Am Samstag, den 28. Februar, fand der diesjährige „Leistungsmarsch“ der rechtsextremen Szene in Neubrandenburg statt. Vor Ort versammelten sich rund 80 Personen, die etwa 35 Kilometer um den Tollensesee liefen. KATAPULT MV gelang es erstmals Fotoaufnahme von den Verpflegungsstützpunkten der Neonazis zu machen. (…) Seit 2004 findet der Tollensemarsch statt. Initiiert wurde das Zusammentreffen in der Vergangenheit vom Heimat-Politiker David Petereit. Das ehemalige Landtagsmitglied hatte nachweislich Kontakt zum NSU-Kerntrio1, das unter anderem am Mord von Mehmet Turgut in Rostock verantwortlich ist. Schon 2025 nahm Petereit nicht an der Wanderung teil. In diesem Jahr war er ebenfalls nicht unter den Teilnehmenden. Wie auch im Vorjahr beginnen die Neonazis gegen 9 Uhr ihre Wanderung. Eine halbe Stunde später sollen die ersten Rechtsextremist:innen in Höhe des Strandbads Broda anzutreffen sein. Rund 80 Personen – darunter mutmaßliche Teenager sowie ältere Erwachsene – marschieren entlang des Sees. Einige tragen Militärkleidung, andere Joggingoutfits. Neben den etlichen vermummten Gesichtern sind aber auch bekannte Personen der rechtsextremen Szene in MV erkennbar: Darunter unter anderem die III. Weg-Anhänger David Mallow, Kevin Jeske, Roy Porsch und Alexander Wündsch. Während Mallow vor allem im Landkreis Rostock aktiv ist, agieren Jeske, Porsch und Wündsch hauptsächlich in Vorpommern-Greifswald. In ihrer Nähe läuft auch der Burschenschaftler Max Bartusch. Bartusch hat sich in der Vergangenheit für die NPD engagiert2 und vertritt als Rechtsanwalt sowohl AfD-Politiker:innen sowie Hammerskins vor Gericht.3
via katapult: 80 Rechtsextreme laufen um Tollensesee