Im Fall der beiden AfD-Ratsmitglieder aus Quierschied, die auf Facebook einen Geburtstagsgruß an Hitler likten, will der Landesverband jetzt hart durchgreifen. Auch die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Ermittlungen aufgenommen. Kurz, nachdem bekannt wurde, dass die saarländische AfD drei Mitglieder aus der Partei ausschließen will, kam eine Person dem Verfahren zuvor: Die Angehörige von Riko und Kevin Becker, die beide dem Gemeinderat Quierschied angehören, hat am Dienstagnachmittag ihren Parteiaustritt erklärt. Dies teilte Christoph Schaufert,Sprecher des AfD-Landesverbandes, der SZ mit. Der Landesvorstand der AfD will gegen drei Mitglieder aus Quierschied ein Parteiausschlussverfahren einleiten. Zu diesem Beschluss kam der Vorstand bei seiner Sitzung am Montagabend. Betroffen sind die Gemeinderäte Riko und Kevin Becker – Vater und Sohn –, die derzeit die Partei im Gemeinderat Quierschied vertreten, sowie eine enge Angehörige. Der Landesvorstand reagiert damit auf einen Vorfall, der in Quierschied seit Tagen für Empörung sorgt: Am 20. April, dem 136. Geburtstag Adolf Hitlers, hatte die genannte Angehörige auf Facebook ein Bild mit einem Geburtstagsgruß erstellt. Riko und Kevin Becker markierten den Beitrag mit „gefällt mir“, Kevin Becker verbreitete ihn zudem weiter (die SZ berichtete mehrfach). Dass auch die Verwandte der beiden Gemeinderäte Mitglied der AfD ist, wurde erst jetzt bekannt.

via saarländische zeitung: „Potenziell parteischädigend“ Paukenschlag nach Hitler-Affäre – Quierschieder AfD-Mitglied kommt Parteiausschlussverfahren zuvor

siehe auch: Hitler-Geburtstagsgrüße: Saar-AfD will Mitglieder aus Partei ausschließen mit Informationen Der AfD-Landesverband will zwei AFD-Mitglieder in Quierschied aus der Partei ausschließen, weil sie einen Post zu Hitlers Geburtstag geliket haben. Auch die Verfasserin der Geburtstagsgrüße soll ausgeschlossen werden. Zudem beschäftigen sich die Ermittlungsbehörden aktuell mit dem Fall. (…) Der Fall beschäftigt nach SR-Informationen aktuell auch die Ermittlungsbehörden. Die Staatsanwaltschaft hat einen sogenannten “Verdachtsprüfungsvorgang” eingeleitet – offenbar aufgrund der öffentlichen Berichterstattung. Dieser Vorgang wurde unabhängig von der Strafanzeige des Dillinger Aktivisten Kallenborn eingeleitet. Kallenborn wirft den beiden Beckers in seiner Anzeige Volksverhetzung vor. Durch ihre “Likes” hätten sie den größten Massenmörder der Weltgeschichte verherrlicht. Dadurch fühle er sich als Jude auch persönlich betroffen.