AfD-Kommunalpolitiker Philip Steinbeck hat erneut Ärger mit der Justiz: Ein Video zeigt, wie er anscheinend Jugendliche misshandelt. Auf OZ-Anfrage verteidigt sich der 60-Jährige: Er selbst sei das Opfer. Ein bizarres Video bringt den AfD-Kommunalpolitiker Philip Steinbeck (60) aus Lübtheen (Kreis Ludwigslust-Parchim) erneut in Erklärungsnot. Der kurze Film zeigt, wie zwei männliche Jugendliche auf den Knien robbend von einer Person aus einem Haus gescheucht werden. Der Mann mit dem Handy beschimpft sie derb und tritt eines seiner Opfer. Steinbeck räumt ein, das Video gefilmt zu haben Höhepunkt des verstörenden Clips: Die Jugendlichen werden aufgefordert, eine am Boden liegende Deutschlandfahne „sauber zu lecken“. Die jungen Männer heben daraufhin tatsächlich die Fahne auf und führen sie in Richtung Mund. Steinbeck räumt auf OZ-Anfrage ein, dass er die Person ist, die die Szene gefilmt hat und deren Stimme zu hören ist. Der Vorfall soll sich bereits im Sommer am „Volkshaus“ in Lübtheen ereignet haben. Das ehemalige Tanzlokal gehört dem Unternehmer und AfD-Kreistagsabgeordneten. „Ich bin nicht der Täter, sondern Opfer”, sagt der 60-Jährige. Nach seinen Angaben überraschte er eine Gruppe von insgesamt 20 jungen Leuten, die in das Volkshaus eingebrochen seien, um dort ohne seine Erlaubnis zu feiern. Auf den Videos sind nur zwei Personen zu sehen, die anderen sollen vorher weggelaufen sein. Vorher habe Steinbeck gesehen, wie einer der Jugendlichen vor dem Lokal mit dem Fahrrad eine Deutschlandfahne über den Gehweg schleifte. Auch davon gibt es ein Video. Die Fahne, Überbleibsel einer AfD-Veranstaltung, hätten die eher links eingestellten Eindringlinge zuvor aus den Räumen gestohlen. (…) Laut NDR, der zuerst über das bizarre Video berichtete, ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung gegen den Kommunalpolitiker. (…) In noch einer Angelegenheit ermittelt die Justiz gegen den Kreistagsabgeordneten aus Ludwigslust-Parchim. Im August rückte ein Spezialeinsatzkommando der Polizei in seinem Wohnsitz im Schloss Jessenitz in Lübtheen an. Die Beamten fanden in dem Gutshaus dutzende Schusswaffen sowie größere Mengen Munition und Schwarzpulver. Steinbeck werden deshalb Verstöße gegen das Kriegswaffenkontroll- und das Sprengstoffgesetz vorgeworfen.

via ostsee-zeitung: Bizarres Video aufgetaucht Er ließ Jugendliche Deutschlandfahne ablecken: Jetzt spricht der Mecklenburger AfD-Mann