Nachdem zwei Stadträte der Freien Wähler in Halberstadt am Montag der AfD-Fraktion im Stadtrat beigetreten waren, sind sie nun aus der Partei geworfen worden. Der Kreisvorsitzende der Freien Wähler im Harz spricht von “Wählertäuschung” und fordert die Stadträte auf, ihre Mandate zurückzugeben. Die wollen dem Wunsch aber nicht folgen. Die Freien Wähler im Harz haben zwei Stadträte aus Halberstadt aus der Partei ausgeschlossen, weil sie mit der AfD kooperiert haben. Das teilte die Partei am Montagabend mit. Die Stadträte Dieter Kühn und Winfried Fricke hätten sich bei der konstituierenden Stadtratssitzung am Montag der AfD-Fraktion angeschlossen. Damit hätten sie gegen ein Kooperationsverbot mit der AfD verstoßen. Das Verbot sei auf einer bundesweiten Mitgliederversammlung der Freien Wähler vor Monaten beschlossen worden. Der Kreisvorsitzende der Freien Wähler Harz, André Weber, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er sei entsetzt über den Entschluss der beiden Stadträte. Man habe sich im vergangenen Kommunalwahlkampf für eine sachorientierte und ideologiefreie Kommunalpolitik in Abgrenzung zur AfD eingesetzt und dafür geworben. Der Entschluss stelle eine “Wählertäuschung” dar. Er kündigte an, rechtliche Schritte prüfen zu wollen. Man wolle verhindern, die nächsten fünf Jahre als AfD/Freie Wähler-Fraktion im Stadtrat vertreten zu sein. Der Kreisvorsitzende forderte die beiden ausgeschlossenen Mitglieder auf, ihre Mandate im Stadtrat von Halberstadt zurückzugeben. Winfried Fricke stellte inzwischen klar, dass er und Dieter Kühn dies nicht tun werden.
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