Auf dem Heimweg hat ein Unbekannter den Aktivisten Helmut Metzner und seinen Partner attackiert. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts auf ein homosexuellenfeindliches Hassverbrechen. Der Chef der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, der 57-jährige Helmut Metzner, und sein Partner sind am Donnerstagabend auf dem Heimweg im Schustehruspark in Berlin-Charlottenburg als “Schwuchteln” beleidigt worden. Die beiden wurde außerdem zu Boden gestoßen, sein Partner sei mit Füßen getreten und mit dem Tod bedroht worden. Das teilte Metzner auf Facebook mit. Auf Instagram veröffentlichte er zudem ein Bild, das ihn nach der Tat mit Abschürfungen am Arm zeigt. Der Vorfall habe sich gegen 19:10 Uhr ereignet. Nach dem “Schwuchtel”-Rufen habe Metzner den Mann gefragt, ob er seine Äußerung in Anwesenheit der Polizei wiederholen würde. “Das ist Meinungsfreiheit”, habe der Mann geantwortet, den Metzner als mit “mitteleuropäischen Aussehen” beschrieb. “Ich belehrte ihn, das sei ein Irrtum und kündigte an, die Polizei zu rufen. Dann rannte er mir auf mich zu und stieß mich zu Boden”, so Metzner. “Im Anschluss griff er auch meinen Partner an, brachte auch ihn zu Boden und trat ihn mit Füßen. Ich konnte ihn fotografieren und wählte den Notruf. Er drohte meinem Partner: ‘Wenn ich Dich alleine treffe, bringe ich Dich um’.” Als Metzner die Polizei rief, sei der Mann Richtung Schlossstraße geflohen. Wenige Minuten später seien die Einsatzkräfte gekommen und hätten seine Anzeige aufgenommen. “Ich habe die Fotos an die Polizei weitergeleitet und mich dann der Wunde gewidmet”, so Metzner. Er dankte “dem geduldigen Polizeibeamten am Telefon für seine Nachsicht mit meinem aufgebrachten Ton bei der Aufnahme der Tatortbezeichnung”. So habe dieser Probleme gehabt, den “komplizierten Namen” des Parkes zu verstehen.

via queer: Queerfeindliche Gewalt Chef der Hirschfeld-Stiftung und sein Partner homophob beleidigt und verletzt