Mit menschenverachtenden Worten hat ein Dachdecker aus Sebnitz im Amtsblatt deutlich gemacht, dass bei ihm nicht jeder Azubi willkommen ist. Jetzt hat der Verlag, der das Amtsblatt produziert, erste Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen. Der für die Anzeige zuständige Mitarbeiter wurde gekündigt – fristlos. Eine rassistische Stellenanzeige des Sebnitzer Dachdeckers Ronney W. im Amtsblatt erschütterte am Donnerstag viele Menschen. Jetzt hat der Verlag Konsequenzen gezogen. Wie der Geschäftsführer der in Herzberg ansässigen Linus Wittich Medien KG, Andreas Barschtipan, mitteilte, ist in der Nacht zum Karfreitag die Entscheidung gefallen: “Wir haben dem für die Anzeige zuständigen Mitarbeiter fristlos gekündigt”, sagte Barschtipan.Zuvor seien die Prüfmechanismen auf den Kopf gestellt worden. Da die Anzeige nicht fix und fertig gewesen sei und Anpassungen nötig gewesen wären, habe man sich für die Kündigung entschieden. Trotzdem wissen die Verantwortlichen nach eigenen Angaben noch nicht, wie die Anzeige konkret ins Blatt gekommen ist: “Wir hatten im vergangenen Jahr drei Wahlen. Auch da gab es ähnliche Anfragen, die wir immer gelöscht haben. Ich kann mir nicht erklären, warum es diesmal anders war” (…) Gegen den Sebnitzer Dachdecker Ronney W. hat die Linus Wittich Medien KG laut einer Stellungnahme Anzeige erstattet und die Geschäftsbeziehung beendet.

via tagesschau: Sachsen Nach rassistischer Anzeige im Sebnitzer Amtsblatt: Verlag entlässt Mitarbeiter

siehe auch: #ANZEIGE ERSTATTET – #Dachdecker schaltet rassistische Anzeige im #Amtsblatt #Sebnitz. Mit einer Anzeige im Amtsblatt der Stadt Sebnitz sucht eine Dachdeckerfirma nach Azubis – und macht dabei eine menschenverachtende Einschränkung. Die Stadt reagiert, steht aber selbst in der Kritik. Der Handwerker selbst will sich der Tragweite der Begriffe nicht bewusst gewesen sein. Ein Dachdeckermeister in Sebnitz hat mit einer rassistischen Anzeige im Amtsblatt für Entsetzen gesorgt. “Ausbildungsplatz ab 2026 ABER: keine Hakennasen, Bimbos, Zeppelträger!” heißt es da. Sprich: Der Handwerker möchte keine Schwarzen oder Juden als Bewerber. Was er mit Zeppelträger genau meint, ist unklar. Im Netz kursieren verschiedene Meinungen dazu. Es könnten Zopfträger oder Muslime gemeint sein. Wie kann so eine Anzeige in ein Amtsblatt kommen, fragen sich viele. Der Bürgermeister von Sebnitz, Ronald Kretzschmar sagte MDR SACHSEN, die Anzeige sei beschämend und untragbar; Nach rassistischer Azubisuche Sebnitzer Dachdecker flüchtet sich in Ausreden. Ein Dachdecker aus Sachsen veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Sebnitz eine Anzeige mit ausländerfeindlichen Begriffen. Jetzt erklärt der Unternehmer, dass er es nicht besser wusste. Die Handwerkskammer zweifelt indes an der Eignung als Ausbildungsbetrieb. Dachdeckermeister Ronney W., der mit einer rassistischen Werbeanzeige im Amtsblatt der Stadt Sebnitz für einen Eklat gesorgt hat, bezieht jetzt erstmals Stellung. Im Gespräch mit der “Bild”-Zeitung gab er zu, für die Wortwahl verantwortlich zu sein. “Den Text habe ich ersonnen”, sagte Ronney W. “Vielleicht habe ich es etwas übertrieben, aber das Land und seine Politik treibt mich dazu.” (…) “Vielleicht hätte ich es so nicht formuliert, wenn mich der Anzeigenverkäufer darauf aufmerksam gemacht hätte”, rechtfertigt Ronney W. seine rassistische Formulierung. Den Rassismus in seiner Wortwahl sah der Sachse demnach nicht. Er empörte sich im Gespräch weiter über das Benehmen vieler Menschen, “die in unser Land kommen”. Die für Sebnitzer Firmen zuständige Handwerkskammer in Dresden überlegt offenbar, dem Unternehmer den Status als Ausbildungsbetrieb abzuerkennen. “Im Handwerk arbeiten Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität, die unser Land am Laufen halten”, erklärte ein Sprecher der Zeitung. “Wir werden hinsichtlich der Eignung als Ausbildungsbetrieb das Unternehmen anhören.” Die Kammer versuchte den Angaben des Sprechers zufolge bereits, Ronney W. zu erreichen, doch “bisher ist uns das nicht gelungen”. Verlag distanziert sich von Anzeige Auch der Verlag, der das Amtsblatt herausgibt und die Verantwortung für den Anzeigenteil trägt, ruderte inzwischen zurück. “Die Veröffentlichung dieser Zeitungsanzeige war ein schwerwiegender Fehler, für den wir aufrichtig um Entschuldigung bitten”, hieß es in einer Stellungnahme. “Dieser Fehler ist nicht wiedergutzumachen, und wir bedauern zutiefst, dass er geschehen ist.”