Seit nunmehr fünf Jahren narrt ein angeklagter Politiker das Amtsgericht Dippoldiswalde. Thomas Prinz (50, AfD), Stadtrat in Freital, schafft es, einen eigentlich klar liegenden Prozess um Versicherungsbetrug auf nunmehr 27 (!) Verhandlungstage auszudehnen. Ein Ende ist nicht in Sicht. Nur zu wenigen Verhandlungen lässt sich Thomas Prinz (50, AfD) schieben. Manchmal trägt er auch seine AfD-Jacke. Prinz meldete 2014 der Polizei, zwei Russen hätten sein Tablet geraubt. Zwei Jahre später erzählte er die gleiche Räuberpistole, diesmal sollen es Araber gewesen sein – ein Marokkaner wäre beinahe fälschlicherweise angeklagt worden. Beide Male machte Prinz bei der Versicherung den Schaden geltend. Doch bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei beide Tablets. Die Beweislage scheint klar, 2017 wurde ein Verfahren wegen Vorspiegelung falscher Tatsachen, falscher Verdächtigung und Betrug eingeleitet. Doch bei den bisher 26 Verhandlungen erschien der Politiker im Rollstuhl lediglich sechsmal. Meist ließ er sich mit gesundheitlichen Problemen entschuldigen, oftmals erst am Vortag. Auch als Richter Christian Mansch den Strafbefehl auf 3200 Euro festlegte, war Prinz abwesend
via tag24: EIGENTLICH EIN KLARER FALL: ANGEKLAGTER AFD-POLITIKER STREITET SICH SEIT JAHREN MIT DEM GERICHT