Da im Pentagon die Mobilfunkabdeckung beschränkt ist, nutzte der US-Verteidigungsminister auch die Desktop-Version von Signal. Das erhöht die Gefahrenlage noch einmal deutlich. Es ist schwer zu sagen, was schwerer wiegt: die technische Ahnungslosigkeit oder die Leichtsinnigkeit, die zentrale Akteure der US-Regierung dazu gebracht hat, sensible Informationen über private Messenger zu teilen. Ein Vorgehen, das – zur Erinnerung – dazu geführt hat, dass unbeabsichtigt ein US-Journalist in geheime Angriffspläne gegen die Huthi-Miliz eingeweiht wurde – und zwar vorab. Doch immer, wenn man glaubt, dass es nicht mehr schlimmer geht, kommt von irgendwo ein Pete Hegseth daher. Nur kurz nachdem bekannt wurde, dass der amtierende US-Verteidigungsminister die Pläne sogar an eine private Familiengruppe weitergeleitet hatte, stellt sich nun heraus, dass er den betreffenden Messenger nicht nur am Smartphone, sondern auch auf einem Desktop-Rechner innerhalb des Pentagons verwendet hat. Dies berichtet die Washington Post. Das ist deswegen relevant, da dies die Gefahrenlage noch einmal erhöht – sind doch Desktop-Rechner generell weniger stark abgesichert als Smartphones, was den Zugriff auf die Chats durch Drittprogramme deutlich erleichtert. Das eröffnet für feindliche Geheimdienste allerlei zusätzliche Möglichkeiten, die vertrauliche Kommunikation der US-Regierung mitzulesen.

via standard: ATEMBERAUBENDE UNFÄHIGKEIT Signal-Gate: Hegseth führte geheime Chats auch auf eigenem Desktop-Rechner