Bereits Anfang September sind Unbekannte in das Büro der Kasseler AfD-Fraktion eingebrochen. Nun tauchen sensible Daten im Internet auf. Mitglieder sind verängstigt. Eines der Kasseler AfD-Mitglieder, dessen Anschrift, Mail-Adresse und Mobilnummer seit einigen Tagen im Internet steht, ist immer noch entsetzt. Am Samstag veröffentlichten Unbekannte auf der Plattform Indymedia eine Art Bekennerschreiben, in dem es hieß, man sei „Anfang/Mitte September“ in das Büro der AfD-Fraktion im Kasseler Rathaus eingestiegen. Dort habe man „hochpreißige Elektrogeräte“, Datenträger mit sensiblen Zugangsdaten zu Online-Auftritten und Mitgliederlisten mitgenommen. Mitglieder der Kasseler AfD bekommen Droh-Mails Die sensiblen Daten von neun Mitgliedern wurden am Ende des Beitrags aufgelistet. Darunter wird empfohlen, einfach mal vorbeizugehen und die Türen einzutreten. Die Mitglieder werden als „Faschos“ bezeichnet. Unterzeichnet ist der Text mit „(KEINE) Freunde der Kasseler AfD“. Ein AfD-Mitglied, mit dem die HNA sprach, nimmt die Warnung sehr ernst, wie der Mann sagt: „Meine Frau ist sehr fertig mit den Nerven.“ Er bekomme nun häufiger Mails mit Botschaften wie, er sei ein „rechtes Schwein“. Von der Polizei gebe es Unterstützung. Demnächst wollten Beamten vorbeikommen und Hinweise geben, wie man sich verhalten solle. Vorsichtshalber lässt das Ehepaar nachts im Flur eine Lampe brennen. Laut des AfD-Landesverbands hat die Rathausfraktion der Partei wegen des Einbruchs Anzeige erstattet. Es sei auch ein Aktenordner aus dem Jahr 2021 mit sensiblen Daten gestohlen worden. Der habe sich in einem abgeschlossenen Stahlschrank befunden, der aufgebrochen worden sei.

via hna: Nach Einbruch in Büro der Kasseler AfD-Fraktion: Mitglieder haben Angst