„Zutritt nur für Staatsangehörige des Königreichs Deutschland“ stand einst vor dem Eingang einer Kampfkunstschule in Düsseldorf-Stadtmitte. Mittlerweile sind die Räumlichkeiten leer. Die Betreiber sind nach eigenen Angaben inzwischen nach Sachsen gezogen. (…)Doch inzwischen existiert das „Königreich“ in Düsseldorf offenbar nicht mehr. Denn die Räumlichkeiten der Kampfkunstschule in Stadtmitte stehen seit Ende vergangenen Jahres leer. Nur noch das Logo prangt an den Außenwänden. Ansonsten haben die Anhänger der „Reichsbürger- und Selbstverwalter“-Bewegung, wie sie der Verfassungsschutz klassifiziert, das Ladenlokal ziemlich besenrein hinterlassen. „Campus Concept“ bietet seine Kung-Fu- und Zen-Kurse laut der Website des „Königreichs“ jedoch weiter an – nun allerdings in Halsbrücke, einer 5000-Seelen-Gemeinde in Sachsen. (…) Auf Telegram zeigen sich die „Königreich“-Anhänger deutlich kommunikativer. In ihrem öffentlichen Kanal, der rund 11.500 Abonnenten zählt, hieß es in einer Mitteilung an Heiligabend, man sei „unzerstörbar“ und trotze allen Herausforderungen „durch das destruktive System der BRD“. Medienberichte zum „Untergang des Königreichs Deutschland“ werden dort als „Märchen“ betitelt. Stattdessen wird weiter für Seminare zum „Systemausstieg“ geworben. Das sei Teil der Strategie des KRD, sagt der Verfassungsschutz, „sich als autonomes ,Staatsgebilde‘ mit handlungsfähigen Strukturen zu präsentieren, was allerdings vielfach nicht der Realität entspricht.“

via rp online: Reichsbürger in Düsseldorf „Königreich Deutschland“-Anhänger haben die Stadt verlassen