Der Besuch der brandenburgischen AfD-Politikerin Lena Kotré in Oslo ist seit Tagen umstritten. In Oslo hat es am Freitag massive Proteste gegen einen Besuch der brandenburgischen AfD-Landtagsabgeordneten Lena Kotré gegeben. Die Politikerin war in die norwegische Hauptstadt gereist, um sich mit Vertretern der Splitterpartei Norgesdemokratene zu treffen. Zuvor hatte es ähnliche Besuche von Kotré bereits in der Schweiz und Italien gegeben. Bei diesen Reisen hatte die AfD-Frau Werbung für ihre Vorstellungen über eine „Remigration“ von Zugewanderten gemacht, entsprechend umstritten war die Visite daher bereits seit Tagen in Oslo. Rund eintausend Gegendemonstranten haben sich nach norwegischen Medienberichten am Freitag im Stadtteil Grønland eingefunden, wo Kotré eine „Besichtigung” geplant hatte. In dem Viertel leben viele Migrantinnen und Migranten, und hier gibt es auch ein Interkulturelles Museum. Die deutsche Politikerin sowie einige ihrer Begleiter wurden von der Polizei aufgrund der massiven Proteste zwischenzeitlich in ein Parkhaus gebracht, wie der Sender TV2 unter Berufung auf den Einsatzleiter der Polizei berichtet. Dabei handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme (…) Nach Polizeiangaben verliefen die Proteste friedlich. Die Gegendemonstranten skandierten den Berichten zufolge Parolen wie „Keine Nazis in unseren Straßen”, „Wir sind alle Antirassisten” und „Ganz Oslo hasst Faschisten”. Kotré soll am Sonnabend auch auf einer Konferenz der Norgesdemokratene sprechen, die den Namen „Remig25“ trägt.
via rnd: Massiver Widerstand bei Besuch in Oslo: Polizei evakuiert AfD-Politikerin in ein Parkhaus
siehe auch: Tumult in Norwegen AfD-Politikerin Kotré in Oslo in Sicherheit gebracht. Nicht willkommen: In dem Stadtviertel Grønland, in dem viele Menschen mit Migrationshintergrund leben, wartete Protest auf Lena Kotré und rechte einheimische Politiker. Sie hatte angekündigt, in einem Multikulti-Viertel Oslos “spazieren” zu wollen. Doch der Rundgang der AfD-Politikerin Lena Kotré mit norwegischen Rechtsaußen-Politikern endete vorzeitig. Aus Sorge um ihre Sicherheit hat die norwegische Polizei die AfD-Politikerin Lena Kotré bei einem zuvor angekündigten Rundgang durch ein mulitikulturell geprägtes Viertel in Oslo evakuiert. Sie wurde mit einer Gruppe von 10 bis 20 Personen in eine Tiefgarage in Sicherheit gebracht, wie der Sender TV2 berichtet. Die brandenburgische Landtagsabgeordnete Kotré war nach Norwegen gereist, um an einer “Remigrationskonferenz” der Partei “Norwegische Demokraten” am Samstag teilzunehmen (…) Lena Kotré sagte t-online, die Polizeipräsenz sei schon bei ihrer Ankunft groß gewesen. Sie gehe von 300 Polizisten aus, zum Teil auch in zivil und beritten. Von einem Parkhaus sei sie mit Vertretern der “Norwegische Demokraten” vor die nahegelegene Moschee gegangen, dort habe man Gespräche geführt. Dann aber habe sich der Demonstrationszug genähert, laut schreiend. Ein einzelner Demonstrant sei aus der Versammlung ausgebrochen, habe wüste Beschimpfungen ausgestoßen und habe “sehr bedrohlich” gewirkt, so Kotré. Die Polizei habe die Gruppe um Kotré daraufhin zurück ins Parkhaus gedrängt. Es sei ihnen mitgeteilt worden, dass man für ihre Sicherheit nicht garantieren könne. Daraufhin sei man ins Hotel zurückgefahren, streckenweise eskortiert von der Polizei.