Polizisten, die Kokain kaufen und aufs Oktoberfest schmuggeln, den Hitlergruß zeigen und sich auf die Jagd nach Opfern machen. Fünf Einblicke in die Abgründe des größten Polizeiskandals in München. Ein Dealer ruft die Polizei, weil sein Auto nicht anspringt. Mehrere Beamte eilen zu Hilfe. Der dankbare Drogenhändler gibt dafür in der Tiefgarage eine Runde Koks aus, die Line ziehen sie auf einem Dienstausweis. Wäre dies ein Film, wäre das Urteil: wie unrealistisch! Doch es ist kein Film. Es ist ein Detail im größten Polizeiskandal Münchens. Und die Urteile lauten von Geldstrafen bis hin zu Haft für Männer, die wohl mal die Guten sein wollten. Aufgeflogen sind die Beamten, die sich nicht nur in ihrer Freizeit kriminell verhielten, wegen eines Dealers, der gegen ein Garagentor fuhr. Nach dem Unfall wurden Drogen im Wagen gefunden und Stefan H. packte aus: über die Betreiber des Clubs „Heart“, die Kokspartys auf dem Klo feierten, und über den Sohn eines Wiesn-Wirts, der es auch gerne mal schneien ließ. Dann erzählt der Drogendealer den Fahndern, wer noch zu seiner Stammkundschaft gehörte: ihre Kollegen. Am Ende ermittelt die Soko Nightlife gegen 37 Polizisten, die im Verdacht stehen, Straftaten begangen zu haben. Und dabei ging es nicht nur um Kokain-Missbrauch. Fünf Geschichten von Polizisten, die zu Kriminellen wurden

via sz: Auf der dunklen Seite der Nacht