Gegen den Oldenburger AfD-Bundestagsabgeordneten Andreas Paul (AfD) gibt es neue Vorwürfe. Ein Ex-Mitarbeiter spricht von unerlaubter Arbeit auf Bundestagskosten und angeordneten Fake-Profilen. Im Zuge der aktuellen Verwerfungen um mögliche Veruntreuung von Steuergeldern in Höhe von 1,5 Millionen Euro gerät jetzt auch Andreas Paul, AfD-Bundestagsabgeordneter aus Oldenburg, unter Druck. In einem internen Brandbrief erhebt ein ehemaliger Mitarbeiter Vorwürfe gegen den Bundeswehroffizier. Paul soll seinen damaligen Mitarbeiter für kommunalpolitische Arbeit eingesetzt haben – bezahlt aus Bundestagsmitteln. Das wäre rechtswidrig. Der Mitarbeiter verweist auf Kommunikationsnachweise. Paul bestreitet dem NDR gegenüber jede Verbindung zur sogenannten 65/35 Regel. Die macht derzeit Schlagzeilen: Mehrere AfD-Mitglieder aus Niedersachsen werfen Landeschef Ansgar Schledde vor, er habe von Ihnen verlangt, über 35 Prozent ihres Mitarbeiterbudgets zu verfügen. Pressearbeit über Fake-Accounts? Er weist die Vorwürfe als “lächerlich” zurück. Paul sei mit seinem damaligen Mitarbeiter nicht zufrieden gewesen. Der wolle ihm nun “vors Schienbein treten”. Paul räumt allerdings ein, dass sein Bundestagsmitarbeiter ihn “in seiner Freizeit” bei kommunaler Pressearbeit unterstützt habe. Hinzu kommt ein weiterer Vorwurf des ehemaligen Mitarbeiters: Er sei von Paul angewiesen worden, “mehrere Social Media Accounts” unter falschem Namen anzulegen – angeblich, um seine Persönlichkeitsrechte zu schützen. Mit diesen Fake-Accounts sollte der Mitarbeiter Pauls Social Media Postings kommentieren und liken, um dessen Reichweite zu erhöhen – abgerechnet als offizielle Pressearbeit über das Bundestagbüro.
via ndr: Fake-Accounts benutzt? Vorwürfe gegen AfD-Abgeordneten Andreas Paul