Die historische zweite Runde der Parlamentswahl in Frankreich entscheidet über die Mehrheit in der Nationalversammlung und über die Regierung, mit der Präsident Emmanuel Macron zusammenarbeiten muss. In den Hochrechnungen des Meinungsforschungsinstituts IPSOS – veröffentlicht vom TV-Sender F2 – stürzt die rechtsextreme Partei Rassemblement National im Vergleich zur ersten Runde ab. Die linke Volksfront sollte an die 200 Sitze im Parlament erreichen und die stärkste politische Kraft werden. Allerdings kommt kein Parteienbündnis auf die absolute Mehrheit der Abgeordneten. Zur Volksfront hatten sich Linke, Sozialisten, Grüne und Kommunisten im Kampf gegen die extreme Rechte zusammengeschlossen und eine Brandmauer mit der Macron-Partei gebildet. Die Regierungspartei von Präsident Emmanuel Macron kommt auf den zweiten Platz hinter der Volksfront und vor der rechtsextremen Le-Pen-Partei. Ergebnisse der 2. Runde der Wahlen in Frankreich: Live-Karte – wie jeder Wahlkreis abgestimmt hat Nach der Parlamentsauflösung musste der Präsident fürchten, dass seine eigene Partei extrem geschwächt und die extreme Rechte von Marine Le Pen sowie die linke Volksfront gestärkt aus dem Urnengang hervorgehen. Am Ende ging es für Macron glimpflicher aus, als noch vor einigen Tagen befürchtet. Viele Menschen in ländlichen Regionen fühlen sich allerdings weiter “abgehängt” und von der Macron Regierung im Stich gelassen – und haben deshalb für die Le-Pen-Partei gestimmt.

via euronews: Überraschung in Frankreich: Linke Volksfront schlägt Rechtsextreme – Brandmauer hält

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