Der Einsatz dauerte fast einen halben Tag: Polizei, Kreis Rendsburg-Eckernförde und ein Abrissunternehmen haben am Donnerstag ein Camp am Ortsrand von Owschlag geräumt. Dort hatten sich mutmaßliche „Reichsbürger“ niedergelassen. Paul Wagner 20.10.2022, 17:00 Uhr   Owschlag. Ein Großaufgebot der Polizei hat am Donnerstag eine Räumung in Owschlag begleitet. Dort war ein Abrissunternehmen im Auftrag des Kreises Rendsburg-Eckernförde im Einsatz, um ein Camp – unter anderem bestehend aus zwei Wohnwagen und zwei Seecontainern – abzutransportieren und zu entsorgen. Auf dem Gelände hatte sich vor mehr als einem Jahr eine Gruppe angesiedelt, die sich mutmaßlich zu den sogenannten Reichsbürgern zählt. Geräumt wurde wegen Verstößen gegen das Baurecht. Der Einsatz auf dem Grundstück dauerte etwa von 9 bis 15 Uhr. Nach Auskunft von Polizeisprecher Jens Oltmann waren rund 60 Beamte im Einsatz, darunter Kollegen einer Einsatzhundertschaft, die Hundestaffel aus Kiel sowie Beamte der Polizeistation in Owschlag. Grund für das Großaufgebot: „Wir hatten Hinweise darauf, dass es in Zusammenhang mit der Räumung des Geländes zu Störungen kommen kann“, sagt Oltmann. Entgegen der Befürchtung der Polizei blieb es rund um die Räumung ruhig. Auf dem Gelände sei eine Person angetroffen worden, die das Areal umgehend und ohne Widerstand verlassen habe, hieß es von der Polizei.

via kn online: Polizei räumt Camp mutmaßlicher „Reichsbürger“ in Owschlag