Bei den Ermittlungen zu möglichen Plänen für eine rechtsextreme Miliz sind in Österreich weitere Waffen und Munition sichergestellt worden. Derzeit gelten 14 Personen in Österreich und Deutschland als Verdächtige, wie das Innenministerium in Wien am Samstag berichtete. Zuvor hatten österreichische Ermittler im Dezember ein großes Waffenarsenal ausgehoben. Damals seien noch nicht bei allen Verdächtigen Razzien erfolgt, sagte Ministeriumssprecher Harald Sörös der Deutschen Presse-Agentur. Nach weiteren Ermittlungen kam es dann am 1. Juli zu Hausdurchsuchungen in Niederösterreich, Oberösterreich, Wien und im Burgenland. Verfassungsschützer beschlagnahmten voll- und halbautomatische Waffen, Kisten mit Munition, viele NS-Devotionalien und Drogen. Die Waffen stammten nicht aus Polizei- oder Militärbeständen in Österreich oder Deutschland, sagte Sörös. Laut dem Ministerium hatten sich Verdächtige in Chatgruppen über den Aufbau einer “Miliz der Anständigen” ausgetauscht, um “das System zu kippen”.
via tag24: WAFFEN, MUNITION UND DROGEN GEFUNDEN: ERMITTLUNGEN GEGEN RECHTSEXTREME MILIZ
siehe auch: Rechtsextremes Netzwerk: Weitere Hausdurchsuchungen in Österreich. Umfangreiche Ermittlungen gegen Gruppe von Neonazis in Österreich und Deutschland. Im Zuge seit Dezember 2020 laufender umfangreicher Ermittlungen gegen eine Gruppe von Neonazis in Österreich und Deutschland sind am 1. Juli neun weitere Hausdurchsuchungen in Niederösterreich, im Burgenland und in Wien durchgeführt worden. Dabei wurden nach Angaben des Innenministeriums zahlreiche Waffen, Munition und NS-Devotionalien sichergestellt. Derzeit gibt es vorerst 14 Tatverdächtige in Österreich und Deutschland, gegen weitere würde noch ermittelt. (…) Im Zuge der jüngsten koordinierten Razzia wurden in Wohngebäuden der Beschuldigten zahlreiche NS-Devotionalien, vollautomatische und halbautomatische Schusswaffen, kistenweise Munition, Magazine, Kriegsmaterial, Suchtmittel sowie Mobiltelefone, Notebooks sichergestellt. (…) Seit Dezember 2020 gab es zahlreiche Sicherstellungen von automatischen Waffen und Sprengstoff. Beteiligt an der Gruppe ist ein bekannter Neonazi, der bereits im Rahmen der Briefbombenermittlungen in Erscheinung getreten war und nach wie vor in U-Haft sitzt. Die Ermittlungen ergaben bereits damals Verbindungen zu rechten Extremisten in Österreich und Deutschland, insbesondere auch Verbindungen zum Motorradrockermilieu.