Bestimmte junge Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Rassismus an Schulen. Forscherinnen fordern, dass sich die Einrichtungen stärker auf ihre Situation einstellen.          Link kopiert Auch an Schulen erleben Kinder und Jugendliche rassistische Ungleichbehandlung: Das zeigt ein am Mittwoch vorgestelltes Papier des Mediendienstes Integration. Besonders stark betroffen sind demnach Schülerinnen und Schüler, deren Familien aus der Türkei oder arabischsprachigen Ländern eingewandert sind – sie berichten häufiger von persönlicher Diskriminierung als diejenigen, deren Familien ursprünglich aus Polen, dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion oder dem früheren Jugoslawien stammen. Zudem fühlen sich Jungen demnach stärker diskriminiert als Mädchen. Ausgewertet wurden laut Angaben zahlreiche Studien mit hohen Datensätzen. Eine Mehrheit hat nach eigenen Angaben selten oder nie persönliche Diskriminierung erlebt. Allerdings sollte dies “nicht als Entwarnung missverstanden werden”: Die Erfahrung betreffe vor allem junge Menschen, die als nicht der Mehrheit zugehörig wahrgenommen werden. Auch werde rassistische Diskriminierung nicht immer benannt.

via stuttgarter nachrichten; Rassismus-Erfahrungen an Schulen Türkische und arabische Jungen an Schulen häufig diskriminiert