Filmen wider Willen Thomas B. muss sich unter anderem wegen Nötigung und Freiheitsberaubung verantworten. So geht es um das Filmen von Personen gegen deren Willen sowie um eine Schulbusfahrt nach Kölleda im Kreis Sömmerda im September 2020, bei der B. den Bus stoppte und die Kinder aufforderte, ihre Corona-Schutzmasken abzunehmen. Das Geschehen ist unstrittig, weil B. dabei filmte und die Aufnahme im Internet veröffentlichte. (…) Am Mittwoch wurde über einen Fall aus dem März 2021 verhandelt. B. soll damals an einer Corona-Teststation Passanten gefilmt haben – unter anderem eine Mutter, die ihren Sohn testen lassen wollte. Thomas B. spricht in dem Video davon, dass das Kind zu dem Test gezwungen würde und sich massiv wehren würde. Danach soll Thomas B. das Video im Internet hochgeladen haben. Als Zeugin sagte zunächst die Schwester der Kindsmutter aus. Sie sagte, der Familie gehe es schlecht, weil aufgrund massiver Verbreitung des Videos im Internet zahlreiche Hasskommentare abgegeben worden seien. Der Verteidiger von Thomas B. warf der Frau daraufhin vor, es gehe ihr gar nicht um das Wohl ihres Neffen, die Eltern hätten sich wegen Körperverletzung strafbar gemacht. Die Richterin unterbrach den Verteidiger mit der Begründung, dass dies nichts mit den eigentlichen Inhalten der Verhandlung gegen Thomas B. zu tun habe.

via mdr: Sömmerda: Anwalt von Querdenker-Busfahrer hält Richterin für befangen