In der Schweriner AfD kracht es derzeit. Nach der Niederlage für OB-Kandidatin Petra Federau um den höchsten Posten im Stadthaus taucht jetzt ein offener Brief eines AfD-Mitglieds auf, der die Vorsitzende des Kreisverbandes mit harter Kritik konfrontiert. Federau reagiert kühl. (…) Unter Schweriner Politik-Insidern war die AfD-Kandidatin in der Stichwahl erwartet worden. Jetzt kam es anders, für viele überraschend. Im Nachgang zur Wahlschlappe zeigt sich nun allerdings auch öffentlich, dass nicht alle Mitglieder der eigenen Partei auch hinter ihrer Kandidatin standen. Was in den vergangenen Monaten noch hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, wird jetzt öffentlich. Robert Zobel ist Mitglied des AfD-Kreisverbandes Schwerin, Autor und sachkundiger Bürger in Ausschüssen der Stadt. Er hat im Internet jetzt einen offenen Brief an Petra Federau veröffentlicht, der der Redaktion vorliegt. Mit scharfer Kritik an der Vorsitzenden des AfD-Kreisverbandes. Seine offiziellen Ämter in Stellvertreterpositionen wolle er abgeben. „Ich habe mich politisch nicht eingebracht, um zu schweigen, zu nicken und unbequeme Dinge für mich zu behalten, sondern weil ich davon ausging, dass politische Arbeit auch bedeutet, Fragen stellen zu dürfen. Gerade dann, wenn es um Glaubwürdigkeit, Aufrichtigkeit und Verantwortung geht“, schreibt er. Federaus Escort-Vergangenheit nicht aufgeklärt Konkret geht es um die Reaktionen Federaus im Vorfeld zur Wahl, als sie Medienanfragen zu ihrer Escort-Vergangenheit, als sie Frauen in arabische Länder vermittelt haben soll, nicht beantworten wollte. „Entscheidend ist für mich dabei nicht nur die Vergangenheit selbst, sondern vor allem Ihr Umgang damit. Denn eine Vergangenheit zu haben, ist das eine. Sich ihr nicht offen zu stellen, ist das andere“, schreibt Zobel an Federau in seinem Brief. Wer ein öffentliches Spitzenamt anstrebe, dürfe nicht erwarten, dass kritische Nachfragen einfach als lästig abgetan werden können

via ostsee-zeitung: Keine Stichwahl für AfD Nach Wahlschlappe für OB-Kandidatin Federau (AfD) in Schwerin: Internes Schreiben sorgt für Wirbel


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