Die Thüringer CDU will Gender-Zeichen an staatlichen Einrichtungen per Gesetz verbieten lassen. Die Bundes-CDU fürchtet „Kulturkämpfe“ mithilfe der Rechten. Die CDU-Bundesspitze hat den thüringischen Landesverband vor einer weiteren Gesetzesverabschiedung mit den Stimmen der AfD gewarnt. Besondere Sorge bereitet der Bundesspitze, dass die thüringische CDU einen Gesetzentwurf gegen Gender-Sprache in den Landtag eingebracht hat. Dieser könnte auf Zustimmung der AfD stoßen. „Solch einen Antrag jetzt durchzubringen, wäre ein Fehler“, sagte die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Karin Prien der „Süddeutschen“ vom Montag. Bei derartigen gesellschaftspolitischen Themen gelte es, „maximalen Abstand zur AfD zu halten“, sagte Prien. (…) CDU-Chef Friedrich Merz schloss in einem Interview eine politische Zusammenarbeit mit der AfD als Verrat an den zentralen Grundwerten seiner Partei aus. „Die CDU würde ihre Seele verkaufen, wenn sie mit dieser Partei zusammenarbeiten würde“, sagte Merz der „Augsburger Allgemeinen“ vom Montag. „Das sind Leute, die sich nicht klar und deutlich vom Nationalsozialismus distanzieren, Leute, die Europa abschaffen wollen, Leute, die mit Putin gemeinsame Sache machen wollen“, betonte Merz. „Wie soll die CDU mit dieser Partei zusammen Politik machen? Es ist unvorstellbar.“

via tagesspiegel: Gesetzentwurf gegen Gender-Sprache: Bundes-CDU warnt Landesverband Thüringen vor Abstimmung mit AfD