Der deutsche Bundestagswahlkampf läuft auf Hochtouren, auch online. Mit dabei ist ein Akteur aus Österreich: AUF1, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Plattform, ergreift für die AfD Partei und erreicht damit auf Telegram Hunderttausende. Eine ORF-Recherche geht der Frage nach, auf welche Techniken AUF1 setzt und wer hinter dem selbst ernannten Alternativmedium steht, das Interviews von AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel, FPÖ-Chef Herbert Kickl und Ungarns Premier Viktor Orban erhält – und gleichzeitig Fanshirts von Weidel verkauft. (…) Der österreichische Verfassungsschutzbericht von 2023 bezeichnet AUF1 als rechtsextremistisches Medium, das der Neuen Rechten zur gezielten Verbreitung von Propaganda diene. Facebook sieht das ähnlich, dort wurde die Seite blockiert. AUF1 positioniere sich „überall als Gegenpol zum Mainstream“, sagt Ebner, daher rühre auch die Selbstwahrnehmung als „alternativ“. Damit spreche man vorhandene Frustrationen und Ängste erfolgreich an. (…) Tatsächlich findet man auf der Plattform in den Tagen und Wochen vor der deutschen Bundestagswahl Begeisterung für AfD-Positionen. Unter so gut wie jedem Beitrag ist zudem ein Banner mit Weidel zu sehen, gekennzeichnet als bezahlte Anzeige. Ob die Anzeige von der AfD direkt stammt und wie viel Geld floss, beantwortete die AfD auf Anfrage nicht. Von AUF1 hieß es gegenüber dem ORF, dass man die zusätzlichen Einnahmen aus Werbung für die Erhöhung der Reichweite nutze.
via orf: Rechtsextreme Plattform mischt mit