Neonazi-Symbolik am Rückspiegel. Ausgerechnet bei einer rechten Demo tauchte ein Karin-Ritter-Duftbaum in einem Polizeiauto auf. Jetzt werden Maßnahmen geprüft. Tausende Rechtsextremisten ziehen durch Dresden. Zur Aufsicht dabei: Ein Polizeiauto mit Neonazi-Symbolik hinter der Windschutzscheibe. So geschehen am 15. Februar beim sogenannten „Trauermarsch“ in der sächsischen Landeshauptstadt. Bilder in den Sozialen Medien zeigen den fragwürdigen Anhänger am Rückspiegel eines Mannschaftswagens. Zu sehen ist ein Duftbaum mit dem Abbild von Karin Ritter, der Mutter der Familie aus Köthen in Sachsen-Anhalt, die bei Stern TV zweifelhafte Bekanntheit als „Neonazi-Familie“ erlangt hat. „Geht hier was kaputt, pfeift der Fuchs“, steht unter dem Ritter-Porträt im Polizeiauto. Auf einschlägigen Seiten im Internet sind auch noch andere Versionen erhältlich. Die Sprüche lauten: „Da jibt ne Anzeige“ oder „raus mit die Viecher“. Strafbar sind die Duftbäume nicht, trotzdem ein No-Go in einem Polizeiauto. Das sahen auch andere Beamte vor Ort so. „Mit Bekanntwerden des Sachverhaltes, hatte die Polizeidirektion Dresden als einsatzführende Dienststelle umgehend dafür gesorgt, dass dieser Duftbaum aus dem Fahrzeug entfernt wird“, schreibt die Polizei Sachsen. Alles Weitere muss jetzt in Sachsen-Anhalt geklärt werden. Denn von dort war das Fahrzeug zur rechten Demo nach Dresden ausgerückt. Womöglich mit Konsequenzen für die betreffenden Beamten.
via fr: Skandal bei rechter Demo: Neonazi-Duftbaum in Polizeiauto – Innenministerium reagiert