt: Er wirbt für den AfD-Rechtsaußen Björn Höcke und spricht sich für „Remigration“ aus (weil man „mehr und mehr zur Minderheit“ wird). Er nimmt an Tagungen „zum linksextremen Ökosystem“ teil, er teilt Beiträge, in denen der „Abzug aller Besatzungstruppen“ gefordert wird, damit es „endlich ein freies und souveränes Deutschland“ geben kann. Nun soll der 32-Jährige Vernissagen eröffnen, Grußworte sprechen und den Kontakt zur hiesigen Kulturszene halten.

via merkur: „Brauner Fleck“: Protest gegen ersten AfD-Kulturreferenten Bayerns

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