Putin übt vor der Bundestagswahl erheblichen Druck auf die öffentliche Meinung aus. Sein Ziel scheint es zu sein, die etablierten Parteien zu untergraben. Berlin – Vor der Bundestagswahl am 23. Februar wird der Einfluss Russlands in Deutschland immer deutlicher. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere Cybersicherheitsexperten berichtete, wolle die Regierung von Kreml-Chef Wladimir Putin versuchen, die Wahlbeteiligung zu senken. Dazu verbreite eine groß angelegte Desinformationskampagnen gefälschte Warnungen vor angeblich geplanten Terroranschlägen im öffentlichen Raum – oder streue Falschbehauptungen über den Unions-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz. Wie die Experten gegenüber Reuters erklärten, versuche die russische Kampagne Merz vor der Wahl massiv zu diskreditieren. So werde beispielsweise die Falschbehauptung verbreitet, der CDU-Chef leide an einer psychischen Krankheit. Die Forschenden, die mit den deutschen Menschenrechtsorganisationen Civil Society Forum und der Robert-Bosch-Stiftung zusammenarbeiten, sammelten eine Vielzahl von Falschbehauptungen in einer Datenbank. Im Laufe der Woche soll sich das Volumen der Beiträge hauptsächlich auf dem Kurznachrichtendienst X von Tech-Milliardär Elon Musk verdreifacht haben. Grund dafür sei die Beteiligung der russischen Desinformationskampagne „Storm 1516“.

via merkur: Merz wird Opfer von russischen „Fake News“ – zum Vorteil der AfD?