Mitte März hatte Ungarn ein Gesetz verabschiedet, womit LGBTIQ-Versammlungen untersagt sind. Die Menschen gehen trotzdem auf die Straße. Trotz eines Verbots der ungarischen Behörden haben am Samstag tausende Menschen an einer Pride Parade in der Stadt Pécs im Süden des Landes teilgenommen. Der Demonstrationszug mit etwa 7000 bis 8000 Menschen setzte sich am Nachmittag im Zentrum der Stadt in Bewegung, wie AFP-Reporter berichteten und eine AFP-Zählung ergab. „Ich bin hier, weil diese Demonstration leider nicht mehr nur die LGBTQ-Gemeinschaft betriff, sondern die Einschränkung unserer grundsätzlichen Menschenrechte“, sagte der 18-jährige Student Bence Toth der Nachrichtenagentur AFP. Die Menge führte viele Regenbogenflaggen mit sowie Schilder mit regierungskritischen Aufschriften wie „Ungarn ist eine Diktatur“. Die Organisatoren hatten das Verbot umgangen, indem sie statt einer LGBTQ-Demonstration eine „Versammlung gegen die Überbevölkerung wilder Tiere, verantwortlich für und Opfer von zahlreichen Verkehrsunfällen“ angemeldet hatten. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.

via taz: Eingeschränkte LGBTIQ-Rechte unter Orbán Trotz Verbot Tausende bei Pride Parade im ungarischen Pecs

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