Der AfD-Abgeordnete Marc Vallendar sorgte am Montag mit einer Aussage zum Holocaust für einen Eklat im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Während einer Debatte darüber, wie sich das Land Berlin zu einem Verbot der AfD positioniert, sorgte der AfD-Abgeordnete Marc Vallendar am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses für einen Eklat. „Es mag sein, dass es Kriegsverbrechen gegeben hat“, sagte der Politiker in Hinblick auf den Holocaust. Mitglieder der anderen Parteien warfen Vallendar daraufhin vor, die NS-Kriegsverbrechen zu relativieren. „Hier im Ausschuss relativiert ein Abgeordneter den Mord an sechs Millionen Juden“, sagte etwa der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion Vasili Franco. Er sei „fassungslos“. (…) Der 27. Januar ist der internationale Holocaust-Gedenktag. An diesem Tag vor genau 80 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. „Es hat Kriegsverbrechen gegeben“, sagte Vallendar schließlich. Er habe das Gedenken an die Opfer nicht schmälern wollen. Empörung kam auch aus den anderen Fraktionen. „Ich bin schockiert, was hier wieder sagbar ist“, sagte der SPD-Abgeordnete Orkan Özdemir. „Das ist gutes Material für die Verfassungsschutzämter.“

via morgenpost: Berliner AfD-Politiker sorgt am Holocaust-Gedenktag für Eklat