Stand: 02.08.2025 12:32 Uhr Alle zwei Minuten wird ein Mensch Opfer von häuslicher Gewalt: Das zeigen Zahlen des BKA. Die Täter sind meist Männer, die Opfer Frauen. Um sie besser zu schützen, will Justizministerin Hubig elektronische Fußfesseln für Gewalttäter einführen. Häusliche Gewalt ist ein massives Problem in Deutschland. Statistisch gesehen wird alle zwei Minuten ein Mensch von seinem Partner, Ex-Partner oder einem Familienangehörigen misshandelt. Einem Bericht der Zeitung Welt am Sonntag (WamS) zufolge wurden 2024 so viele Menschen wie noch nie Opfer von körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt durch Verwandte oder Partner beziehungsweise Ex-Partner.Laut den Zahlen des Bundeskriminalamts, die auch dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegen, waren insgesamt 265.942 Menschen offiziell betroffen. Der Anstieg habe gegenüber dem Jahr zuvor bei rund 4 Prozent gelegen. Experten gehen jedoch von einer Dunkelziffer aus, weil nicht alle Fälle gemeldet werden. Von häuslicher Gewalt ist immer dann die Rede, wenn es sich um Personen handelt, die in einer partnerschaftlichen Beziehung zueinander sind oder waren oder wenn sich die Gewalt in der Familie abspielt beziehungsweise eine familiäre Beziehung besteht.

via tagesschau: BKA registriert fast 266.000 Opfer Häusliche Gewalt erreicht neuen Höchststand

siehe auch: Körperverletzung, Stalking, Nötigung Immer mehr Menschen in Deutschland sind von häuslicher Gewalt betroffen Die meisten Opfer sind Frauen: Für 2024 meldet das BKA einen Höchststand bei Fällen von häuslicher Gewalt. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass die Anzeigebereitschaft gestiegen ist. In Deutschland sind 2024 so viele Menschen wie noch nie Opfer von häuslicher Gewalt geworden: Das berichtet die »Welt am Sonntag«  auf Grundlage von Zahlen des Bundeskriminalamts. Demnach waren insgesamt 256.942 Menschen offiziell betroffen – die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,7 Prozent gestiegen. In den vergangenen fünf Jahren nahm häusliche Gewalt demnach um fast 14 Prozent zu. Expertinnen und Experten gehen jedoch von einer höheren Dunkelziffer aus, weil nicht alle Fälle gemeldet werden. Die meisten der erfassten Fälle fallen dabei auf Gewalt, die von Partnern oder Ex-Partnern verübt wird. Im Teilbereich der sogenannten Partnerschaftsgewalt erfasste das BKA dem Bericht zufolge rund 170.000 Opfer, bei innerfamiliärer Gewalt registrierte waren es rund 95.000 Betroffene. Rund 73 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt sind Frauen, bei der partnerschaftlichen Gewalt fast 80 Prozent. Mehr als die Hälfte aller Taten sind einfache oder gefährliche Körperverletzungen, heißt es. Etwa ein Viertel entfällt demnach auf Bedrohungen, Nötigungen oder Stalking. Sexualstraftaten machten rund vier Prozent aus.