Seit 2025 ist die „Staatsreparatur“ am S-Bahnhof Lichterfelde-Ost ein Fall für den Verfassungsschutz. Führende Mitglieder der Berliner AfD schreckt das nicht ab. Der vom einstigen AfD-Abgeordneten Andreas Wild (Foto oben) geleitete Treffpunkt „Staatsreparatur“ wird mehr und mehr zu einem rechtsextremen Szenetreff – und verfügt auch weiterhin über direkte Verbindungen in die Berliner AfD. Laut Veranstaltungsprogramm für September soll in dem direkt neben dem S-Bahnhof Lichterfelde-Ost befindlichen Ladenlokal am Freitag kommender Woche mit Sebastian Schmidtke einer der bekanntesten Neonazis Berlins auftreten. Schmidtke war seit den 2000er Jahren in der damals noch in Kameradschaften organisierten Neonazi-Szene Berlins aktiv. Bis November 2024 war er stellvertretender Bundesvorsitzender der rechtsextremen NPD, die sich seit 2023 Die Heimat nennt. Immer wieder wurde er verurteilt, unter anderem wegen Volksverhetzung.
Ein weiterer Gast mit rechtsextremer Vita wird bereits am Donnerstag in der Staatsreparatur erwartet. Maximilian Märkl, Bundessprecher der vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung, soll laut einer Ankündigung auf der Staatsreparatur-Homepage in Steglitz-Zehlendorf aufwarten. Die geplante Veranstaltung steht unter dem Titel „Remigration saves Europe“, zu Deutsch: „Remigration rettet Europa“. Staatsreparatur-Chef Wild verfügt zugleich auch weiterhin über beste Kontakte in die Berliner AfD hinein. Tagesspiegel-Informationen zufolge trat Martina Heinze, Vorstandsmitglied in der AfD Steglitz-Zehlendorf, am 20. Juni als Schriftführerin bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins „Freunde der Staatsreparatur“ in Erscheinung. Das geht aus dem Protokoll der Sitzung hervor, das dem Tagesspiegel vorliegt.

via tagesspiegel: „Staatsreparatur“ empfängt bekannten Neonazi: Weiter Verflechtungen zwischen Berliner AfD und Szenetreff in Lichterfelde


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