Bei den Rechtsextremen klingelt oft direkt nach Aktionen und Medienberichten die Kasse, wie eine Analyse von Kryptotransaktionen zeigt. Am vergangenen 24. August wurde bekannt: Die beiden durch spektakuläre Aktionen bekannt gewordenen Anführer der rechtsextremen Gruppierung Junge Tat kommen vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Zürich klagt sie nach fast drei Jahren Ermittlungen an, wie der «SonntagsBlick» berichtete. Sie wirft ihnen unter anderem Rassendiskriminierung, Haus- und Landfriedensbruch sowie Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit vor. Die Strafverfolger fordern 15 Monate Haft, davon 6 Monate unbedingt. Es gilt die Unschuldsvermutung. An diesem 24. August passierte noch etwas Zweites: Es klingelte im Spendentopf der Jungen Tat. Dort trafen 2500 US-Dollar in der Kryptowährung Ethereum ein. Das ist nur ein Beispiel eines Musters, das sich bei der Jungen Tat immer wieder zeigt: Nach Aktionen oder Medienberichten erhalten die Rechtsextremen kleinere oder grössere Spendengelder. Nachvollziehen lässt sich dies, weil die Spenden in Kryptowährungen erfolgen. Und diese Transaktionen sind öffentlich einsehbar. Kryptospenden gehen vor allem nach rechts In einer Anfang 2025 publizierten Studie zeigt die Analysefirma Chainalysis auf, dass Kryptospenden an extremistische Organisationen aller Art seit Corona stark zugenommen haben. Insgesamt weist die Studie für die Zeit von 2012 bis 2024 Kryptozahlungen von über 21 Millionen Dollar an extremistische Gruppen aus. Den Grossteil der Gelder erhielten rechtsextreme Organisationen in den USA. Das grösste Wachstum fand allerdings in Europa statt. Und da, gemäss Studie, insbesondere bei nationalistischen und antisemitischen Organisationen und solchen, die wie die Junge Tat für sogenannte Remigration kämpfen, also die konsequente Ausweisung von Zugewanderten anderer Kulturkreise.
via tagesanzeiger: Finanzierung von Rechtsextremismus «Gut gemacht!»: Junge Tat erhält nach Störaktion auf LGBTQ-Event Spenden