Vier Teilnehmende einer Gegendemo zu einer Veranstaltung von „Die Heimat“ sind in einem Bus zusammengeschlagen worden. In Essen sind am Freitagabend vier Personen von Rechtsextremen verletzt worden. Zu den Übergriffen kam es in einem Linienbus im Stadtteil Kray. Bei den Verletzten handelt es sich um Mitglieder der Partei Die Linke, die an einer Kundgebung gegen eine Veranstaltung der Neonazis teilgenommen hatten. Laut Polizei fanden am Freitagabend mehrere Versammlungen statt. Auslöser war eine Veranstaltung der Jugendorganisation der rechtsextremen Partei „Die Heimat“ in der Landesparteizentrale in der Marienstraße. Im Laufe des Abends fanden zwei Gegendemos statt. (…) In dem Bus der Linie 146, der von Steele über Kray in Richtung des Esseners Hauptbahnhofs fährt, saßen demnach mehrere Personen, die zuvor bei den Gegenkundgebungen gewesen waren. An der Haltestelle Kiwittstraße stiegen dann einige ehemalige Teilnehmende der rechten Versammlung in denselben Bus. Diese attackierten die Gegendemonstranten und verletzten vier von ihnen leicht.  Die Polizei war nach eigenen Angaben schnell vor Ort und konnte die Schlägerei stoppen. Die Identitäten von 19 Tatverdächtigen wurde festgestellt. Es wurden Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruch aufgenommen. Die Verletzten wurden vor Ort von den Rettungskräften behandelt. (…) Dem WDR sagte Jennyfer Prus, Kandidatin der Partei bei der Kommunalwahl, es habe sich um eine Gruppe von etwa 15 bis 20 jungen und anscheinend alkoholisierten Neonazis gehandelt, die in den Bus gestiegen sei. Diesen hätten sofort angefangen „rumzupöbeln“, und schnell sei es handgreiflich geworden. Prus erklärt, sie habe so eine Gewalt „noch nie erlebt“. Sie selber habe zum Glück nur eine kaputte Brille zu beklagen sowie einige Prellungen.

via ksta: So eine Gewalt „noch nie erlebt“ Neonazis greifen in Essen mehrere Linke-Mitglieder an – vier Verletzte