Massiver Gegenwind für den FDP-Kreisverband Schwerin: Weil die Liberalen keine Wahlempfehlung für die anstehende Stichwahl abgeben und sich auch nicht gegen den AfD-Kandidaten aussprechen, sieht sich die Bundespartei zu einer Klarstellung aufgefordert. Die Bundes-FDP geht auf Distanz zum eigenen Kreisverband in Schwerin. Anlass ist der Kurs der Liberalen in der Landeshauptstadt vor der anstehenden Oberbürgermeister-Stichwahl am 18. Juni. Als einzige Partei lehnt es die FDP ab, sich gegen den AfD-Bewerber Leif-Erik Holm auszusprechen. CDU, Linke und Grüne sind sich dagegen einig: Einen AfD-Bürgermeister in Schwerin dürfe es nicht geben. Sie sprechen eine Wahlempfehlung für den amtierenden Oberbürgermeister Rico Badenschier von der SPD aus. Der lag im ersten Wahlgang deutlich vor seinem AfD-Herausforderer. Deutliche Worte kommen deshalb aus der Parteizentrale in Berlin. Anders als die FDP in Schwerin macht sie unmissverständlich ihre Haltung zur AfD deutlich: Diese Partei stehe für Rassismus, Antisemitismus und autoritäre Politik. Mit dem Gesellschafts- und Politikverständnis der FDP habe sie nichts zu tun. Ein Sprecher der Bundespartei erinnert daran, dass der von der FDP in Schwerin unterstützte Oberbürgermeister-Kandidat Thomas Tweer nach seiner Niederlage zur Unterstützung des SPD-Kandidaten Badenschier aufgerufen habe. Das Statement der Bundes-Partei endet mit dem Satz: “Wir halten das für richtig”. Im Umkehrschluss bedeutet das: Das Verhalten der FDP in Schwerin wird als falsch bewertet.

via ndr: Bundes-FDP geht auf Distanz zum eigenen Kreisverband in Schwerin