Menschen mit Zuwanderungsgeschichte fühlen sich zunehmend angegriffen und unsicher. Mehrere Organisationen fordern nun klare Signale für gesellschaftlichen Zusammenhalt – besonders von der Politik. Am Dienstagvormittag haben sie eine Pressekonferenz gegeben. Der Deutsche Gewerkschaftsbund Sachsen-Anhalt und eine Reihe weiterer Organisationen, die sich für Menschen mit Migrationshintergrund einsetzen, fordern von Politik und Gesellschaft klare Signale gegen Rassismus. Migranten unter Generalverdacht “Wir nehmen nicht hin, dass Menschen mit Migrationserfahrung – darunter viele Kolleginnen und Kollegen – unter Generalverdacht gestellt, bedroht und angegriffen werden”, sagte DGB-Landesleiterin Susanne Wiedemeyer. “Politik und Gesellschaft müssen sich klar gegen den ausufernden Rassismus stellen.” Nötig sei ein Miteinander. Die Gesellschaft brauche Menschen mit Migrationshintergrund – vom Straßenbahnfahrer bis zu Ärzten, Pflegekräften und Mitarbeitern in der Hotellerie und Gastronomie. “Da erwarte ich von den Arbeitgebern klare Worte, dass wir ein Klima in dieser Gesellschaft brauchen, wo alle willkommen sind, wo man sich wohlfühlt und sicher.” Das müsse für alle gelten, ob mit oder ohne Migrationshintergrund.

via mdr: Menschen mit Migrationsgeschichte haben zunehmend Angst vor Übergriffen