Auf Gaming-Plattformen wie dem beliebten Online-Universum Roblox stoßen Kinder und Jugendliche immer öfter auf Spiele mit rechtsextremen Inhalten, Symbolen und Emojis. Eltern und Erziehende sind aber oft ahnungslos, womit ihre Kinder bei vermeintlich harmlosen Spielen in Kontakt kommen können. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 21. März empfiehlt die Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“, mit Kindern über problematische Inhalte auf Gaming-Plattformen zu sprechen und sie für diese Risiken zu sensibilisieren. Die Rolle von Offizieren aus der NS-Zeit einnehmen oder rechtsextreme Terroranschläge nachstellen – das taucht immer wieder auf beliebten Spieleplattformen auf. Chats und Community-Gruppen werden häufig Schauplatz von Hass und Hetze – auch weil es an einer angemessenen Moderation mangelt und und die Inhalte selbst hochgeladen werden können. Da Nutzerinnen auf Spieleplattformen meist anonym agieren und nur als sogenannte Avatare auftreten, sinken die Hemmschwellen. Die Kommunikation in Echtzeit erschwert zudem die Kontrolle, weil Inhalte oft nicht gespeichert werden. So sind Verstöße kaum nachzuverfolgen. Plattformen wie Roblox setzen zwar zunehmend auf automatisierte Moderation, die auf Künstlicher Intelligenz basiert. Algorithmen aber können problematische Inhalte nicht zuverlässig erkennen – hier wären menschliche Moderatorinnen wichtig, die bei rechtsextremen Inhalten eingreifen. Rechtsextreme nutzen diese Schwächen aus und infiltrieren Gaming-Plattformen und Communities gezielt mit ihren Botschaften. Sie versuchen, die eigene rechte Szene zu stärken, menschenfeindliche Ideologien zu verharmlosen und junge Menschen dafür empfänglich zu machen. Gerade Frauen und gesellschaftliche Minderheiten werden zur Zielscheibe der Hetze.

via presseportal: Rechtsextreme Inhalte auf Roblox: Das müssen Eltern wissen